Tolle Auswärtsfahrt der B1 nach Hüttenberg – trotz deutlicher Niederlage

Am Sonnabend, 21.05.2011, machte sich die B1 der SG, begleitet vom Mannschaftsverantwortlichen Jörg Blohme, Physia Malin Kalben sowie den Elternvertretern Maike und Mario Petersen, Sabine Hennig und Hasse Petersen, morgens um 10 Uhr von Flensburg aus auf den Weg nach Mittelhessen. Grund für diesen Ausflug war das Viertelfinalhinspiel um die Deutsche Meisterschaft beim TV Hüttenberg, das am Sonntag auf dem Programm stand.

 

Ein Viertelfinale an dem jemand maßgeblichen Anteil hat, der gar nicht zur B1 gehört. Ein künftiger Golf IV Fahrer, der am Donnerstag, 12.05.2011, zwischen 17 und 18:30 Uhr nicht die Bad Doberaner Wiegratz und Wiebe beim Juniorteam sondern die Berliner Wiede und Siewert beim B-Jugendtraining kopiert hatte. Seine jüngeren Vereinskollegen konnten dank seines Einsatzes üben, wie sie gegen diese beiden agieren mussten. Eine Trainingseinheit, durch die der vorentscheidende 25:22 Erfolg gegen die SG Spandau/Füchse Berlin auf dem Weg zur NOHV-Meisterschaft erst möglich wurde. Deshalb an dieser Stelle: Danke, Blocks! :-)

 

Gut gelaunt und mit viel Enthusiasmus ging es auf die rund 600 km lange Strecke nach Wetzlar, wo die Gruppe übernachten wollte. Von der Rader Hochbrücke aus wurden von Maike, in alter Wikingertradition, fünf Schiffe gesichtet. In Höhe Neumünster-Mitte wurden nicht nur Trommeln, Fahnen und Gebäck sondern auch ich an Bord genommen. Danke für diese Sonderbehandlung und vor allem für die lautstarke Begrüßung. :-) An der Abfahrt Henstedt-Ulzburg verließ der Bus schon wieder die A7 – Maren und Peter Rudeck wurden an Bord genommen. Zudem nutzten die Jungs die Pause für einen Abstecher zum Schnellrestaurant und in die Tankstelle. Dort erstanden sie Batterien für den mitgeführten Ghettoblaster – endlich hatten wir Musik im Bus. Doch was war das?! Wow! Louis van Gaal himself erklärte uns mit viel Begeisterung, wie großartig die B1 ist. Danke, Louis, aber das wussten wir doch schon... ;-) Wenig später zeigte sich, dass nicht nur Wikinger, sondern auch B-Jugendspieler sehr textsicher sind, wenn es um geschmacklich grenzwertige Musik geht. Im Bus wurde nun geflaggt, so dass für die Vorbeifahrenden ab sofort klar war, wer hier im Bus saß. In Höhe der Volksbank Arena Hamburg wurde symbolisch unserer C1 gewunken, die hier an diesem Wochenende ihre NOHV-Meisterschaft bestritt. Kurz danach standen wir im Stau – der übliche Elbtunnelwahnsinn. Es ging aber relativ zügig voran, auch wenn wir im Tunnel viel Zeit hatten, um die Betonplatten zu zählen.

 

Eine besondere Fahrt war es sicher für Kreisläufer Norman Louwers, der am Sonnabend seinen 17. Geburtstag feierte und mit Ständchen sowie Kuchen geehrt wurde. Er revanchierte sich mit 28 + 14 + 7 Muffins. Sehr lecker! Der Anschnitt des Geburtstagskuchen erfolgte übrigens unter dem kritischen Blick von Marc Runow mit Normans Jagdmesser. Es ist jedoch nur ein bösartiges Gerücht, dass an dem Messer noch Blut klebte... ;-)

 

