Eulencup 2010 - Erfolgreicher Abschluss der Saisonvorbereitung

Am Wochenende 28./29. August 2010 trat die männliche Jugend der SG gleich mit vier Mannschaften beim Eulencup in Tarp und Umgebung an. Die A- und die C-Jugend waren jeweils mit einer Mannschaft vertreten, während die B-Jugend gleich zwei Teams ins Rennen schickte. Die B2, die sich zum größten Teil aus der letztjährigen C1 zusammensetzt, war als Nachrücker ins Turnier gerutscht, da die Mannschaft von Buxtehude kurzfristig zurückgezogen hatte. Da die Jungs abwechselnd in Tarp, Handewitt, Eggebek und Oeversee aktiv waren, war von den Fans Flexibilität und Fahrbereitschaft gefordert.

 

Los ging es am Samstag um 08:00 Uhr in Eggebek mit dem ewig jungen Duell gegen den THW Kiel. Während die B2 der SG mit einer reinen 95er Mannschaft antrat, wurden vom Kieler Trainer nahezu ausschließlich Spieler des Jahrgangs 1994 eingesetzt. Auch eine Form der Anerkennung des Gegners...
Nachdem die erste Nervosität abgelegt war, boten die Jungs von Klaus Gärtner eine starke Leistung. Der Torjäger der letzten Saison, Finn, legte los wie die Feuerwehr und Thore parierte gleich zu Beginn stark gegen Niklas F., seinen Mannschaftskollegen aus D-Jugend-Zeiten. Michi traf zu „seinem" Trommel-Rhythmus zum 6:7 und Nick schloss einen Gegenstoß zum 7:7 nach 13 Minuten ab. Die Abwehr war zwar körperlich unterlegen, stand aber aufmerksam, Thore hielt notfalls auch mit der Nase und vorne wurde kombiniert, bis einer frei stand – dies nutzte u. a. Leon zum 9:10 in der 18. Minute. In die Pause ging es mit einem 10:12 Rückstand und der Gewissheit, dass man durchaus ebenbürtig war.
Im zweiten Abschnitt stand Jan Philipp im Tor und machte seine Sache ebenfalls prima. Erneut war es Finn, der den ersten SG-Treffer erzielte und seine Farben mit einem Kracher von Halblinks auf 11:12 heran brachte. Im Anschluss war Leon höchst effektiv, als er nicht nur den 12:13 Anschlusstreffer erzielte, sondern auch seinen Gegenspieler für 2 Minuten auf die Bank schickte. Der Ausgleichstreffer in der 25. Minute war nach herrlichem Anspiel durch Nick erneut Finn vorbehalten. Leider versäumten es die Jungs in dieser Phase, in Führung zu gehen. Ausreichend Chancen waren vorhanden, aber die Nerven spielten den Gärtner-Schützlingen immer wieder einen Streich. Doch ließen sie sich weder entmutigen noch abschütteln. Marten bediente Finn zum 14:14, Michi holte zum 15:15 den Hammer heraus, Leon erzielte nach schönem Wackler das 17:18 und Marvin nutzte eine kleine Abwehrlücke zum 18:19 nach 36 Minuten. Jan T. fungierte nun als Spielmacher und setzte seine Mitspieler schön in Szene. Trotzdem fehlte am Ende ein wenig die Kraft, um dem THW zumindest einen Punkt abzuknöpfen. Mit einem selbst herausgeholten 7m erzielte Michi den 20. und letzten SG-Treffer. Am Ende hieß es 23:20 für die Kieler, doch gab es keinen Grund für Traurigkeit im SG-Lager. Es war eine großartige kämpferische Leistung der Ex-Fruchtzwerge, die Klaus Gärtner zu Recht strahlen ließ.

