Zweiter beim Heide Cup 2011 in Lüneburg

Die Intensität der Testspiele nahm nach den beiden Auftritten in Dänemark weiter zu. Für Mannschaft und einige Wikinger war die Lüneburger Heide das Ziel, wo beim Heide-Cup aus 8 hochkarätigen Mannschaften ein Turniersieger gesucht wurde. Dieses 3-Tage-Event war für die in Soltau lebenden Wikinger natürlich ein „Muss“. Für ein paar Flensburger Fans wurden Gästebetten bereitgestellt und 4 Wikinger hatten Unterkunft in einer Bed-and-Breakfast-Pension in Lüneburg gefunden. Der Name „Sahara“ war Omen für das Wetter an diesem schweißtreibenden Wochenende.

 

Das erste Spiel des Heide-Cups in Lüneburg im Sportpark am Kreideberg konnten die angereisten Flensburger Fans noch entspannt verfolgen: Im Duell zwischen Medvedi Moskau und dem TBV Lemgo wurde der Gegner für den nächsten Tag ermittelt. Der TBV Lemgo zeigte wie schon in Bremen eine ansprechende Leistung und ging als verdienter Sieger aus der Partie hervor. Die SG traf anschließend auf den TVG Großwallstadt, dem alten Team von „Matze“ Andersson. Der Wikinger-Block hinter dem Tor konnte sich über zahlreiche Paraden von Søren freuen und die „Rasmussen, Rasmussen“ -Rufe weckten Erinnerungen an das Final Four in Hamburg. Mattias Andersson stand in der zweiten Halbzeit ebenfalls gut auf dem Posten. Aber auch im Angriff wirbelte die SG den TVG durcheinander und spielte ihn förmlich an die Wand. Mit dem 30:21 war der TVG am Ende gut bedient. Erfreulich war, dass das Lazarett bei der SG sich weiter lichtete und wir Jacob endlich wieder in Aktion erleben durften. Auch bei Lars Kaufmann zeigte sich, dass die Schiene kaum noch stört – 5 Hammertore sprechen eine deutliche Sprache. Und „Tobbe“ Karlsson signalisierte, dass auch mit ihm bald wieder auf dem Feld zu rechnen sei.

 

Die Wikinger, die in Lüneburg Quartier bezogen hatten, genossen dann einen schönen Ausklang am Stintmarkt. Am Samstag vormittag wurde ausgiebig Lüneburg erkundet, ein schwangeres Haus, die typischen Giebelhäuser der Hansestadt, der alte Kran am Stint, ein herrlicher Ausblick vom Wasserturm – eine wunderschöne Stadt.

 

Am Samstag und Sonntag fand „zu Hause“ der von der HSG Tarp-Wanderup veranstaltete Eulen-Cup statt, an dem diverse SG-Jugendmannschaften teilnahmen. Dank diversen SMS von Astrid konnten wir in Lüneburg auch mit der C, B und A-Jugend der SG mitfiebern.

 

In Lüneburg traten am Samstag jeweils die beiden Verlierer bzw. Sieger der Freitags-Spiele aufeinander. Der TVG unterlag dem CL-Teilnehmer Medvedi und durfte somit auch am nächsten Tag in Lüneburg auflaufen. Damit die SG nicht an den anderen Spielort des Heide-Cups umziehen musste, war ein Sieg gegen den TBV Lemgo nötig. Dieses Spiel war quasi das Halbfinale. Das Finale gegen den Sieger des Halbfinales in Schneverdingen (HSV Handball – Rhein Neckar Löwen) würde in Lüneburg ausgetragen werden und das Spiel um Platz drei in Schneverdingen. Wikinger sind gut vorbereitet und wir hatten daher für den Sonntag Karten für beide Hallen erworben. Allerdings waren wir uns ja eigentlich sicher, dass wir die Karten für Schneverdingen nicht brauchen würden. Aber da die Einnahmen des Turnier für Tschernobyl-Kinder gespendet wurden, haben wir ja einen guten Zweck gefördert.