Wie auch bei Auswärtsfahrten der Großen und der Wikinger üblich, vertrieben sich die Jungs die Fahrzeit auf unterschiedlichste Weise, allerdings wurde hier gekniffelt statt gepokert. Schlafen und singen standen aber auch sehr hoch im Kurs. ;-) Insbesondere Robin Schäfer stellte großer Entertainer Qualitäten unter Beweis, er sollte über eine Karriere als Animateur nachdenken... Derweil sorgte Kristoffer „Krissi" Hennig dafür, dass wir durch die geöffnete Dachluke Frischluft bekamen. Flott ging es durch Niedersachsen und Hessen, unterbrochen nur von drei Pausen, die nun einmal notwendig sind auf solchen Touren. Großes Lob und Kompliment in diesem Zusammenhang an Busfahrer Karl, der keine zwei Minuten nach Simon Freitags Frage nach einer Pause auf einem Rastplatz angehalten hatte. Besondere Begeisterung löste jedoch ein Überholmanöver Karls aus, als unser Überlandlinienbus an einem schicken Reisebus vorbeizog, da nützte dessen Fahrer auch das hübsche weiße Hemd nichts. ;-) Hinter Göttingen zeigte die große Hitze Wirkung. Plötzlich erklangen von hinten Gesänge, die uns Ältere schmunzeln ließen. Von der Gummibärenbande ging es via SpongeBob zu den Fünf Freunden und zuletzt Bibi Blocksberg. Herrlich, vor allem weil alle Jungs mit strahlendem Gesicht mitträllerten, auch Danish Dynamite Pelle Schilling.

 

Als auswärtsfahrtenerprobten Wikinger können einen achtstündige Fahrten nicht wirklich aus der Ruhe bringen, bei 15- bis 17-Jährigen sieht das schon ein bisschen anders aus. Früher oder später waren fast alle ein wenig genervt von der Fahrerei. Aber das hat man nun mal davon, wenn man erfolgreich Handball spielt – selbst Schuld, Jungs! ;-)

Während auf den hinteren Rängen Shakira und Geiersturzflug stimmlich unterstützt wurden, entbrannte vorne ein km-Wettstreit zwischen Maike und Hasse. Welches Navi würde am Ende Recht behalten – das vom iPhone oder das vom Bus? Kurz vor dem Ziel wendete sich das Blatt zu Hasses Gunsten, doch da die von ihm angekündigte Kaltfront ausblieb, musste Maike abends nicht frieren und so war es zumindest ein bisschen ihr Tag.

 

Um 18:26 Uhr war endlich das Hotel Blankenfeld in Wetzlar erreicht und wir Großen stolperten aus dem Bus, während die Spieler noch sitzen bleiben mussten. Am Hotel erwartete uns bereits Stefan Freitag, der mit dem Auto angereist war. Wir bezogen unsere Zimmer, schauten das Endspiel des EHF-Cups und erholten uns ein wenig von der Fahrt. Derweil ging es für die Mannschaft weiter zum Hotel Spilburg und anschließend zu einer lockeren Trainingseinheit mit Jörg und Hasse. Hasse hatte man zwar am Fanhotel stehenlassen, aber das konnte ihn nicht stoppen.

 