 

Im gestreckten Galopp ging es nun von Eggebek nach Tarp, wo die B1 um 08:45 Uhr ihre Partie gegen Virum Sorgenfri aus Kopenhagen begonnen hatte.
Zur Pause führten die Jungs bereits sicher mit 9:4, wobei die meisten dänischen Treffer zudem aus 7m resultierten.
Die ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit wurden quasi zu einer One-Man-Show. Thies traf zunächst zweimal per 7m zum 11:4 nach 22 Minuten, bevor Marc auf 12:6 erhöhte. Auf Halbrechts war in der Folge Neuzugang Justin dabei, während auf Halblinks mit Simon ein weiterer Neuzugang wirbelte. Die Dänen kamen nun etwas besser ins Spiel, ohne jedoch die SG ernsthaft zu gefährden. Aber da war ja noch das Thema One-Man-Show: Thies von Linksaußen zum 13:7, Thies per 7m zum 14:7 und Thies nach schönem Anspiel von Simon zum 15:7 nach 28 Minuten. Im Anschluss durfte der Nordfriese zum Durchschnaufen auf die Bank und die Kopenhagener atmeten auf. Linksaußen-Neuzugang Pelle war jedoch gegen seine Landsleute besonders motiviert und führte sich mit einem starken Treffer zum 16:8 sehr gut ein. Hold kæft - hvor var det godt! ;-) Simon erhöhte per Konter auf 17:8, bevor die Dänen eine „etwas" dusselige doppelte Unterzahl der SG zur Ergebniskosmetik und zwei Treffern nutzen konnten. Die SG agierte nun zu unkonzentriert, so dass die Dänen zwei weitere Treffer erzielen konnten, bevor Krissi zum 18:12 nach 38 ½ Minuten traf, was zugleich der Endstand war.

 

Die nächste Fahrt führte in die Handewitter Wikinghalle, wo um 09:45 Uhr die C-Jugend gegen die Mannschaft des NTSV Strand 08 antrat. Im Gegensatz zur B- und A-Jugend wurde in dieser Altersklasse nicht 2x 20 sondern nur 2x 15 Minuten gespielt. Von der letztjährigen C1 sind nur noch Lennard, Stefan, Nicola, Janos und die beiden Philipps dabei und so war es spannend zu sehen, wie sich die Mannschaft nach der doch etwas holprigen Oberliga-Qualifikation im Juni zusammengefunden hat.
Die Jungs legten gleich mal Tempo vor und führten durch Treffer von Nicola und Melf schnell 3:0. Nachdem Strand kurzfristig verkürzen konnte, stellte Marlon den alten Abstand nach 11 ½ Minuten beim 5:2 wieder her. Die neuerliche Torflaute beendete Stefan quasi mit dem Pausenpfiff zur 6:5 Führung. Offensichtlich wollte man dem Publikum ein wenig Spannung bieten...
Tjark, Marlon, Philipp A. und erneut Tjark erhöhten bis zur 23. Minute auf 10:5, während sich Lennard immer wieder mit starken Paraden auszeichnete. Nun wurde man allerdings wieder ein wenig übermütig und erlaubte Strand in Unterzahl auf 8:10 zu verkürzen. Näher ließ man den Gegner aber nicht heran kommen, was vor allem einer überragenden Parade von Lennard gegen den freien Kreisläufer zu verdanken war. Philipp A. machte dann mit einem Doppelschlag zum 12:8 in der 29. Minute alles klar. Am Ende hieß es 12:10 für die Jungs von Klaus Gärtner und der erste Sieg gegen Strand bei diesem Turnier war unter Dach und Fach...

 