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Mit einem Blitzstart und einer 5:0 Führung zeigte die SG, dass sie gern auch am nächsten Tag in Lüneburg spielen würde. Vom Erima-Cup in Bremen kannten wir Wikinger jedoch schon die Fähigkeit des TBV Lemgo, große Rückstände aufzuholen und waren gewarnt. Es entwickelte sich dann in der Tat doch ein engeres Spiel. Zur Halbzeit stand es 11:11 und am Ende zog die SG mit einem 29:27 in das Finale des Heide-Cups ein. Kurz nach Abfiff stand fest, dass es erneut gegen die HSV Handball gehen würde, was besonders bei Petar große Vorfreude auslöste.

Wir Wikinger freuten uns, dass wir auch am nächsten Tag in Lüneburg bleiben konnten und noch ein wenig mehr dieser schönen Stadt erkunden konnten. Am Samstag Abend wurde aber erstmal gemeinsam mit den Soltauer Wikingern und deren Gästen aus Flensburg der Finaleinzug gefeiert.

 

Der sportliche Sonntag in Lüneburg begann mit dem Spiel um Platz 7 zwischen den Kadetten Schaffhausen und dem TVG. Der TVG durfte sich am Ende über den ersten Sieg beim Heide-Cup freuen.

 

Dann liefen die Vorbereitungen auf das Finale. Die SG-Spieler wirkten hochmotiviert und konzentriert. Ein Duell gegen den deutschen Meister und vor allem gegen so viele Ex-SGer – da war keine besondere Motivation nötig. Allerdings mussten die Hamburger auf die beiden Ex-SG-Linkshänder Oscar Carlén (noch nicht wieder fit) und Marcin Lijewski (hatte sich am Vortag verletzt) verzichten. Trotzdem hatte der deutsche Meister noch eine ansehnliche Zahl von Stars aufzubieten. Aber die SG muss sich da wahrlich nicht verstecken. Das zeigte auch der Spielverlauf. Es blieb die ganze Zeit eng. Dan kaufte vor allem den SG-Außen ungewohnt viele Bälle ab, aber auch die Hamburger hatten Mühe, die SG-Keeper zu bezwingen. In diesem Spiel machte besonders Holger Glandorf den SG-Fans viel Freude und schenkte den Hamburgern reichlich Tore ein. Bis zum Ende wechselten die Führungen und kurz vor Schluss, war es mit Blasz ein Ex-SGer, der die HSV Handball mit 24:23 voran brachte. Die SG hatte noch Zeit für einen letzten Angriff, nahm den Torhüter raus, um in Überzahl zu agieren. Man schaffte es auch, Anders auf Linksaußen frei zu spielen, aber der Ball landete nicht im Tor.... Der Turniersieg ging an die HSV Handball, aber ganz viele Komplimente an die SG!

 

Einigen Spielern war großer Frust in den Gesichtern abzulesen. Das lag sicher nicht allein an der Niederlage sondern auch an der „Linie“ der Schiedsrichter, die unseren Spielern scheinbar viel mehr Nehmerqualitäten als den Gegner zutrauten. In dieser Hinsicht hoffen wir Wikinger, dass dieses Turnier nicht richtungsweisend für die Saison ist.

 

Sportlich muss man sich um die SG keine Sorgen machen – wenn sie ihr Potential abruft und hoffentlich von schweren Verletzungen verschont bleibt. Dass dem so ist, davon können sich beim Jacob Cement Cup dann auch die vielen anderen SG-Fans in Flensburg überzeugen.

 

Wir Wikinger sind uns nach den Erfahrungen und Beobachtungen in der Vorbereitung sehr sicher, dass es eine tolle Saison werden kann und fiebern schon den ersten echten Bewährungsproben entgegen. In der neuen Saison wollenwir mit den anderen Fans in der Campushalle für eine Höllenstimmung sorgen und auswärts so oft und so zahlreich es geht, unserer SG den Rücken stärken. Die ersten Fahrten sind schon geplant..... das Wikinger-Reise- und SG-Fieber ist ungebrochen!

 

[Marina]