Die Finninator-Show

Am vergangenen Sonntag (08.11.2009) trat die mJC der SG endlich einmal wieder zu einem Heimspiel in der Fördehalle an. Gegner war die Mannschaft der HSG SZOWW. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Handballspiel-gemeinschaft SZ Ohrstedt / TSV Ostenfeld/Wittbek/Winnert. So eindrucksvoll der Name ist – so schwach präsentierte sich die Mannschaft, die bislang zwei Siege in der laufenden Saison verbuchen konnte. Heute stand jedoch bereits kurz nach Spielbeginn fest, wer die Platte als Sieger verlassen würde...

 

SG-Trainer Klaus Gärtner nutzte das Spiel, um den Spielern aus der zweiten Reihe viele Einsatzzeiten zu gewähren. So begannen zum Beispiel mit Lennard Danielsen und Janos Steidtmann zwei Spieler, die in der letzten Woche in Kiel nicht zum Zuge gekommen waren. Auch ohne den erkrankten Marten Clausen erspielte sich die Gärtner-Truppe nach einem holprigen Start schnell einen komfortablen Vorsprung, zu dem fast alle Feldspieler mit Torerfolgen beitrugen. Einer stach in diesem Spiel allerdings heraus: Finn „Finninator" Klang wurde seinem Goalgetter-Ruf gerecht und erzielte satte 17 Tore. Eine tolle Leistung! Neben ihm verdiente sich Mattes Paulsen ein Sonderlob, da er in der Abwehr beherzt zu Werke ging und vorne seine Chancen konsequent nutzte. In der Abwehr wurden alle möglichen Formationen durchprobiert – inklusive einer 0:6-Variante. Auch wenn Klaus Gärtner in der ersten Halbzeit nicht zufrieden wirkte und sich so manches Mal die Haare raufte, stand zur Pause ein 21:9 für die SG auf der Anzeigetafel.

 

Im Gegensatz zu den Großen am Vortag in der Campushalle ließen die Fruchtzwerge den Gegner nach dem Wiederbeginn nicht mehr ins Spiel kommen. Die Abwehr, die wieder einmal prima von Stefan Wilhelm organisiert wurde, stand nun gut und vorne schloss man immer wieder schnell erfolgreich ab. Auf der Tribüne kam hierüber (nur spaßeshalber) Unmut auf: Aufgrund der rasant vorgetragenen SG-Angriffe war es oft nicht möglich, einen Rhythmus von Anfang bis Ende durch zu trommeln. Es gibt aber wahrlich Schlimmeres. ;-)

Leon Witte zeigte bei einem Gegenstoß eine nahezu artistische Ballbehandlung und großen Kampfgeist, als er sich trotz Bedrängnis durch zwei Gegenspieler durchsetzen konnte. Thore Jöhnck ärgerte sich trotz der hohen Führung über einen Wurf, der durch das Außennetz seinen Weg ins Tor gefunden hatte – und als regulärer Treffer gewertet wurde. Beide Szenen zeigten exemplarisch, dass die Gärtner-Schützlinge die Konzentration bis zum Ende hoch hielten und dadurch der HSG keine Chance ließen.

Am Ende konnte man mit dem gegnerischen Torwart Mitleid bekommen – insgesamt 49-mal musste er in diesem Spiel hinter sich greifen, während es seine Mannschaftskollegen nur 17-mal schafften, den Ball an Lennard und Thore vorbei zu bringen. Auch wenn die magische 50 knapp verfehlt wurde, konnte man im Lager der SG-Youngster zufrieden sein. So sah man nach dem Abpfiff auch viele strahlende Gesichter, eine – im 2. Anlauf – sehr schöne La Ola und 14 Wikinger, die ihr Kommen nicht bereut hatten.

 

Am nächsten Wochenende geht es zur HSG Kremperheide/Münsterdorf – eine der zwei Mannschaften, gegen die die HSG SZOWW gewonnen hat... Auf geht's, Jungs!



[Astrid]