Nun hieß es: zurück auf Anfang – zurück nach Eggebek zur B2, da dort um 11:45 Uhr das Spiel gegen das Elmshorner Handball Team anstand. Da die B1 um 11 Uhr gegen den NTSV Strand 08 gespielt (und deutlich gewonnen) hatte, war Klaus Gärtner zu Spielbeginn nicht in der Halle, was auf der Tribüne zu leichtem Unbehagen führte. Wie würde die Mannschaft mit dieser Situation umgehen?
Am Anfang sah alles gut aus, Jan M. erzielte vom Kreis das 1:0 und Marvin erhöhte noch in der ersten Spielminute per Gegenstoß auf 2:0. Doch dann kam der Chancentod. Ein ums andere Mal wurde der Ball vertändelt oder neben das Tor gesetzt, der gegnerische Torwart musste gar nicht eingreifen. Folgerichtig stand es nach 2 ½ Minuten 2:2. Thore parierte nun mit der Hüfte gegen den freien Rechtsaußen, konnte kurz darauf die Elmshorner Führung aber nicht verhindern. Marvin und Finn hielten die SG im Spiel und dann war plötzlich Klaus da. Auf der Tribüne entspannte man sich und durch die Mannschaft ging ein Ruck. Im Angriff wurde nun mit viel Druck gespielt und Leon holte die Führung beim 5:4 nach knapp 7 Minuten zurück. Thore hielt erneut stark, musste dann aber aufgrund seiner großen Rückenprobleme ausgewechselt werden und kam im Turnierverlauf nicht mehr zum Einsatz auf der Platte. Zunächst blieb es noch eng, obwohl Jan Philipp gleich einen freien Ball hielt und Marvin sowie Finn vorne trafen. Doch die Elmshorner wollten sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschlagen geben und kämpften verbissen. Nachdem Marten aus sehr spitzem Winkel das 9:8 erzielt hatte, erkämpfte sich Jan M. in der Abwehr den Ball, um anschließend sicher zum 10:8 zu verwandeln. In der Folge sicherte er sich erneut den Ball, schickte dieses Mal aber Finn mit einem langen Ball auf die Reise – die erste 3-Tore-Führung des Spiels war die Folge. Im Anschluss bekamen die Schiedsrichter viel Applaus aus dem Flensburger Fanlager, als sie einen Elmshorner Spieler wegen wiederholter Schauspielerei für 2 Minuten auf die Bank schickten. Dies wirkte auf die Gärtner-Schützlinge offenbar wie ein Weckruf, denn nun lief der Ball schnell und sicher durch die eigenen Reihen. Nick traf per Gegenstoß zum 13:8 nach 15 Minuten und Michi erhöhte mit einem eiskalt verwandelten Abpraller. Namenstechnisch interessant wurde es, als Jan Philipp parierte, Jan M. den Ball schnell nach vorne trug und Phillip sicher zum 16:10 verwandelte. ;-) Mit einem Kracher genau in den Winkel sorgte Finn für den Halbzeitstand von 17:10.
Auf dieser deutlichen Führung wurde sich aber nicht ausgeruht, im Gegenteil. Nach einem sehenswerten Treffer von Phillip, war Michi mit zwei äußerst humorlosen Würfen zum 20:10 nach 23 Minuten erfolgreich. Die aufmerksame Abwehr sicherte sich ein ums andere Mal den Ball und ließ den Gegner langsam verzweifeln. Jan Philipp hielt stark gegen den Rechtsaußen, vorne wurde Jan T. auf Halblinks von Michi bedient und bedankte sich mit dem 24:12 nach 29 Minuten. Kurzfristig konnten die Elmshorner das Ergebnis etwas freundlicher gestalten, doch mit viel Schwung sorgte Finn nach 35 Minuten dafür, dass es beim 26:16 wieder zehn Tore Differenz waren. Auch die nächsten beiden Treffer gingen auf sein Konto, einmal vom 7m Strich und einmal aus dem Rückraum. Nach einer weiteren Parade von Jan Philipp bediente Finn Nick, der eiskalt zum 29:16 verwandelte. Die offensive Abwehrformation der SG pflückte auch den nächsten Ball und ein schöner Doppelpass zwischen Leon und Jan T. mündete in das 30:16. Leon war es auch, der beim nächsten Angriff seinen älteren Bruder Nick mit einem langen Pass bediente und mit ihm gemeinsam das 31:16 bejubelte. Der Endstand von 32:18 wurde durch Finn hergestellt.

 

Da am frühen Abend des 28.08. das Bundesligaspiel TSV Hannover-Burgdorf (mit Torge Johannsen und Jendrik Meyer) gegen die Füchse Berlin (mit Alexander Petersson) anstand, musste der Besuch beim Eulencup zu diesem Zeitpunkt abgebrochen werden.