Im TV wurde das DFB-Pokalfinale angepfiffen und wir machten uns auf den 700m oder vielleicht auch etwas längeren Weg zum Spielerhotel. Kurz nach uns kamen auch die Spieler an und wie es sich für den jüngsten im Team gehört, schleppte der 95er Finn Klang den Koffer von Malin. Die gesamte Horde stürmte wenig später das Nudel- und Salatbuffet – Sportlernahrung eben... Die auf der Speisekarte angebotene 14m Currywurst lockte zwar den ein oder anderen, doch auch so wurden alle satt – zudem war es richtig lecker. Nach dem Essen dackelte Jörg mit dem Mops des Nachbarn über den Hof, während sich die Spieler zum Videostudium ihrer frühen Handballkünste auf ein Zimmer zurückzogen. Dank der milden Abendluft setzten wir uns nach draußen und bekamen auch irgendwann noch ein Getränk. Um kurz nach zehn sausten Trainer Klaus Gärtner und Trommlerin Denise Behschnitt auf den Hof – sie wurden stilecht mit einer Welle begrüßt. Wir schnackten noch eine ganze Weile und bekamen manch Einblick in die Rituale eines erfolgreichen Jugendtrainers. Die Jungs wurden vom Trainer ins Bett geschickt, ließen sich aber noch ein paar Mal auf dem Balkon blicken, wobei Finn Mattsen und Justin „Justus" Heuer uns brav zeigten, dass sie auch Zähne putzten. ;-) Am späten Abend machten wir uns auf den (dieses Mal wirklich 700m langen) Heimweg und tranken im Hotel noch einen Absacker. Cocktails gab es leider nicht. Dass das Hotel Blankenfeld bei Handballern beliebt ist, bewiesen nicht nur die vielen Wimpel an der Wand (u. a. auch von der SG) sondern auch der Herr am Nebentisch: Adnan Harmandic von der HSG Wetzlar und seine Begleitung genossen ebenfalls den schönen Abend.

 

Am nächsten Morgen warteten wir nach einem späten und ausgedehnten Frühstück auf den Mannschaftsbus, der uns zügig ins nur wenige Kilometer entfernte Hüttenberg brachte. Die allgemeine Nervosität, die man am Tag zuvor noch perfekt überspielt hatte, war nun spürbar – wie stark würde der Gegner tatsächlich sein?!

Gut gelaunt, aber auch leicht angespannt, trafen wir am Sportzentrum Hüttenberg ein, wo wir bereits von Jasper, Jill, Sandra und Thomas Heuer erwartet wurden. Schnell wurde die Kartenfrage geklärt und ein Gästeblock eingerichtet. Die beiden Wikinger Ingrid und Sven kamen via Balingen nach Hüttenberg und hatten somit schon zwei Pluspunkte im Gepäck. Ein weiteres gutes Omen! Tina Schilling sowie Ursel und Oke Simons hatten hingegen per Auto den weiten Weg aus dem Norden auf sich genommen und gesellten sich zu uns. Zudem waren auch noch dänische Freunde der Schillings aus Luxemburg sowie Robins Onkel dabei. Während die Mannschaft noch einen kleinen Spaziergang absolvierte, genehmigten wir uns ein Auswärtsalster – war ja schließlich eine Jugendveranstaltung...

 

Da auch die A-Jugend des TV Hüttenberg im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft steht, hatte man aus beiden Partien eine Doppelveranstaltung gemacht. Eine schöne Idee, die uns allerdings eine gut gefüllte und lautstarke Halle befürchten ließ. Eine Befürchtung, die sich als teilweise richtig erwies – viele Zuschauer waren dort, aber von der Lautstärke her konnten wir mithalten...

Beim Aufwärmen machten die Hüttenberger bereits deutlich, dass sie alles für einen Heimsieg geben würden. Wie war das noch bei Dirty Dancing?! „Dies ist meine Hallenhälfte und das ist deine Hallenhälfte. Ich komme nicht in deine und du kommst nicht in meine!"...oder so ähnlich... ;-) Zumindest hatten die Gastgeber von dieser ungeschriebenen Regel wohl noch nichts gehört. Unsere Jungs quittierten das provokante Verhalten jedoch nur mit einem müden Lächeln – gut so.

 

Ingrid und Mario nahmen ihre Fotografenposition ein, Wikinger Thore Jöhnck flaggte auf seinem Kamerapodest, während Denise, Sabine und ich uns die Trommeln schnappten. Die Klatschhände und Fahnen wurden verteilt – wir waren bereit. Beim Einlaufen unserer Spieler machten wir ordentlich Rabatz und verwandelten den Gästeblock in ein Fahnenmeer. Nach dem üblichen Sportlergruß sowie der Wimpelübergabe der beiden Kapitäne ging es endlich los.

