Gala-Auftritt der C1 gegen Tungendorf

Am Sonntag stand für die C-Jugend das mit Spannung erwartete Spiel gegen den SV Tungendorf auf dem Programm. Die Marschroute hatte Trainer Klaus Gärtner schon einige Tage zuvor ausgegeben: „Ich habe in 2 ½ Jahren kein Heimspiel verloren. Damit fange ich gegen Tungendorf nicht an!" Da im Vorfeld von einer engen Partie ausgegangen wurde, hatten sich mehrere Wikinger in die Fördehalle begeben, um die SG lautstark zu unterstützen. Die meisten von ihnen sahen bei dieser Gelegenheit ihr erstes C-Jugendspiel und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Die Wikinger waren es auch, die „Kampfrichter" Leif Klang für das Basteln der Time-Out Karten mit Material und Schere versorgten. ;-)

 

Gegen den selbsternannten Meisterschaftsfavoriten aus Neumünster erwartete man auf Seiten der SG ein spannendes Spiel, auch wenn man wusste, dass man einen „Backe-Vorteil" hatte: Die Tungendorfer trainieren – im Gegensatz zur SG und vielen weiteren Mannschaften der C-Jugend-Oberliga – ohne Harz.

 

Gleich zu Beginn des Spiels legten unsere Jungs los wie Feuerwehr, die Abwehr stand – von außen durch Sascha Zollinger dirigiert – sicher und vorne wurde ein Ball nach dem nächsten versenkt. Nach wenigen Minuten stand es 8:2 und auf der Tribüne rieb man sich verwundert die Augen. Das war der Tabellenführer? Trotz der deutlichen Führung wurde auf dem Spielfeld und der Tribüne weiter Gas gegeben. Stefan Wilhelm organisierte großartig die Abwehr und vorne traf Finn „Finninator" Klang nach Belieben. Beim 20:5 rief Klaus Gärtner seinen Jungs ein verhalten optimistisches „Jetzt können wir das Spiel entscheiden!" zu. Eine Äußerung, die auf der Tribüne für Erheiterung sorgte, machte sich dort doch niemand mehr Sorgen um den Spielausgang. Zur Pause stand es 22:5 und die SG-Spieler wurden mit Applaus in die Kabine geschickt.

 

Beim Pausengespräch mit Kaffee und Kuchen hörte man immer wieder begeisterte Äußerungen über das Tempospiel und die Abwehrarbeit der SG. Es lag nicht nur an der Backe dass Tungendorf so überrannt wurde... Vielmehr war eine gut eingestellte und hoch motivierte SG „Schuld" an dem Zwischenstand.

 

Die 2. Halbzeit ließen die Gärtner-Jungs etwas ruhiger angehen, die Tungendorfer konnten den Abstand sogar ein wenig verkürzen. Auf Außen gab es nun die Philipp-Flügelzange (Asmussen und Jürgensen) zu sehen. Klaus Gärtner wechselte kräftig durch , so dass alle Spieler am Ende ihre Einsatzzeiten bekommen und ihren Teil beigetragen hatten. Ein herausragendes Spiel machte Nick Witte, der sich immer wieder durchtankte und auch von der teilweise ruppigen Gangart der Tungendorfer nicht schrecken ließ. Die Ansage seines Trainers vor dem Spiel, auch dorthin zu gehen, wo es weh tut, hat er vorbildlich umgesetzt.

In den letzten Minuten stellten die Tungendorfer das Handball spielen nahezu komplett ein, so dass diese mit 10:1 an die SG gingen. Leon Witte kassierte kurz vor dem Ende seine dritte Zeitstrafe, dies hatte aber keine Auswirkungen mehr. Am Ende gab es stehende Ovationen der SG-Fans für die Nachwuchsspieler und eine La Ola der Mannschaft für die Fans. 35:13 stand an der Anzeigentafel – wer hätte das im Vorfeld gedacht?

 

„Wenn das der Angstgegner war – wozu sollen wir dann im Rest der Saison überhaupt noch kommen?" - wurde sich bei den Wikingern gefragt. Nun, liebe Mary, zum einen um guten Jugendhandball zu sehen und zum anderen, um Klaus und seine Fruchtzwerge erneut zu unterstützen. Sie würden sich sehr darüber freuen. :-)

 

[Astrid]