 

A, B1 und C erreichten im Laufe des Tages jeweils die Viertel- und Halbfinals, während sich die B2 aufgrund eines fehlenden Tores gegen Potsdam mit den Spielen um die Plätze 9 – 12 begnügen musste. Schade für die Jungs, die zumindest das Viertelfinale absolut verdient gehabt hätten.

 

Am Sonntag hieß es früh aufstehen, denn bereits um 08:35 Uhr stand in Tarp das Halbfinale der C-Jugend gegen die Mannschaft von NTSV Strand 08 an, die Mannschaft also, die man am Tag zuvor bereits besiegt hatte.

Im Gegensatz zum Vortag war es am Anfang jedoch eine enge Partie. Neuzugang Dominik erzielte von Linksaußen ein sehenswertes Tor zum 1:1, doch grundsätzlich agierte man im Angriff zu nervös und die Abwehr war löchrig. Lennard hatte im Tor allerdings erneut einen Sahnetag erwischt und parierte ein ums andere Mal stark. Seine Vorderleute gewannen hierdurch an Sicherheit und so lief der Ball plötzlich besser durch die eigenen Reihen. Stefan hatte offenbar von der Thies-Show bei der B-Jugend gehört und eiferte ihm erfolgreich nach – die Treffer, 4, 5, 6 und 8 gingen auf sein Konto und am 7. war er indirekt beteiligt, da er den 7m heraus holte, den Nicola sicher verwandelte. Nicola war es auch, der mit einem weiteren 7m den Halbzeitstand von 9:6 erzielte.

Im zweiten Abschnitt spielte man ein bisschen Katz und Maus mit den Strandern. Beim Anschlusstreffer zum 8:9 nach 18 Minuten schöpften diese sicher Hoffnung, doch war da ja noch Lennard, der mit einer Doppelparade den Ausgleich verhinderte. Stefan erhöhte per Gegenstoß, bevor Melf mit Auge zum 11:8 traf. Nachdem Lennard einen 7m vereitelt hatte, war es erneut Melf, der von Linksaußen auf 12:9 nach 23 Minuten erhöhte. Dank eines schönen Anspiels von Stefan gelang ihm im Anschluss der Hattrick. Die Abwehr stand nun wieder stabil und unter den Augen der mittlerweile anwesenden B1 verwandelte Janos nach 25 Minuten einen Gegenstoß sicher zum 14:9. Er war es auch, der erneut per Gegenstoß den Endstand von 16:10 herstellte. „FINALE, oh-ho", schallte es durch die Tarper Treenehalle und Klaus Gärtner strahlte mit seinen Jungs um die Wette.

 

Von Tarp führte die Handballreise nach Handewitt, wo die B2 um 10:15 Uhr ihr erstes Platzierungsspiel gegen den VfL Fredenbeck bestritt. Da das Halbfinale der B1 gegen den THW Kiel quasi zeitgleich stattfand und Klaus Gärtner dort benötigt wurde, übernahm der weiterhin angeschlagene Wikinger Thore das Traineramt.

Was er zu Beginn sah, wird ihm nicht gefallen haben, denn schnell lag man 0:2 hinten. Das passte Finn allerdings nicht und so sorgte er mit zwei wuchtigen Treffern nach gut drei Minuten für den Ausgleich. Im Anschluss bediente Leon mit einem No-Look-Pass Michi, der den am Knie verletzten Jan M. am Kreis vertrat. Das 3:2 war die Folge. Jan Philipp parierte stark gegen den Fredenbecker Halbrechten, doch konnte er in der Folge den neuerlichen 2-Tore-Rückstand nicht verhindern. Erneut war es Michi, der, nach einem schönen Anspiel von Marvin, vom Kreis zum 4:5 traf. Doch blieben die Fredenbecker in der Folge zunächst weiter in Front. Die SG-Jungs ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und agierten vorn souverän, bis die Lücke da war, die u. a. Nick zum 6:7 nach 12 Minuten nutzte. Nach einer starken Parade von Jan Philipp und einem langen Pass von Marvin, war es erneut Nick, der zum 7:8 traf. Coach Thore trieb seine Mannschaft unermüdlich an und die Abwehr erspitzelte den Ball, den Finn per Gegenstoß zum 8:8 im gegnerischen Tor versenkte. Mit einem Doppelschlag von Michi aus dem Rückraum sowie einer Parade von Jan Philipp in der Schlusssekunde wurde die 10:9 Halbzeitführung gesichert.

