Erfolgreicher Start in die Rückrunde der NOHV-Meisterschaft

Die Rückrunde der NOHV-Meisterschaft am 14./15.Mai 2011 begann mit der Topbegegnung zwischen der SG Spandau/Füchse Berlin und der gastgebenden SG Flensburg-Handewitt. Im Hinspiel hatten sich die Flensburger zu viele Fehler erlaubt und am Ende recht deutlich 15:21. verloren. Da die Füchse jedoch im Anschluss gegen den VfL Postdam nur unentschieden gespielt hatten, während die SG die restlichen drei Partien gewonnen hatte, war klar: würde die SG alle vier Spiele in der Fördehalle gewinnen, wäre ihr der Titel des Nordostdeutschen Meisters nicht zu nehmen. Entsprechend heiß waren die Jungs von Klaus Gärtner auf die Revanche gegen die Hauptstädter.

 

Hallensprecher Nick Witte von der B2 begrüßte Spieler und Zuschauer der fünf teilnehmenden Mannschaften SG Spandau/Füchse Berlin, VfL Potsdam, HC Empor Rostock, HSV Handball sowie SG Flensburg-Handewitt und dann ging es auch schon los.

Und wie es los ging... Bereits nach wenigen Sekunden traf Simon Freitag und Lukas Blohme erhöhte kurz darauf auf 2:0. Berlin wirkte in dieser Anfangsphase sehr nervös und produzierte einige Fehler. Einen hiervon nutzte Per Oke Kohnagel zu einem langen Pass auf Lukas, welcher auf Robin Schäfer ablegte, was dieser zum 3:0 nach drei Minuten nutzte. Christopher „Chrosch" Rudeck zeichnete sich durch eine sehenswerte Parade aus und auf der Tribüne feuerte das Juniorteam lautstark die Vereinskollegen an. Eine tolle Geste und mal wieder ein Beweis für den Zusammenhalt innerhalb des SG-Nachwuchsbereichs. Daniel Finkenstein nutzte seine Erfahrung als Trommler der Damen des TSV Nord Harrislee und fügte sich problemlos ins Trommlerteam ein. Selbst „5 links" meisterte er auf Anhieb – Respekt! Auf der Platte tanzte Simon seinen Gegenspieler aus, der erst bemerkte, dass Simon an ihm vorbei war, als dieser bereits zum 5:1 nach vier Minuten versenkt hatte. Der Berliner Trainer hatte genug gesehen und nahm eine Auszeit. Zwar konnten die Füchse in der Folge dreimal treffen, doch hielt Norman Louwers den 4-Tore-Vorsprung dank eines Hattrricks konstant – 8:4 nach sieben Minuten. Nach neun Minuten in der ersten Hälfte begann die Pelle Schilling Show. Das 9:6, das 10:6 (nach extrem rüder Attacke des Gegners), das 11:6, das 13:8 (Ball selbst erspitzelt und von Per mit einem langen Ball bedient), das 14:9 sowie das 15:9 gingen auf das Konto des sympathischen Koldingers. Bare fedt! Nur Kim Petersen hatte sich nach einem schönen Tipppass von Per beim 12:8 nach 15 Minuten dazwischen gemogelt. Die Berliner konnten ihrerseits noch zweimal treffen und so ging es mit einem 15:11 in die Kabinen.

 

Nach der Pause gab es einen Wechsel an der 3. Trommel. Simon Hennig wollte sich auch gern einmal probieren und Daniel wechselte ins Lager der Fahnenschwenker. Dort befand er sich in guter Gesellschaft mit u. a.Max Lipp, Marc Blockus und Wikinger Sven.