Schnell lagen unsere Jungs durch Treffer von Lukas Blohme, Simon (2x per 7m) sowie Robin 4:1 vorn und die Stimmung im Block war prächtig. In der Folge kam es jedoch zu einem unerklärlichen Bruch im SG-Spiel. Während den Hüttenbergern nun quasi alles gelang, lief bei uns nichts mehr zusammen, weder in der Abwehr noch im Angriff. Nach einem 6:0 Lauf der Gastgeber nahm Trainer Klaus Gärtner eine Auszeit, um seine Jungs zu beruhigen und neu einzustellen. Dies blieb jedoch erst einmal ohne Wirkung. Fehlwürfe (auch vom 7m-Strich) am Fließband und große Lücken in der Abwehr, prägten das Bild auf Seiten der SG. Erst nach 21 gespielten Minuten erzielte Krissi mit einem verwandelten Nachwurf beim 7m den 5. SG-Treffer. Sage und schreibe 14 Minuten ohne SG-Torerfolg waren vorüber. Mit einem verwandelten 7m von Simon sowie einem tollen Treffer von Norman nach schönem Anspiel von Per Oke Kohnagel konnte die SG die nächsten beiden Treffer erzielen. Es waren allerdings auch die letzten in der ersten Halbzeit und so ging es mit einem deprimierenden 7:15 aus Gästesicht in die Pause. Im Fanblock war man mehr oder minder ratlos. Von dem souveränen Auftritt gegen die Berliner Füchse am Wochenende zuvor war nichts mehr zu ahnen geschweige denn zu sehen. Wer waren die Jungs in den SG-Trikots und – noch wichtiger – was hatten sie mit unseren Spielern gemacht?

Die zweite Halbzeit begann wenig verheißungsvoll: SG-Stürmerfoul, 2 Minuten Strafe gegen Norman, 2 Minuten Strafe gegen Lukas – und es war noch nicht mal eine Minute gespielt. Kaum war Norman jedoch wieder auf der Platte erkämpfte er in unnachahmlicher Art einen 7m, den Simon sicher zum 8:17 verwandelte. Christopher „Chrosch" Rudeck parierte großartig und vorne wurde endlich einmal schön kombiniert, bis Simon hoch stieg und zum 9:17 nach 29 Minuten traf. Wiederum war Chrosch zur Stelle und vorn traf Niels Jonas Simons mit einer schönen Einzelleistung zum 10:17. Der Fanblock gab jetzt noch einmal richtig Gas, sollte es etwa eine Aufholjagd geben? Es sah so aus, denn hinten rettete Chrosch gleich mit zwei tollen Paraden und vorn traf Per zum 11:17 nach 31 Minuten. Aber dann...war die Luft wieder raus. Ein technischer Fehler, eine unglückliche Schirientscheidung und schon stand es 20:11 für die Gastgeber. Es war der Moment, in dem die Köpfe unserer Jungs langsam aber sicher nach unten sanken. Der Glaube an eine Wende war dahin. Trotzdem stemmten sie sich tapfer und mit dem Mut der Verzweiflung gegen ein Debakel. Chrosch zeigte eine weitere schöne Parade und Simon tankte sich zum 12:22 nach 35 Minuten durch. Wenn sie denn mal ins Spielen kamen, sah es gut aus: Krissi kreuzte mit Per und traf zum 13:22. Trotzdem hatte der TV Hüttenberg nun leichtes Spiel, selbst standen die Gastgeber sicher in der Abwehr und vorn nutzten sie immer wieder clever die sich bietenden Lücken. Beim 25:13 nahm Klaus Gärtner erneut eine Auszeit. Pelle setzte Per schön in Szene und der bedankte sich mit dem 14. SG-Treffer. Das nächste Tor erzielte unser Koldinger dann selbst, es war das 15:27 nach 44 Minuten. Wohl nicht nur im Fanblock sehnte man zu diesem Zeitpunkt den Schlusspfiff herbei... Chrosch parierte einen Tempogegenstoß mit der Nase und musste sich im Anschluss nicht nur mit Nasenbluten auswechseln, sondern auch noch von einheimischen Zuschauern beschimpfen lassen. Ja...er hatte sich ein wenig bewegt, aber muss man bei so einem Spielstand wirklich versuchen dem Torwart einen Scheitel zu ziehen?! Ist wohl Geschmackssache... Finn kam für ihn ins Tor und startete mit einer starken Parade gegen den freien Kreisläufer. Krissi erzielte einen feinen Treffer von Rechtsaußen und hinten war erneut Finn zur Stelle. Kim Petersen rackerte unermüdlich am Kreis und holte nach gut 48 Minuten einen weiteren 7m heraus, den Pelle sicher zum 28:17 verwandelte. Und dann war auch bald Schluss. Zum Glück. Am Ende hieß es 30:17 für Hüttenberg und der „erledigt" Stempel, den wir am Eingang erhalten hatten, hatte plötzlich eine ganz eigene Bedeutung...

