Unter den Augen von Carlén und Vranjes zum Erfolg - die B1

Schon während des C-Jugendspiels war Prominenz in der Halle – Per Carlén hatte sich die Fruchtzwerge angesehen und blieb auch zur Oberliga-Partie der mJB1 gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf. Dieses Spiel sah sich zudem Ljubomir Vranjes an. Schön, dass die beiden der Jugend ihre Aufwartung machten. Genauso schön aber auch, dass einige Spieler der Zweiten in der Halle waren – an dieser Stelle Glückwunsch zum Punktgewinn gegen die Handballfreunde Springe. Schade, dass sich die Partie mit dem Auftritt der Bundesligamannschaft in Hannover überschnitt und daher kein Wikinger in Handewitt war. (Allgemein ist Euer Spielplan eher doof, Jungs. Aber irgendwie bekommen wir das schon hin mit der angeforderten Unterstützung...)

 

Die SG-Jungs zeigten von Beginn an kein Erbarmen mit ihren Gästen: Kim Petersen vom Kreis, Robin Schäfer per Gegenstoß, Lukas Blohme von Rechtsaußen, Simon Freitag per Gegenstoß, dreimal Lukas per Gegenstoß, dazu einige Paraden von Christopher „Chrosch" Rudeck und das 7:0 nach 5:59 Minuten war perfekt. Der Trainer der HSG warf den Rettungsanker – die Time Out Karte. Was auch immer er seinen Spielern in der folgenden Minute gesagt haben mag, gebracht hat es nichts. Per Oke Kohnagel führte wieder einmal klug Regie und setzte Kim am Kreis schön in Szene. Simon zeigte beim 10:0 ebenso wenig Mitleid, wie beim anschließenden gemeinsamen Block mit Kim gegen einen Wurfversuch des Gegners. Im Fanblock fragte man sich bereits zu diesem Zeitpunkt, ob es bei null Gegentoren bleiben würde und eine etwas vorwitzige Wikingerin versprach eine Runde für die Halle, wenn es denn so kommen sollte. Derweil hatten die Jungs von Klaus Gärtner das hohe Tempo beibehalten und durch einige schöne Aktionen sowie Kristoffer „Krissi" Hennig auf 15:0 erhöht. Chrosch quittierte mittlerweile jeden gehaltenen Ball mit einem Grinsen und schickte seine Mitspieler mit langen Bällen in Richtung des gegenüberliegenden Tores. Robin und sein Kollege Norman Louwers nutzten diese Chancen eiskalt aus. Per Oke erkämpfte sich nun den Ball und marschierte übers Feld, wurde jedoch beim Wurf gefoult. Den fälligen 7m verwandelte er – mit der Rückennummer 18 – selbst zum 18:0. Wenn dann doch mal ein guter Ball durch die Abwehr ging, war Chrosch hellwach, aber auch Simon gab alles – blockte sogar (unfreiwillig) mit dem Kopf. Nur gut, dass er im Anschluss weiterspielen konnte. Trotz der deutlichen Führung sorgten unnötige Ballverluste für Ärger bei Klaus Gärtner, der von seinen Jungs nun „klare Aktionen" forderte. Bevor es dazu kam, konnte aber zunächst auf der Tribüne durchgeatmet werden – nach 20 Minuten erzielte die HSG das 1:19 aus ihrer Sicht. Danke! ;-) Der mittlerweile eingewechselte Pelle Schilling ließ sich nicht lange bitten und erhöhte auf 20:1. Die beiden nächsten Treffer gingen auf Normans Konto, der sowohl von Krissi (in höchster Bedrängnis) als auch von Per Oke mustergültig bedient wurde. Danish Dynamite Pelle sorgte mit ebenfalls zwei Treffern für das Pausenergebnis von 25:1. Ja, eine Vorentscheidung war in dieser Partie definitiv gefallen.

 

Mit einem Pass, exakt in den Lauf von Lukas, eröffnete Chrosch die zweite Halbzeit – und Lukas erhöhte auf 26:1. Das Ganze haben sie im Anschluss wiederholt, bevor Geburtstagskind Niels-Jonas Simons mit seinem zweiten Treffer auf 28:1 erhöhte. Per 7m konnte die HSG nunmehr ihren zweiten Treffer erzielen – ob der im Ernstfall auch drin gewesen wäre? Der Gästetorwart zeigte nun einige gute Paraden, die er lautstark bejubelte, bevor Kim ihn mit einem Doppelschlag auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Nach dem 33:2 in der 35. Spielminute stellte die SG auf eine Manndeckung um, was mehrere Gegenstöße und im Endeffekt das 37:2 zur Folge hatte. Erneut versuchte der HSG-Trainer seine Jungs mittels Auszeit neu einzustellen – vergebens. Chrosch schnell auf Per, der weiter auf Thies Petersen, der mustergültig von Linksaußen auf Kim am Kreis – 38:2. Lukas erhöhte durch zwei Gegenstöße, bevor er beim dritten nur zu Lasten eines 7m gestoppt werden konnte. Krissi trat an und verwandelte sicher. Nach einer Viertelstunde im zweiten Abschnitt räumte Chrosch das Tor und Lennard Danielsen, etatmäßiger Torwart der mJC1, betrat das Feld. Pelle bewies Durchschlagskraft, als er aus dem linken Rückraum zum 43:4 traf. Justin Brand-Heuer spielte einen schönen Pass auf Niels-Jonas und der vollendete aus dem rechten Rückraum zum 46:5. Lennard parierte stark und auf der Gegenseite traf Krissi vom Kreis. Thies Petersen trug sich auch noch auf die Schnelle in die Torschützenliste ein – und das gleich mit einem Hattrick. Muss man für den 50. Treffer eigentlich etwas ausgeben? ;-) Ein schöner Doppelpass zwischen Norman und Pelle wurde durch Norman mit dem 51:6 abgeschlossen. Am Ende hieß es 51:7, auf dem Spielfeld wurde kurz gejubelt und auf der Tribüne war man froh, dass das ewige Fahneschwenken endlich ein Ende hatte. Im Ernst: ein schönes und schnelles Spiel der SG gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner, der sich am Ende vermutlich selbst fragte, wie er eigentlich in die Oberliga gekommen ist.

 

Für Niels-Jonas endete die Partie nicht so angenehm, denn beim Verlassen des Spielfelds bekam er vom Fanblock noch sein Geburtstagsständchen präsentiert – nicht schön, aber selten. ;-) Abschließend bleibt festzuhalten, dass einzig Pelle von Anfang bis Ende der Partie ordnungsgemäß gekleidet war. Aber wer bei Kolding IF das Trikot mit der Nummer 8 getragen hat, hat da auch ein gutes Vorbild...



[Astrid]