Die SG Youngster begannen erneut mit hohem Tempo, Robin sah den frei stehenden Lukas, der zum 16:12 einnetzte. Bei den Berlinern lagen die Nerven so langsam ein wenig blank, was Simon bei einem Schlag ins Gesicht schmerzhaft zu spüren bekam. Eine zwei Minuten-Strafe war die logische Folge, sorgten beim Füchse Spieler jedoch für Unverständnis. Lukas setzte sich in den nächsten Minuten zweimal schön auf Rechtsaußen durch – 18:13. Nun durfte auch Danish Dynamite Pelle wieder mitspielen und traf prompt zum 19:14 nach 26 Minuten. Chrosch parierte gegen den freien Berliner Rechtsaußen und wurde von den Fans, unter denen sich auch Oscar Carlén und Ljubomir Vranjes befanden, zurecht gefeiert. Per verwandelte einen an Norman verursachten 7m sicher zum 20:14, bevor Chrosch erneut zur Stelle war. Mit einem sensationellen Pass von der linken Rückraumposition auf die Rechtsaußenposition bediente Simon Lukas, der sich die Chance zum 21:14 nach 30 Minuten nicht nehmen ließ. Chrosch parierte überragend gegen den frei stehenden Berliner Kreisläufer – langsam aber sicher waren die Berliner am Ende ihres Lateins angekommen. Auf der Tribüne gab es daher auch keine Zweifel mehr, wer dieses Spiel gewinnen würde´, zu sicher und abgeklärt agierten die Gärtner-Schützlinge. Pelle tankte sich zum 22:16 durch und der Berliner Trainer versuchte sein Glück erneut mit einer Auszeit. Allerdings scheiterte der nächste Berliner Angriff an einem Monsterblock von Norman und Niels Jonas. Die Füchse Abwehr agierte nun extrem offensiv , dies nützte aber auch nichts. Norman und Pelle narrten den Gegner per Doppelpass, den Pelle per Schlagwurf zum 23:17 nach 34 Minuten abschloss. Erneute glänzte Chrosch im Tor, bevor Pelle auf 24:17 erhöhte. Berlin konterte jetzt mit zwei schnellen Treffern, so dass Klaus Gärtner sich gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen, um seine Jungs neu einzustellen. Peller, Per und Simon erfreuten sich im Angriff nun einer Manndeckung, wodurch sich die SG kurzfristig irritieren ließ. Doch da war ja noch Chrosch, der auf der Gegenseite zwei weitere schwere Bälle abwehren konnte. Einer der SG-Torschützen aus der Anfangsphase der Partie setzte auch den Schlusspunkt für seine Mannschaft: Lukas traf 30 Sekunden vor Schluss zum 25:21. Nach dem Schlusspfiff durch den (rein optisch betrachtet) kleineren Bruder von Volker Zerbe und seinem Kollegen hieß es 25:22 für die SG: Ein Ergebnis das von Mannschaft und Fans ausgiebig sowie ausgelassen bejubelt wurde. Der größte Brocken auf dem Weg zur NOHV-Meisterschaft war aus dem Weg geräumt. Nun galt es, zu regenerieren und die Konzentration auf das später anstehende Duell mit dem VfL Potsdam zu richten. Die Zuschauer strömten derweil an den toll organisierten und sehr gut bestückten Verkaufstresen, um sich zu stärken.

Nach zwei eher minder spannenden Spielen der anderen Mannschaften, galt es für die SG-Jungs in der Partie gegen den VfL Potsdam, die gegen die Füchse erarbeitete Ausgangslage zu verteidigen.

Hiernach sah es zu Beginn jedoch nicht aus, da man schnell mit 0:2 zurück lag. Doch dann fasste sich Niels Jonas Simons ein Herz und verkürzte nach drei Minuten auf 1:2. Nach weiteren drei Spielminuten konnte Per Oke Kohnagel nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden, den Simon Freitag souverän zum 2:3 in die Potsdamer Maschen setzte. Da das Juniorteam aufgrund der eigenen Partie am frühen Abend nicht anwesend war, übernahm Nachwuchstrommlerin Stine die 3. Trommel sowie eine Fahne und machte ihre Sache hervorragend. Die Flensburger Abwehr offenbarte in dieser Anfangsphase noch einige Abstimmungsschwierig-keiten, während die Potsdamer sehr kompakt standen und unseren Jungs das Angriffsleben schwer machten. Doch ließen sich die Gärtner-Schützlinge zum Glück nicht entmutigen. Per sah Simon auf Linksaußen und der verwandelte sicher zum 4:4. Chrosch parierte stark und vorn traf Niels Jonas nach neun Minuten zur ersten Flensburger Führung. Der Knoten schien so langsam aufzugehen... Erneut war nun Chrosch zur Stelle und Niels Jonas erzielte auch die nächsten beiden SG-Treffer. Kein Wunder, dass sich der Potsdamer Trainer nach dem 7:4 in der 12. Minute genötigt sah, eine Auszeit zu nehmen. Diese nützte jedoch zunächst einmal nichts, da der nächste Potsdamer Angriff in einem super Block von Kristoffer „Krissi" Hennig endete. Vorn unterliefen den Fördestädtern nun leider ein paar Fehler zuviel, doch konnte Chrosch einen Kracher aus dem rechten Rückraum abwehren. Kaum wurde er von Klaus Gärtner aufs Feld gelassen, traf Pelle Schilling zum 8:5 nach 16 Minuten. Kurz darauf erspitzelte Krissi in der Abwehr geschickt den Ball, doch der anschließende SG-Treffer zählte nicht, da der mitgelaufene Schiri mehr gesehen hatte (Kreiseintritt) als der Rest der Halle. Ein kurz danach durch einen Potsdamer begangenes Stürmerfoul, das alle in der Halle gesehen hatten, übersah er jedoch geflissentlich. Ärgerlich! Eine halbe Minute vor dem Pausenpfiff traf Marc Runow zum 9:7, doch konnte Potsdam noch auf 9:8 verkürzen.

