A-Jugend-Meisterrunde – Da geht noch was!

Am Freitagabend traten unsere Nachwuchshandballer in der Wikinghalle gegen den VfL Potsdam zu einem vorentscheidenden Spiel in der A-Jugend-Meisterrunde an. Mit einer Niederlage wäre für die Jungs von Sascha Zollinger der Traum vom Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ausgeträumt gewesen und so fanden sich selbstverständlich einige Wikinger ein, um die Mannschaft lautstark zu unterstützen.

 

Entsprechend der Bedeutung der Partie begann man die Partie reichlich nervös. Arseniy Buschmann erzielte zwar von der ungewohnten Kreisposition den ersten Treffer der Partie. Doch trugen weder dieser noch die folgenden Treffer von Marc Blockus und Max Lipp zur Beruhigung bei. Vorne schloss man zu hektisch ab und hinten hatte die Abwehr oft ungewohnte Löcher. Die Potsdamer nutzten diese Unsicherheiten aus und gingen ihrerseits mit 6:4 in Führung. Morten Dibbert spielte nun am Kreis und verwandelte nach mustergültigem Anspiel von Max zum 5:6. Nachdem Max den Ausgleich erzielt hatte, kamen die Minuten des Simon Hennig. Gleich fünfmal in Folge netzte der SG-Linksaußen ein. Sowohl aus spitzem Winkel als auch per Gegenstoß, nach einer glänzenden Parade von Paul Weidner, war er erfolgreich. Grandios. Die SG führte hierdurch nach 15 Minuten mit 11:10. Max erhöhte und kurz darauf tunnelte Marc frech den Postdamer Torwart zum 13:11. Marc war es auch der im folgenden Schnellangriff den am Kreis völlig frei stehenden Simon bediente, der eiskalt verwandelte. In der 23. Minute traf Phillip Hinrichs zum 16.13. In der folgenden Spielminute wurde er in großer Bedrängnis von Morten angespielt und erzielte mit links den nächsten Treffer. Die Zollinger-Sieben begann nun fast zu zaubern: Kempa von Max auf Simon – Tor, 18:14! Paul zeichnete sich mit einer erneuten Glanztat aus, bevor er bei einem 7m zum Glück den Kopf aus der Schussbahn nahm... Der Halbzeitstand von 19:16 wurde von Simon per fair verwandeltem 7m erzielt.

 

Nicht nur bei der Mannschaft sondern auch auf der Tribüne wurde durch geschnauft. War doch allen bewusst, dass die Potsdamer das Spiel noch lange nicht verloren geben würden. Zudem konnte man in der ersten Halbzeit erkennen, dass die Mannschaft durch die Vielfachbelastungen der letzten Wochen einfach nicht so eingespielt war, wie der Gegner. Trotz dieses Handicaps machten die Jungs ihre Sache hervorragend.

 

Entschlossen betrat die SG das Spielfeld und mit einem Kracher eröffnete Max die zweite Hälfte. In der Folge agierte man im Angriff jedoch erneut zu hastig und produzierte unnötige Fehler, die den Potsdamern nach 33 Minuten den Anschlusstreffer zum 19:20 ermöglichten. Simon bewahrte am 7m-Strich die Nerven und verlud den Torhüter. Da die Abwehr nun unnötig große Lücken aufwies, konnte der VfL jedoch nach 35 Minuten zum 21:21 ausgleichen. In der Folgezeit bewies die Zollinger-Truppe Moral und stemmte sich mit allen Kräften gegen das Kippen der Partie. Paul parierte glänzend, passte auf Simon und der sah den enteilten Fabian Wünsch, welcher zum 22:21 vollendete. Morten, der über weite Strecken der Partie an den Kreis beordert wurde , dort unermüdliche rackerte und sich ein Sonderlob verdiente, erzielte das 23:22 aus dem rechten Rückraum. Leider verloren die Schiris, die zuvor souverän agiert hatten, in dieser Phase ein wenig das Augenmaß und zogen sich den Unmut der Flensburger Anhänger zu. Simon Hennig verletzte sich nun im Angriff und musste den Rest der Partie von der Seitenlinie verfolgen. Gute Besserung! Seine Mannschaftskollegen gaben weiter Gas und Max rettete mit vollem Körpereinsatz einen Ball an der Seitenlinie. Trotz des großen Kampfes spielten die Nerven unseren Youngstern immer wieder einen Streich und so konnte Potsdam erneut ausgleichen. Allerdings war das 23:23 nach 43 Minuten auch das letzte Unentschieden in dieser Partie. Als der Potsdamer Linksaußen beim Stand von 24:23 Paul mit einem Wurf ins Gesicht zu Boden streckte, schien dies die entscheidende Initialzündung für unsere Jungs gewesen zu sein. Zwar gab es weiter Fehler auf beiden Seiten, doch setzte sich die SG dank Treffern von Arseniy per Konter, Max aus dem Rückraum und Niels Uwe Hansen vom Kreis langsam aber stetig vom Gegner ab. Das 27:23 nach 50 Minuten beruhigte die Nerven zumindest ein wenig. Den 7m zum 28:25 setzte Morten mit gefühlten 120 km/h ins rechte obere Toreck und obwohl Potsdam im Anschluss nochmals verkürzen konnte – die SG war auf die Siegerstraße eingebogen. Den 30. Treffer erzielte Marc mit einem humorlosen Hammer und Morten legte – erneut per 7m – nach. Die Potsdamer setzten nun alles auf eine Karte und agierten mit einer offenen Manndeckung, doch nutzte dies nichts mehr. Philipp Meyer lief sich frei und traf, bevor Marc mit dem 33:29 den Schlusspunkt setzte.

 

Es war eine kampfbetonte Partie, in der die spielerischen Momente vielleicht ein wenig zu kurz kamen. In Anbetracht dessen, was für unsere Jungs auf dem Spiel stand ist dies aber mehr als entschuldbar.

Bereits am Sonntag geht es für Sascha und seine Jungs mit dem Heimspiel gegen den HSV Insel Usedom um 13 Uhr in der Wikinghalle weiter. Auch in diesem Spiel muss ein Sieg her, wenn das Viertelfinale erreicht werden soll. Damit dies gelingt, werden selbstverständlich Wikinger zur Unterstützung dabei sein. :-)



[Astrid]