Thore muss in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, denn nach dem Wiederanpfiff lief es wie geschmiert. Schnell war das 13:10 durch Marten da und der Gegner wurde durch eine offensive sowie aufmerksame Abwehr immer wieder zu Fehlern gezwungen. Der SG-Express war nun nicht mehr aufzuhalten und durch Treffer von Marten, 2x Finn und Michi wurde die Führung auf 17:11 nach 28 Minuten ausgebaut. Der Drops war gelutscht, nicht zuletzt weil man vorne schnell und sicher kombinierte, wodurch die Fredenbecker immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt wurden. Hinten wurde der Ball ein ums andere erkämpft und so erzielten Jan T., Nick und Leon die folgenden drei Treffer per Gegenstoß. Der gehaltene 7m von Jan Philipp passte prima dazu. Als die SG mal wieder in den Positionsangriff „musste", ging Michi durch die Abwehr wie das berühmte heiße Messer durch die Butter – da das gleich zweimal funktionierte, war beim 22:12 die erste zehn Tore Führung nach 33 Minuten perfekt. Leon tanzte nun seinen Gegenspieler aus, anschließend gab er das heiße Messer, Finn bediente Jan T. am Kreis und der mittlerweile eingewechselte Ruben traf sehenswert von Linksaußen zum 26:17. Die M&M-Kombination Marvin und Marten sorgte für den 27:18 Endstand und das „Endspiel" um Platz 9 gegen den Norderstedter SV war erreicht.

 

Zügig machten sich Spieler, Eltern und Fans auf den Weg nach Oeversee, wo die A-Jugend bereits seit 11:00 Uhr ihr Halbfinale gegen den THW Kiel bestritt.

Der erste Eindruck war Lukas' Tor zum 9:3 nach 15 Minuten. Die Halle war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, doch schafften es trotzdem alle ins SG-Fanlager und gemeinsam wurde nun angefeuert. Finn parierte stark und auf der Gegenseite war Jonas aka Bruno zweimal vom Kreis erfolgreich. Zur Pause führten die Zollinger-Schützlinge mit 11:5 und das Finalticket war schon fast gebucht. Die B1 hatte dies in ihrem Halbfinale gegen den THW bereits erledigt – nach einem deutlichen Pausenrückstand hatte man 23:17 gewonnen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erspitzelte Maik den Ball und schloss den Gegenstoß zum 12:5 ab. In der Folge agierte die Abwehr etwas zu nachlässig und die Kieler konnten bis auf 8:12 verkürzen. Dann sah Philipp jedoch den in die Mitte eingelaufenen Peter und der erzielte den nächsten SG-Treffer. Im folgenden Angriff ging Philipp ab durch die Mitte, schon lag die SG wieder mit sechs Treffern in Front. Am Kreis wirbelte nun Tobi, der sich auch gleich unnachahmlich gegen zwei Gegenspieler plus Torwart durchsetzte. Nach einer schönen Parade von Nils gab es einen Schnellangriff über die Stationen Philipp, Malte und Peter – 16:11. Nachdem Arseniy zuvor einen Gegenstoß erfolgreich abgeschlossen hatte, sah er nach einer Doppelparade von Nils den davon geeilten Malte, der zum 18:11 nach 31 Minuten vollendete. Tim war zwischenzeitlich ins Spiel gekommen und erzielte mit viel Dampf aus dem linken Rückraum das 20:13 nach 35 Minuten. Tim war es auch, der das letzte Tor mit einem abgefangenen und schnell auf Maik gepassten Ball einleitete: Maik spielte weiter auf Peter und der traf zum 21:16 Endstand. Das dritte Finale war erreicht und im SG-Lager kam man aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus.

 

Der gesamte Tross machte sich rasch auf die kurze Strecke nach Tarp, um die C-Jugend in ihrem Finale gegen den THW Kiel zu unterstützen.

