Erima Cup 2011 in Bremen
So sehr wir Wikinger den SG-Akteuren am Ende der kräftezehrenden Saison 2010/11 die Sommerpause gegönnt haben, genauso fieberte man als Wikinger dann schon bald der neuen Saison entgegen. Gespannt wurden die Berichte über die erste Trainingseinheit, das Fotoshooting, das Trainingslager in Schweden und die ersten Testspiele verfolgt. Leichte Sorgenfalten verursachten die Nachrichten über die Verletzungen, die Michael, Lasse, Tobias und Jacob aus der vergangenen Saison mitgeschleppt hatten. Aber die Signale der medizinischen Abteilung klangen glücklicherweise positiv im Hinblick auf den Saisonstart.
Spannend war natürlich auch, zu verfolgen, wie die „Neuen“ - Lars Kaufmann, Holger Glandorf und Mattias Andersson – sich bei der SG einleben. Lars Bastian ist für uns Wikinger ja kein neuer Spieler :-).
Da wir Wikinger ja auch gern den SG-Nachwuchs anfeuern, war es für uns auch besonders interessant, wie sich Malte, Morten und Paul bei der Vorbereitung der Bundesliga-Truppe präsentieren.
Mit dem Erima-Cup in Bremen hatte die Zeit ohne Live-Handball der SG endlich ein Ende. Auch wenn es keine organisierte Wikinger-Fahrt gab, fanden sich ca. 25 Wikinger in Bremen ein, um sich eine ersten Eindruck von der SG der Saison 2011/12 zu verschaffen. Lange im Voraus waren die Hotelzimmer oder die Ferienwohnung gebucht, um nach Wikinger-Tradition ein Wochenende mit einer gesunden Mischung aus Sport und Kultur zu erleben.
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Eine Wikinger-Reisegruppe hatte einen ganz besonderen SG-Fan dabei: Mia aus Kroatien. Seit Jahren ist Mia großer SG-Fan. Bei den Gastspielen der SG in Zagreb war sie live dabei und sonst verfolgt sie wann immer es geht, die SG im TV oder Internet. Dank des Internets gab es auch erste Kontakte mit den Wikingern und als sie nun eine Deutschland-Reise unternahm, gab es Gelegenheit, sich kennen zu lernen – und vor allem, die Gelegenheit für Mia die SG in Bremen live und hautnah zu erleben. Was für uns SG-Fans schon fast normal ist, war für Mia ein tolles Erlebnis: die offene Art, mit der die SG-Spieler mit ihren Fans umgehen. Auch wenn sie sicher noch viele tolle Dinge in Deutschland gesehen hat – das Treffen mit den SG-Spielern und einige Fotos – vor allem mit dem Lieblingsspieler – waren eindeutig absolute Highlights auf ihrer Reise nach Deutschland.
Sportlich lief es für die SG rein zahlenmäßig betrachtet nicht sehr erfolgreich. Im Halbfinale eine Niederlage gegen die Füchse aus Berlin und das Spiel um den dritten Platz endete mit einer Niederlage gegen die HSV Handball. Aber Wikinger sind ja Handball-Experten und so waren sich alle einig, dass viele positive Ansätze zu sehen waren, die Vorfreude auf die neue Saison wecken. Besonders Michael V. Knudsen zeigte, dass wir uns in dieser Saison auf den besten Knudsen seit langem freuen dürfen. Schade war, dass von den Neuzugängen nur Mattias Andersson in Aktion zu sehen war.
Lars Kaufmann fehlte nach der Diagnose seiner Daumenverletzung ganz und Holger Glandorf war ebenfalls angeschlagen und wurde nur kurz in der Deckung eingesetzt. Außerdem waren Jacob, Lasse Svan, Tobias und am zweiten Tag auch Viktor nicht im Einsatz.
Dafür kamen die beiden Youngster, die in Bremen dabei waren zu reichlich Einsatzzeit. Morten zeigte vor allem in der Abwehr, dass er durchaus dagegenhalten kann. Im Rückraum ist es natürlich erstmal schwierig, als junger Spieler Akzente zu setzen. Aber auch im Angriff lieferte er gute Partien. Auf Linksaußen durfte Malte sich gegen die großen Namen im Handball versuchen und er zeigte, dass er vor diesen nicht zurückschreckt. Silvio Heinevetter durfte sich von ihm einen Ball um die Beine drehen lassen und Johannes Bitter staunte nicht schlecht, als ein Ball von Malte nach schöner Vorlage von Morten bei ihm oben im kurzen Eck einschlug. Dass die Jugendspieler nicht nur bei uns Eindruck hinterließen, zeigten viele Nachfragen, wer denn der Spieler mit der Rückennummer 13 bzw. 14 sei. Die Fragen haben wir natürlich gern beantwortet.
Mit der Erkenntnis, dass auch Niederlagen Spaß machen können – das galt allerdings nicht für jeden SG-Spieler ;-) - fuhren wir zurück in den Norden. Die SG-Spieler sollten nach den vielen Kraft- und Konditionseinheiten nun vermehrt mit dem Ball trainieren.
[Marina]
Fotos in dieser Galerie von Ingrid und Kerstin