JT greift an
Im Anschluss an den deutlichen Sieg der C-Jugend stand in der Fördehalle die Partie der SG A-Jugend gegen den SV Post Telekom Schwerin auf dem Programm. Bereits im Vorfeld war abzusehen, dass die SG dieses Spiel gewinnen würde. Folgerichtig verzichtete Trainer Sascha Zollinger mit Max Lipp, Morten Dibbert und Jannis Koellner auf drei Stammkräfte, die in der letzten Zeit ein erhöhtes Pensum absolviert haben. Auch Marc Blockus (der am Vortag 17 geworden war und mit dem SG Juniorteam sein erstes Spiel im Männerbereich absolviert hatte) und Paul Weidner verbrachten ungewohnt viel Zeit auf der Bank, hatten aber auch dort ihren Spaß. Nicht zuletzt deshalb, weil ihre Vertreter auf der Platte eine tolle Leistung zeigten.
Nach fünf Minuten stand es 5:0 und auf der Tribüne wurde gerätselt, ob es mit den Treffern im Minutentakt so weitergehen würde. Simon Hennig irritierte in der Abwehrspitze immer wieder seine Gegenspieler, der Mittelblock stand sicher und wenn die überforderten Schweriner dann doch mal den Weg zum Tor fanden, fischte ihnen Rasmus Fries einen Ball nach dem anderen weg. Der SG Express rollte immer wieder auf das Schweriner Tor zu und ein ums andere Mal wurde sicher verwandelt. Durch viele gelungene Aktionen konnten die Zollinger-Schützlinge ihren Vorsprung immer weiter ausbauen und hatten sich zur Pause ein mehr als beruhigendes 27:10 herausgespielt.
Auch in der zweiten Hälfte zog die SG ein beeindruckendes Tempospiel auf und kam so immer wieder zu leichten Toren. Das intensive Konditionstraining hat sich hierbei sichtlich bezahlt gemacht. Insbesondere das Laufpensum von Perspektivspieler Leif Klang war beachtlich – auch wenn er seinem kleinen Bruder Finn treffertechnisch „nicht ganz" nacheifern konnte, seine drei Tore waren alle sehr sehenswert. Ein weiterer Perspektivspieler machte diese Partie jedoch zu SEINER Partie: Jan Torben „JT" Ehlers, der wie Leif nach ca. 20 Minuten ins Spiel kam, stahl mit seinen 13 Treffern allen anderen Akteuren die Schau. Großartig, wie er sich immer wieder in die Höhe schraubte und abzog oder in eins-gegen-eins-Situationen durchsetzte. Dies war sicher nicht sein letztes Spiel in der A1. Aber auch Niels Uwe Hansen erzielte nahezu Tore am Fließband und lieferte eine tolle Leistung ab. Auch in diesem Spiel wurde trotz deutlicher Führung nicht das Tempo reduziert, sondern voll durchgezogen. Am Ende stand es 54:17 – mit den Toren im Minutentakt hatte es also nicht ganz geklappt, trotzdem gab es für die Jungs natürlich Standing Ovations von Eltern und Fans.
Am kommenden Wochenende geht es als Spitzenreiter nach Kiel und in der dortigen Helmut-Wriedt-Halle gegen den derzeitigen Tabellenzweiten. Viel Erfolg bei der Zebra-Jagd, Jungs!
[Astrid]