Auch sommerliche Temperaturen können die C1 nicht stoppen

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen trat die C1 am Samstag, 02.04.2011, bei der Mannschaft von Bordesholm/Brügge an. Trommlerin und Sonnenanbeterin Tanja V. fehlte zwar bedauerlicherweise, dafür hatte sich aber der A-Jugendliche Malte Voigt auf den Weg gemacht, um seinen Bruder Melf sowie den Rest der Mannschaft zu unterstützen. Schöne Geste und irgendwie typisch für unsere SG-Jugend.

 

Vor Spielbeginn hatten auch die Gastgeber eine schöne Geste parat: unsere Jungs erhielten als Anerkennung für den Landesmeistertitel einen Wimpel sowie einen quietschroten Ball überreicht. Sehr sympathisch!

Danach wurden aber zunächst einmal keine Gastgeschenke mehr verteilt. Philipp Asmussen brachte seine Farben zwar gleich mit dem 0:1 in Front, doch konnten die Gastgeber postwendend kontern. Nicht zuletzt, weil der kurzfristig erkrankte Stefan Wilhelm im Mittelblock fehlte, taten sich in der Anfangsphase große Lücken in der SG-Abwehr auf, die die Bordesholmer konsequent nutzten. Nach 4 ½ Minuten erzielte der kurz zuvor gefoulte Philipp Jürgensen das 3:3, im nächsten Angriff glänzte er erneut – dieses Mal aber als genialer Anspieler auf Kreisläufer John Wilhöft, der sich mit dem 4:4 bedankte. Mit einem äußerst humorlosen Kracher aus dem Stand eroberte Nicola Scarafilo nach sieben Minuten beim 5:6 die Gästeführung zurück. Ohne die heißgeliebte „Backe“ taten sich die Flensburger immer mal wieder schwer, den Ball zielsicher zum Mitspieler oder auch ins gegnerische Tor zu befördern. Aber dieses Problem kennen ja auch die größeren unserer Jugendspieler – Strand lässt grüßen… Doch auch den Bordesholmern unterliefen in dieser Phase zunehmend mehr Fehler, nicht zuletzt weil die Gärtner-Jungs nunmehr aufmerksamer in der Abwehr standen. Nach zehn gespielten Minuten parierte der durch eine Erkältung gehandicapte Lennard Danielsen einen Wurf, gab den Ball an Nicola, der diesen schnell nach vorne trug und dort mustergültig Philipp J. bediente – das 6:8 war die Folge. Philipp J. und Nicola waren es auch, die dafür sorgte, dass die Zwei-Tore-Führung bis zum 9:11 nach 15 Minuten Bestand hatte. Bordesholm, das immer wieder am Rande des Zeitspiels agierte, konnte jedoch erneut ausgleichen, bevor es wiederum Philipp J. war, der auf 11:12 nach gut 17 Minuten erhöhte. Überhaupt Philipp J. – dies war eindeutig SEIN Spiel, in dem er sowohl als Schütze als auch als Anspieler Glanzpunkte setzte. So setzte er John schön in Szene, der sich anschließend in höchster Bedrängnis zum 12:14 durchsetzte. Lennard wehrte einen Rückraumkracher ab und Nicola konnte die erste Drei-Tore-Führung des Spiels erzielen. Nachdem zunächst John seinen Kollegen Philipp J. fein in Szene gesetzt hatte, drehte dieser den Spieß im nächsten Angriff um, so dass John im Fallen das 13:17 nach 23 Minuten erzielen konnte. Lennard parierte hervorragend gegen den freien Linksaußen von Bordesholm, doch vorn konnten seine Mitspieler keinen Treffer mehr landen. Mit einem 14:17 gingen die Jungs in die Kabine, und die Zuschauer strömten nach draußen in die Sonne.

