Unbeirrt auf dem Weg zum verlustpunktfreien Staffelsieg oder Ich bin wieder hier…
Auch die B2 war am vergangenen Wochenende im Einsatz, am Sonntag, 27.03.2011, hieß der Gegner in der altehrwürdigen Duburghalle HKUF Harrislee. Neben vielen Eltern hatte sich auch eine stattliche Anzahl Wikinger mit Fahnen und Trommel eingefunden und das nicht ohne Grund: Nach fast zehn Monaten Spielpause inkl. Rücken-OP sowie 18 Wochen Korsett und viel Physiotherapie bei Jana Kräber gab Wikinger Thore Jöhnck sein Comeback. Ein erfolgreiches, wie man konstatieren kann und so waren sich am Ende alle SG-Zuschauer einig: Schön, ihn endlich wieder in seinem Revier zu sehen! Die beiden Wikingerinnen Bethina und Marina hatten sogar ein „Comeback-Plakat" dabei, das dem Rückkehrer nach Spielende feierlich überreicht wurde. Zudem gab es ein Beutler-Glücksbringertrikot für ihn von Wikingerin Stef. Angesichts der strahlenden Augen, des breiten Grinsens sowie des ausführlichen Gesprächs mit den Fans kann man davon ausgehen, dass er sich über die Aufmerksamkeiten sowie die zahlreichen Unterstützer sehr gefreut hat. Diesen Eindruck bestätigt auch ein Blick in die Wikinger-Gruppe bei Facebook. ;-)
Aber kommen wir zum eigentlichen Spiel...
Trainer Klaus Gärtner bewies viel Fingerspitzengefühl und schickte seine 77 von Beginn an zwischen die Pfosten. Thore zahlte das Vertrauen prompt zurück, indem er mit einer Parade in Spiel startete, nachdem Spielmacher Leon Witte auf der Gegenseite nach nur wenigen Sekunden das 1:0 erzielt hatte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt fiel auf, dass man einen sehr kleinlich pfeifenden Schiri erwischt hatte. Im Wikinger-Block fragte man sich, ob er vielleicht vor kurzem Geburtstag gehabt und eine Pfeife geschenkt bekommen hatte. Da er nach eigenen Angaben noch bis zu seinem 30-jährigen Jubiläum in zwei Jahren pfeifen will, werden wir die Frage vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt klären können... Unbeirrt von der Pfeiferei ging Finn Klang mal wieder seinen Weg – er erzielte die Treffer 2 und 3 der SG. Zunächst traf der Nordfriese aus dem Rückraum und dann vom 7m-Strich, so dass man nach 7 Minuten 3:2 vorn lag. Unterstützung gab es an diesem Tag aus der C-Jugend, so schnappte sich Janos Steidtmann in der Abwehr den Ball und bediente vorbildlich B2-Spieler Marvin Frahm, der den Gegenstoß zum 4:2 abschloss. Thore konnte erneut einen Ball abwehren und erhielt hierfür reichlich Applaus von der Tribüne. Leon und Finn brachen nun auf der Gegenseite zweimal erfolgreich durch die Abwehr, so dass die Gärtner-Jungs nach 11 Minuten mit 6:2 vorn lagen. Thore kratzte im Fallen mit den Fingerspitzen einen Ball von der Linie – beeindruckend! Zwar konnten die Harrisleer in der Folge ein wenig verkürzen, doch sorgte Michael „Michi" Nicolaisen auf bekannte Art und Weise mit zwei Treffern für das 8:5 nach 17 Minuten, bevor Finn sich eindrucksvoll durchtankte und weiter erhöhte. In der Abwehr schaltete Hanns Leon Wohlert nach einem Fehler der Harrisleer am schnellsten, griff sich beherzt den Ball und vollendete den folgenden Tempogegenstoß zum 10:5 nach knapp 20 Minuten. Kurz darauf, Finn hatte erneut getroffen, nahm der Harrisleer Trainer eine Auszeit, um seine Jungs neu einzustellen. Viel genützt hat es nicht. Michi täuschte einmal links an und ging dann rechts am Gegenspieler vorbei – es war das 12:7 nach 22 Minuten. Erneut war nun Thore mit einer starken Parade zur Stelle, bevor Michi aus dem 2. Stock den letzten SG-Treffer vor der Pause erzielte. Mit einem 13:8 ging es in die Kabinen.
Nach der Pause nahm Thore auf der Bank Platz und überließ das Tor Jan Phillip Temme. Michi erhöhte auf 14:8 und Leon konnte im nächsten Angriff nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden, den Finn sicher zum 15:8 nach 27 Minuten verwandelte. Danach gesellte sich der Torschütze vom Dienst für den Rest der Spielzeit zu Thore und die beiden besahen sich das Treiben auf dem Spielfeld von draußen. Jan Philipp parierte seinen ersten Ball mit der Nase, konnte aber ohne Behandlung weiter machen. Von der ungewohnten Rechtsaußen Position war Marvin mit zwei sehenswerten Treffern erfolgreich, das 17:9 nach 30 Minuten war die Folge. Aus der C1 war auch Nicola Scarafilo dabei, der sich mit einer feinen Einzelleistung zum 18:9 nach 31 Minuten durchsetzte. Auf der anderen Seite parierte Jan Phillip nicht nur einen 7m, sondern auch den Nachwurf. Sehr gut! Wenig später erhöhte Jan Mattsen trotz eines energischen Trikotzupfers seines Gegenspielers auf 20:10. Auch die nächsten beiden Treffer gingen auf das Konto des Kreisläufers, der gegen seinen alten Verein natürlich besonders motiviert war. Dass er auch prima Gegenstöße laufen kann, stellte er beim 22:10 nach 37 Minuten deutlich unter Beweis. Der Harrisleer Linksaußen verzweifelte an Jan Phillip und Leon tankte sich zum 23:12 nach 40 Minuten durch. Klaus Gärtner beorderte seine Jungs nun in eine offene Manndeckung, was den Rand-Flensburgern nicht wirklich schmeckte. Die beiden 96er Philipp Jürgensen und Nicola hielten mit ihren Treffern den 10-Tore-Vorsprung auch nach 45 Minuten konstant und unterstrichen deutlich, warum ihre Mannschaft am vergangenen Wochenende den Landesmeistertitel gewonnen hatte. Philipp trat kurz darauf zum 7m an, nachdem Nick Witte nur regelwidrig am Torerfolg gehindert werden konnte. Die letzten SG-Treffer gingen erneut auf das Konto von C1-Leihgabe Philipp, der zweimal mit viel Dampf aus dem linken Rückraum traf.
Am Ende hieß es somit 28:18 für die Gärtner-Schützlinge, die sich nach dem Abpfiff wie immer artig bei den anwesenden Fans für die Unterstützung bedankten. Bei zwei noch ausstehenden Partien gegen den DHK Flensborg sowie die Jungs aus Munkbrarup sieht es gut aus mit dem verlustpunktfreien Staffelsieg in der Leistungsklasse für die Ex-Fruchtzwerge. Viel Erfolg auf dem Weg dorthin!
[Astrid]