 

Klar, dass auf der einen Seite überschwänglich gefeiert wurde, während auf der anderen Seite tiefer Frust herrschte. Enttäuschte „große" Handballer zu sehen, ist nicht schön. Aber enttäuschte „mittelgroße" Handballer zu sehen, ist furchtbar. Leere Blicke und Kopfschütteln ob der eigenen Leistung bei allen Spielern. Keiner konnte verstehen, was in den 43 Spielminuten nach dem 4:1 passiert war. 23 Fehlwürfe (davon allein sechs 7m), dazu etliche technische Fehler – sie waren eine Begründung, aber erklären konnte sie keiner. Mit gesenkten Köpfen schlich man wenig später zum Bus, um sich auf die lange Heimreise zu machen. Ganz ehrlich, Jungs, ich habe noch nie mit Handballern so gelitten wie in diesen Minuten vor der Halle bzw. am Bus mit euch. Dabei habe ich schon so manche bittere Pleite miterlebt.

 

Als alle wieder im Bus saßen und Busfahrer Karl losfuhr, herrschte Friedhofsstimmung. Schweigen, maximal leise Gespräche. Alle waren mit sich selbst beschäftigt, egal ob Anhang oder Spieler. Und dem ein oder anderen graute sicherlich vor den kommenden acht Stunden. Doch manchmal ist es gar nicht so verkehrt, wenn nach so einem Spiel noch eine längere Fahrt ansteht. Nach zwei Stunden hatten schon wieder alle Appetit und eine Goldene Möwe wurde angesteuert. Für die Großen gab es im Anschluss ein Frustbier, die Spieler mussten sich mit Frustnaschi begnügen. Nach drei Stunden Fahrt wurde es hinten im Bus wieder ein bisschen lauter: die Musik war zurück. Gut so! Nach vier Stunden wurde wieder gelacht und auch der Trainer erwachte aus seiner Schockstarre. Um Punkt 19:28 Uhr kam dann von ihm die unmissverständliche Kampfansage: „Die hau'n wir weg! ...und sollten wir doch untergehen – dann mit wehenden Fahnen!" Endlich! Das war wieder der Klaus, den wir kannten. Er sprang entschlossen auf, zog sich seinen Trainerpulli über und verschwand nach hinten in den Bus zu seinen Jungs. Ein schönes Bild, wie sie sich alle um ihn scharrten. Mittlerweile war bei den Jungs der frisch aus der Taufe gehobene „Rap-Battle" in vollem Gange. Außer Klaus und Jörg kam jedoch keiner der Ü17 Fraktion in den Genuss, den Vorträgen der einzelnen Kandidaten lauschen zu dürfen. Aber auch bis zu uns ist vorgedrungen, dass MC N-joy aka MC Nille weit vorn lag, auch wenn MC White Shark eine lautstarke Anhängerschaft hatte. So vertrieben sich die Jungs mehr oder minder niveauvoll die Zeit, während im vorderen Teil des Busses geschlafen, gelesen oder geschnackt wurde. Und was haben wir nicht alles gelernt von dem angehenden Biologen Gärtner... ;-) Für alle, die nicht dabei waren, bleibt jedoch die Frage: wer ist Puck, der schwedische Fisch mit Fußfetisch sowie zwei Glücksflossen, dessen Name etwas mit Salzkrokant zu