Kurz vor der Pause kam man an und sah Stefan das beruhigende 9:2 erzielen. Quasi mit dem Pausenpfiff war es erneut Stefan, der zum 10:3 traf.

Nach dem Wiederanpfiff konnten die Kieler zwei schnelle Tore erzielen, doch während sie den zweiten Treffer noch bejubelten, traf Stefan schon zum 11:5. Die THWer versuchten es in der Folge immer mal wieder mit einer offenen Manndeckung, doch konnten sie damit nur kurzfristig für Verwirrung sorgen. Wie schon in den Spielen zuvor zeigte Lennard eine starke Leistung und parierte in dieser Phase einen Gegenstoß. Mit der lautstarken Unterstützung von der A sowie beiden Bs im Rücken erzielte Marlon das 13:7 nach 23 Minuten. Wenige Sekunden später schickte Lennard seinen Rechtsaußen Philipp A. mit einem langen Ball – er fing, prellte und traf zum 14:7. Niemand in der Halle zweifelte mehr am dritten SG-Sieg des Tages gegen die Landeshauptstädter. Die höchste Führung des Spiels für die Fruchtzwerge erzielte Stefan beim 15:8 in der 25. Minute, bevor Marlon und Melf die beiden letzten SG-Treffer erzielten. Der Rest war Jubel... Am Ende hieß es 17:13 für die Gärtner-Schützlinge und JT bat zur ersten UFFTA des Tages – eine Einladung, der alle SG-Spieler gern folgten.

 

Zum zweiten Mal an diesem Tag ging es nach Handewitt, wo die B2 um 13:15 Uhr ihr abschließendes Spiel gegen den Norderstedter SV bestreiten sollte. Erneut stand Thore an der Seitenlinie und einigte sich im Vorfeld mit dem gegnerischen Trainer (entgegen der Turnierregeln) auf das Spielen mit „Backe", da die Schiedsrichter ebenfalls keine Einwände hatten, konnten die geliebten Töpfe an den Bänken platziert werden.

In dieser Partie wollten die Jungs der SG gar nicht erst einen Zweifel am Sieg aufkommen lassen. In der Abwehr stand man sicher und erspitzelte sich gleich mal den Ball, was Nick zum 1:0 nutzte. Marvin erhöhte mit einem platzierten Wurf in den Winkel. Michi agierte wieder am Kreis und nutzte schöne Anspiele von Leon zu den Treffern 3, 5 und 6. Jan Philipp zeichnete sich nun mehrfach mit starken Paraden gegen freie Norderstedter aus und vorne trafen seine Mannschaftskollegen fast nach Belieben. So schloss Marten in der 10. Minute einen Gegenstoß zum 9:4 ab, bevor sich Leon bei ca. 10 m in die Luft schraubte und zum 10:6 traf. Weitere Paraden von Jan Philipp führten zu weiteren Gegenstößen, die Finn und Marten sicher verwandelten. Doch auch die Abwehr erkämpfte sich immer wieder Bälle, die zu schnellen Angriffen genutzt wurden. Leider führte dies immer mal wieder zu rüden Attacken der Gegner, die aber zumeist 7m zur Folge hatten, die Finn u. a. beim 15:7 nach 16 Minuten eiskalt im Tor unterbrachte. Vorn wurde sehr diszipliniert kombiniert und gewartet, bis sich eine Lücke in der Abwehr auftat. Marvin bewies, dass er auch als Außen einsetzbar ist und traf aus spitzem Winkel zum 17:8. Im folgenden Angriff bediente er Finn, der den Pausenstand von 18:9 markierte.