 

Auf der SG-Tribüne sah man in der Pause viele unsichere Gesichter. Sollte Potsdam zum Stolperstein und womöglich lachenden Dritten werden?

Derweil muss Klaus Gärtner in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Spieler machten gleich nach Wiederbeginn entschlossen Tempo. Krissi nutzte einen Abpraller zum 10:8 und Kim Petersen ließ sich auch durch einen heftigen Griff in den Wurfarm nicht vom 11:9 nach 24 Minuten abhalten. Wenig später vergrößerte Robin Schäfer beim 12:9 den Abstand – unverständlich, dass die Schiris es nicht ein einziges Mal ahndeten, dass sein Gegenspieler ihn ein ums andere Mal über die Klinge springen ließ... Wie so oft in dieser Saison glänzte Per auch in dieser Partie als Anspieler; nach 25 Minuten war es Krissi der hiervon profitierte und das 13:10 erzielte. Auch das 14:11 ging auf Krissis Konto – ein wirklich sehenswerter Treffer. Potsdam streckte allerdings noch nicht die Waffen und blieb stattdessen auf Tuchfühlung. Auf der Tribüne wurde mitgefiebert und am Kreis setzte sich Kim mit einer Energieleistung zum 15:12 nach 28 Minuten durch. Wie zuvor Krissi traf auch Kim im Doppelpack: Per hatte ihn beim 16:13 schön in Szene gesetzt. Auch die beiden Nachwuchsfans Milan und Mika hatten sich zu diesem Spiel im Fanblock eingefunden und unterstützten das Team nach Kräften. Chrosch parierte stark und Niels Jonas schloss den anschließenden Konter zum 17:13 ab. Wie bereits in Hälfte eins galt auch jetzt: Pelle kam, sah und traf – es war das 18:14 nach 30 Minuten. Im SG-Lager entspannte man sich ein wenig, da die Zeichen langsam aber sicher auf einen Sieg der Gastgeber hindeuteten. Per schnappte sich nun in der Abwehr den Ball und vollendete den Konter höchstpersönlich zum 19:14. Chrosch zeigte eine starke Fußabwehr und glänzte kurz darauf erneut mit einer sehenswerten Parade. Pelle sah Norman am Kreis und der ließ sich das 20:14 nach 34 Minuten nicht entgehen. Auf der Gegenseite der Tribüne hatte man offenbar die Hoffnung nahezu aufgegeben: lediglich die Berliner Trommlerin unterstützte noch die Potsdamer Mannschaft, die eigene hatte ihre Arbeit mittlerweile eingestellt. Wie bereits zuvor schon die Füchse, versuchten es nun auch die Potsdamer mit einer 3-fachen Manndeckung, doch ließen sich die SG-Youngster hiervon nicht ernsthaft verunsichern. Nach 35 Minuten schritt Krissi zum 7m Strich und ein Wurf wie ein Strich rauschte zum 21:15 in die Maschen. Beeindruckende Geschwindigkeit! Wenig später bewies Krissi, dass er es auch aus dem Rückraum kann – 22:15. Die letzten beiden Treffer der Partie gingen auf das Konto von Justin Heuer, der sich zunächst mit einer feinen Einzelleistung durchsetzte und anschließend von Krissi mit einem langen Ball auf die Reise geschickt wurde. Das 24:17 wurde von Mannschaft und Fans ausgiebig bejubelt und auch die obligatorische Welle fehlte nicht. Die strahlenden Gesichter auf der Platte sprachen Bände: Morgen noch zweimal gewinnen und wir sind NOHV-Meister!

 

Natürlich werden auch zu diesen Spielen wieder Wikinger vor Ort sein, um diese tolle Mannschaft lautstark zu unterstützen.

 

[Astrid]