David unterliegt Goliath nach großem Kampf
Vor einer großen Kulisse, u. a. hatten neben zahlreichen Wikingern auch die A- und B-Jugend der SG den Weg in die Fördehalle gefunden, stieg das Spitzenspiel zwischen der Mannschaft von Klaus Gärtner und dem Topfavoriten aus Stockelsdorf.
Leider wurden die Jungs aus Stodo ihrer Favoritenrolle gleich am Anfang gerecht und nutzten die Nervosität sowie die daraus resultierenden Fehler der SG-Youngster gnadenlos aus. Schnell lagen die Gastgeber mit 1:4 zurück und manch einer befürchtete bereits ein Debakel. Doch nach und nach kamen die Flensburger besser ins Spiel und setzten sich immer wieder gekonnt in Szene. Während die Gäste vor allem mit Kraft und Einzelleistungen agierten, konnten die Jungs aus der Fördestadt ein ums andere Mal mit flüssigem Kombinationsspiel glänzen. Nach dem 9:9 Ausgleich rieb man sich kurz darauf in beiden Lagern verwundert die Augen – setzten sich die Fruchtzwerge doch sogar auf 12:9 ab. Sollte David vielleicht doch... Leider handelten sich die Jungs von Klaus Gärtner in dieser Phase eine Zeitstrafe ein, die die Stockelsdorfer zum Ausgleich nutzen konnten. Mit einem 13:13 ging es in die Kabinen. Auf der Tribüne stärkte man sich, um auch in der der zweiten Hälfte die nötige Unterstützung leisten zu können.
Auch nach Wiederbeginn zeigten die Gärtner-Schützlinge ein prima Spiel und konnten die ATSVler im Angriff immer wieder mit schönen Spielzügen überraschen. In der Abwehr wurde unermüdlich gerackert und um jeden Ball gekämpft. Eine großartihe Leistung aller Spieler! Fast ständig lag man in Führung, konnte diese aber nicht entscheidend ausbauen. Insbesondere in der Schlussphase raufte man sich auf Bank und Tribüne die Haare – ein ums andere Mal wurde die Chance zur 2-Tore-Führung vergeben. Dies sollte sich schlussendlich rächen, als die Stockelsdorfer einen 24:25 Rückstand in eine 27:25 Führung wandelten. Doch die SG-Youngster ließen sich nicht entmutigen und kämpften weiter. Dass gegen die körperlich deutlich überlegenen Jungs aus der Lübecker Randgemeinde am Ende eine 26:27 Niederlage auf der Anzeigetafel stand, schmerzte nur kurz. Wie man in den Reihen der Wikinger nach Spielschluss treffend bemerkte: "Den schöneren Handball haben unsere Jungs geboten." Und so hatten sich die Fruchtzwerge die Standing Ovations ihrer Fans auch redlich verdient.
Nun gilt es in den kommenden Spielen die Vizemeisterschaft zu sichern. Sicherlich ein realistisches Ziel – viel Erfolg dabei, Jungs!
[Astrid]