In der zweiten Hälfte kam Phillip am Kreis zum Einsatz und erzielte von dort gleich das erste Tor. Michi war nun im Rückraum aktiv und bediente Einläufer Marvin zum 20:11. Jan T. enteilte seinen Gegenspielern und schloss einen Konter zum 23:12 nach 26 Minuten ab. Auch Ruben war jetzt dabei und steuerte den Treffer zum 25:13 bei. Die Jöhnck-Schützlinge spielten sich nun selbst in einen Rausch und ihren Gegner schwindelig. Zunächst zog Michi von Halblinks zum 28:15 ab, dann netzte Marten von Rechtsaußen ein, bevor Michi zu „seinem" Trommelrhythmus den 30. SG-Treffer erzielte. Nach einer schönen Parade von Jan Philipp spielte Jan T. mit viel Übersicht auf den mitgelaufenen Phillip und der bedankte sich mit dem 31:18. Michi bewies an diesem Tag absolute Allrounder-Qualitäten – nach Treffern vom Kreis, der Mittelposition und Halblinks war er nun auch aus dem rechten Rückraum erfolgreich. Nachdem Jan Philipp zwei Gegenstöße abgewehrt hatte, erzielte Leon zwei Minuten vor dem Ende nach Anspiel von Marvin per Kempa-Trick das 35:22. Großartig! Nachdem Finn nochmals den Hammer herausgeholt hatte, setzte Ruben mit dem 37:23 den Schlusspunkt unter diese unterhaltsame Partie.

Auch wenn es „nur" Platz 9 geworden ist: Die Jungs haben ein tolles Turnier gespielt. Wenn jetzt noch alle Verletzten in die Mannschaft zurückkehren, können sich die Gegner der Leistungsklasse richtig warm anziehen...

 

Die B1 stand nahezu zeitgleich in der Tarper Treenehalle im Finale gegen den TSV Bayer Dormagen auf der Platte. In einer wahren Schlacht mussten sie sich am Ende knapp geschlagen geben. Kopf hoch!

Zum Abschluss des Eulencups versammelten sich alle SG-„Angehörigen" in der Treenehalle, um die A-Jugend in ihrem Finale gegen die Mannschaft von NTSV Strand 08 zu unterstützen. Nach zwei Turniertagen konnte man die Luft in der überfüllten Halle schon vor dem Anpfiff schneiden – es sollte im Laufe des Spiels nicht besser werden. Direkt neben dem SG-Fanblock saßen die Strander, die von den Dormagener Spielern unterstützt wurden. Bereits vor Spielbeginn gab es reichlich Geplänkel zwischen den Fanlagern, die irgendwie zum Spiel passten und so wurde es auf und neben dem Spielfeld eine emotionsgeladene Partie. Bei der Mannschaftsvorstellung durch den Hallensprecher schmunzelte man im SG-Lager. Ob man JT zu Ehren des Eulencups in Jan Torben Eulers umgetauft hatte?

Endlich ging es los und Strand in Führung. Das konnte die SG aber nicht lange schocken und Lukas glich aus. Strand agierte von Beginn an immer am Rande des Zeitspiels, was die Emotionen auf der Tribüne hoch kochen ließ. Finn parierte schön gegen den freien Linksaußen und Arseniy glich humorlos zum 2:2 nach 7 Minuten aus. Malte erwies sich am 7m-Strich als nervenstark und brachte die SG zum ersten Mal in Führung. Kurz darauf wehrte Finn einen Gegenstoß mit dem Fuß ab und ließ die SG-Anhänger jubeln. Tobi setzte sich am Kreis durch und konnte die zwischenzeitliche Strander Führung zum 4:4 ausgleichen. Die SG-Spieler von C- und B-Jugend unterstützten ihre älteren Vereinskollegen vom Spielfeldrand aus und bekamen eigene Security-Leute an die Seite gestellt. Fürchtete man wirklich, sie würden die Platte stürmen? Unbeeindruckt von den Geschehnissen am Spielfeldrand tanzte Maik seinen Gegenspieler aus und erzielte nach 16 ½ Minuten das 5:5. Mit einem sicher verwandelten 7m brachte Lukas die SG wieder in Führung. Nachdem Arseniy sowohl 2-Minuten-Strafe als auch 7m herausgeholt hatte, war Lukas erneut vom Strich erfolgreich – das 7:5. Tim setzte Malte schön in Szene und der erzielte das 8:5. Leider konnte Strand noch vor dem Pausenpfiff auf zwei Tore verkürzen.