 

Der Langzeitverletzte Tjark Strehlow erzählte in der Pause, dass er darauf hofft, rechtzeitig bis zur NOHV-Meisterschaft Ende Mai wieder fit zu werden. Gleiches gilt sicher auch für Dominik Struve und Marlon Runow – gute Besserung, Jungs!

Zum Wiederanpfiff ging Jannik ins Tor und konnte gleich dabei zusehen, wie John nach Anspiel von Nicolas mit einem sehr gefühlvollen Wurf aus dem Handgelenk das bis dato schönste Tor des Tages – das 14:18 – erzielte. Dass ihn an diesem Tag keiner stoppen konnte, bewies Philipp J. im nächsten Angriff: der Gegenspieler hing an seinem Trikot, doch er ging einfach weiter und erzielte das 15:19 nach 28 Minuten. Beide Mannschaften stellten nun phasenweise auf eine offene Abwehr um. Nach einer tollen Parade von Jannik lief der Ball schön durch die Flensburger Reihen, bis Philipp J. den freien Magnus Asmussen auf Linksaußen sah und bediente – das 16:22 war die Folge. Auch am nächsten Treffer war Philipp J. beteiligt, da er beim Tempogegenstoß zunächst seinen Gegenspieler austanzte, um anschließend via Querbalken Janos Steidtmann anzuspielen. Dieser ließ sich nicht lange bitten und erzielte nach 33 Minuten den 23. SG-Treffer. Nach 35 Minuten betrat Melf Voigt das Parkett und erzielte sogleich das 17:26 – was für ein Einstand. Magnus agierte nun als Mittelmann und setzte seine Nebenleute schön ein. Auch Niek Jung war jetzt dabei und ersetzte John, der in Angriff und Abwehr unermüdlich gerackert hatte. Niek machte es sogleich Melf nach und traf nach schönem Anspiel von – na klar – Philipp J. zum 18:27. Einfach mal direkt vor dem Gegner hoch steigen und abziehen – so einfach kann Handball sein, dachte sich offenbar auch Philipp J., als er das 21:30 nach 38 Minuten erzielte. Dann traten zwei der drei 97er im Kader auffällig in Erscheinung: Magnus spielte auf Melf und der vollendete den sehenswerten Kempa zum 21:31. Zwischenzeitlich war auch Robin Pirner ins Spiel gekommen und setzte in Bedrängnis Philipp A. schön in Szene, der zum 23:32 nach 41 Minuten traf. Flemming Hensen sorgte auf Außen und am Kreis für ordentlich Unruhe, wurde aber leider ein ums andere Mal von seinen Kollegen übersehen, wenn er mutterseelenallein vor dem Torwart stand. Schade. Jannik konnte sich nun erneut mit einer tollen Parade auszeichnen und Melf sorgte mit einem wahren Hammerwurf aus dem Rückraum für Begeisterung bei den SG-Anhängern. Niek zelebrierte am Kreis „Sperre-absetzen“ aus dem Lehrbuch und wurde mit einem feinen Anspiel durch Melf belohnt, was er zum 25:35 nach 46 Minuten nutzte. Im Anschluss erwiesen sich die Schiris als Spielverderber: Magnus, Robin und Melf spielten einen doppelten Kempa in Perfektion, doch waren die Unparteiischen der Meinung, dass Robins großer Zeh die Kreislinie touchiert hatte. Auf der Gegenseite parierte Jannik kurz darauf einen Gegenstoß in bester Dan-Beutler-Manier mit der Hüfte bevor Janos kurz vor Ende der Partie den Ball zum Endergebnis von 29:36 im Bordesholmer Netz versenken konnte.

 

Sicherlich war es kein besonders glanzvoller Sieg, aber es war immerhin ein Sieg und als Landesmeister darf man die Zügel auch mal etwas schleifen lassen. Glückwunsch an Mannschaft, Trainer Klaus Gärtner und Co-Trainer Ralf Voigt, der auch auf ungewohnter Position (also nicht am Kampfgericht) eine gute Figur abgab.



[Astrid]