tun hat? ;-) Ingrid und Sven vermeldeten derweil, genau wie die Heuers gute drei Stunden zuvor, „Wir sind zuhause". Beneidenswert, hatten wird doch noch nicht einmal den Elbtunnel erreicht. Dafür verpassten sie aber die Darbietung von Magier Thies Petersen, der sich vor staunenden Zuschauern ein 5 Cent Stück in den Arm rubbelte. Faszinierend! Die Zeit verging somit wie im Fluge, doch am Elbtunnel kam noch einmal etwas Unmut auf: die Höhenkontrolle war ausgelöst worden und wir stellten uns auf eine längere Wartezeit ein. Jedoch reichte unsere Standzeit gerade mal für eine hastige Zigarette unserer Raucher. An der Ausfahrt „Henstedt-Ulzburg" verließen wir die A7, um Chroschs Eltern nach Hause zu entlassen, sowie dem Bus einer Grundreinigung zu unterziehen. Alle packten mit an und schnell war alles tiptop. Das Beste an diesem Halt war jedoch der Besuch von Lukas und Thies bei Burger King. Thies trug sein Trikot mit der Mc Donald's Werbung. Dies bescherte ihnen zwei BK-Polos – fette Beute und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dem Geruch nach zu urteilen, kamen nämlich beide Shirts frisch aus der Friteuse. ;-) In Neumünster wurde ich aus dem Bus geschubst, allerdings mit einer Verabschiedung, die herzlicher nicht hätte sein können. Auch hier noch mal: Danke, Jungs – ich euch auch! :-) Während ich wenig später zuhause war, musste der Rest noch eine weitere Geduldsprobe überstehen: Vollsperrung der A7 zwischen Schuby und Tarp. Doch auch diese konnte sie nicht von einer Rückkehr nach Flensburg vor Mitternacht abhalten. Eine denkwürdige Fahrt, die wohl keiner so schnell vergessen wird, war zu Ende. Danke, an alle die dabei waren – es hat sehr viel Spaß mit euch gemacht, dem Handballspiel zum Trotz.

 

Nun heißt es, die Köpfe wieder frei zu bekommen und bereit zu sein für das Projekt 14! Hüttenberg hat schließlich schon vor drei Wochen eine 13-Tore-Führung aus dem Hinspiel gegen Hanau verspielt. Warum sollte sich diese 13-Tore-Führung nicht zu einem Fluch für sie entwickeln?! Ich glaube an Klaus und seine Jungs, die auf der Rückfahrt ausgegebene Taktik klang viel versprechend, wird hier aber natürlich nicht verraten. ;-) Vielleicht stellt sich Blocks ja auch noch einmal für eine Trainingseinheit zur Verfügung.

 

Allen Wikingern und sonstigen Interessierten kann ich nur empfehlen, beim Rückspiel dabei zu sein und die Jungs zu unterstützen. Sie haben es sich verdient!Zudem bin ich mir sicher, dass am Sonntag, 29.05.2011, um 14 Uhr wieder „die richtige" B1 auf der Platte der Fördehalle stehen wird und dann wollen wir doch mal sehen, was passiert... Mal ehrlich: alle 3 1/2 Minuten ein Tor aufzuholen, klingt doch gar nicht soooo unmöglich! Viel Erfolg, Jungs!

 

[Astrid]