 

Die zweite Hälfte begann gut aus SG-Sicht, denn Finn parierte gleich mal einen Gegenstoß. Erneut wurde Arseniy gefoult und Lukas verwandelte den Strafwurf zum 9:6. Der nächste 7m konnte leider nicht genutzt werden und dann wurde das Spiel erstmal unterbrochen. Gemäß Turnierregularien war der Einsatz von „Backe" ja verboten und bei diesem Spiel hatten sich die Trainer auch nicht im Vorfeld auf eine andere Verfahrensweise geeinigt. Nun hatte sich offenbar jemand beschwert – und den Schiedsrichtern blieb nichts Anderes übrig, als mit den Spielern „Zeigt her eure Hände..." zu spielen. Eine seltsame Aktion, die schlussendlich dazu führte, dass JT auf die Bank zum Händeputzen musste. Doch hatte die Maßnahme ihr Ziel nicht verfehlt – die SG verlor den Faden und Strand konnte nach 27 Minuten zum 9:9 ausgleichen. Peter spielte in der Folge auf Tim, der ein sehenswertes Flugtor zum 10:9 erzielte. Arseniy war erneut humorlos zur Stelle und brachte die SG zehn Minuten vor Schluss mit 11:10 in Führung. Die SG machte aber weiterhin zu viele Fehler und so stand es plötzlich 11:12. Der Strander Fanblock drohte auf der Tribüne durchzudrehen, doch hatte sich zwischenzeitlich am Spielfeldrand eine Allianz aus SG- und THW-Spielern gebildet und die hielt lautstark dagegen. Peter glich vom 7m-Strich aus und zwei Minuten vor Schluss brachte Malte die SG von gleicher Stelle mit dem 13:12 wieder in Front. Nils parierte nun einen 7m, aber Strand bekam den Abpraller und schaffte 40 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Da die SG keinen Treffer mehr erzielen konnte, gab es eine 5-minütige Verlängerung.

 

Maik machte gleich zu Beginn deutlich, dass er den Sieg unbedingt wollte und tankte sich ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit durch - den fälligen 7m verwandelte Malte zum 14:13. Auch dieses Tor wurde – wie jedes in diesem Finale – lautstark bejubelt. Den nächsten Treffer erzielte Maik nach feinem Anspiel von Philipp selbst – 15:13 und noch drei Minuten zu spielen. Auf der Tribüne wurde der Sauerstoff so langsam knapp... Strand bekam nun einen 7m zugesprochen, doch die Prophezeiung von Maike P. auf der Tribüne erfüllte sich und der Schütze warf weit über das Tor. Kurzzeitiges Aufatmen in der SG-Fanecke. Strand gab sich jedoch nicht auf und konnte nochmals verkürzen. Auf der Gegenseite wurde durch die SG - wie so oft in diesem Spiel - ein 7m vergeben (Namen sind Schall und Rauch - her mit dem Mantel des Schweigens!), doch am Ende tickte die Uhr herunter und mit dem 15:14 war der Turniersieg unter Dach und Fach.

Es folgen grenzenloser Jubel auf Spielfeld und Tribüne sowie eine weitere UFFTA aller SG-Spieler unter Vorsitz von Herrn „Eulers". Der Lieblingsgegner für die neue Saison scheint schon jetzt gefunden...

 

Im Rahmen der folgenden Siegerehrung wurde Stefan zum besten Spieler der mJC gewählt. Absolut verdiente Wahl – herzlichen Glückwunsch! :-) Nachdem alle Sieger und Platzierten ihre Urkunden erhalten hatten, folgte eine wahre Massenflucht aus der Halle – es waren zwei anstrengende Tage und nun wollten alle nur noch nach Hause.

 

Auch an dieser Stelle noch einmal: Glückwunsch an alle SG-Mannschaften und ihre Verantwortlichen sowie gute Besserung an alle Verletzten!

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass sich die vier Mannschaften der SG in einer prima Frühform präsentiert haben und es ihnen zu wünschen ist, dass sie in der kommenden Saison nicht nur sportlich erfolgreich sind, sondern auch mehr Zuschauer und Fans den Weg zu ihren Spielen finden. Als Hilfestellung gibt es auf der Wikinger-Seite immer Hinweise auf die anstehenden Partien!



[Astrid]