Sieg gegen Leipzig/Delitzsch beim Louwers-Comeback

20.11.2011 – Zum dritten Spiel des Tages hatten sich auch die First Lady, Marina und Ralf eingefunden, zudem wurden Trommelqueen Tanja Voigt und ich von Stine unterstützt. Der SG-Youngsters Fanblock platzte aus allen Nähten und auch sonst war die Fördehalle sehr gut besucht. Kurz: Es war alles bereit für das Spiel der A1 gegen die Handballakademie (HA) Leipzig/Delitzsch.

 

Die Gäste gingen rasch in Führung, doch nur wenig später hatte Tobias „Tobi" Wickert-Grossmann bereits ausgeglichen. Es war der Startschuss für ein tolles Spiel von ihm. Von der ungewohnten Linksaußen Position war Anders Svensson Noack zum 2:1 erfolgreich. Leider unterliefen den Zollinger-Schützlingen in der Folge vorn ein paar Fehler, die allerdings nicht so tragisch gewesen wären, wenn die Jungs beim Rückzugsverhalten nicht nach dem Christiania-Motto „Nicht laufen – das erzeugt Panik!" gehandelt hätten... So sah sich Christopher „Chrosch" Rudeck drei Schnellangriffen gegenüber, die den Gästen die Führung zurück brachten.

Malte Voigt bewahrte die Ruhe und verwandelte nach vier Minuten einen 7m sicher zum 3:4. Wenig später setzte sich der eben noch gefoulte Tim Witte energisch zum 4:5 durch und Chrosch verhinderte mit einem gehaltenen 7m den erneuten 2-Tore-Rückstand. Es waren fünf SG-torlose-Minuten vergangen, ehe Tim trotz eines Griffs in den Wurfarm zum 5:6 erfolgreich war. Die Halle war nun mehrfach nicht ganz einverstanden mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Als ein Akademiebewohner den Ball deutlich sichtbar aus dem Aus holte und unbehelligt weiterspielen durfte, kochte die Volksseele. Der Ärger schlug aber schnell in Jubel um, als Tobi nach tollem Anspiel von Tim traf. In bester Basketballer Manier klaute Michael „Mike" Williams seinem Gegner nach 12 Minuten den Ball, sprintete nach vorn und erzielte das 7:7 (nein, nicht per Dunk ;-)).

Lukas Blohme war nach einem Fehler der Gäste als Erster vorn und holte die Führung zurück, ehe Chrosch stark gegen den durchgebrochenen Rückraumlinken parierte. Erneut war Lukas erfolgreich – sein gefühlvoller Heber markierte das 9:7 nach 14 Minuten. Die Jungs von Sascha Zollinger hatten offenbar Betriebstemperatur erreicht...

Mit einem schönen Leger über die Fingerspitzen vernaschte Mike den Torwart und die Halle war begeistert. Niels-Jonas „Nille" Simons legte ab auf Tobi und der konnte nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden. Malte trat an und traf mit viiiiiiiel Auge zum 11:9, wobei der Wurf für einen Herzaussetzer bei Mutti sorgte. ;-) Wenig später war Tobi nicht mehr zu halten und verwandelte selbst zum 12:11. Kurzfristig kam Hektik auf: Spieler und Spielgerät sausten auf beiden Seiten hin und her, das Ganze erinnerte an „1, 2, 3 – wer hat den Ball?" Plötzlich hatte Lukas ihn und schon war er (der Ball) im Netz. Sascha Zollinger forderte nun von seinen Jungs „Nicht so konfus spielen!", womit er uns aus dem Herzen sprach. Nach 21 Minuten tauchte Lukas an der Kreismitte auf, wurde von Tim mustergültig angespielt und traf. Sehenswert! Die nächsten beiden Treffer gingen auf Maltes Konto. Er hatte die linke Außenbahn für Pelle Schilling frei gemacht und agierte nun im linken Rückraum. Zweimal zog er ab, zweimal schlug es ein – 16:12 und Auszeit Leipzig/Delitzsch. Zumindest bei uns „Älteren" verursachte die musikalische Untermalung der Unterbrechung altes Fördehallen-Feeling. Hat da 2001 jemand eine CD vergessen? Wir fanden es toll! :-)

Vorn ging der Ball zwar verloren, doch passte Malte beim Zurücklaufen auf und fing den Pass ab. Die Weitergabe an Pelle und dessen Treffer waren nur noch Formsache. Die Gäste waren jetzt wieder besser im Spiel und konnten ein wenig verkürzen, wenn auch ab und zu mit etwas viel Anlauf... Anlauf benötigte Nille fast keinen, stieg aber trotzdem am höchsten und traf zum 18:15. Chrosch kaufte dem Linksaußen Schneid sowie Ball ab und vorn setzte Pelle das Spielgerät sicher vom 7m-Strich aus in die Maschen.

Offensichtlich im Trainer geirrt hat sich der 7er der Gäste, als er Jürgen Bauers Ansage „Höher!" auf sich bezog und seinen Freiwurf diverse Meter über das Gehäuse setzte. Uns war das natürlich nur Recht, denn so ging es mit einem 19:16 in die Kabinen.

Im Gegensatz zur Partie der Vorwoche gegen den HSV Insel Usedom hatten uns Jungs „einfach" Handball gespielt und das sah richtig gut aus.

 

Nur kurz nach Wiederbeginn spielte Anders auf Tobi und der traf trotz Bedrängnis zum 20:16. Die nächsten drei Minuten gehörten den Gästen, ehe Mike blitzschnell auf Tobi ablegte und der zum 21:18 erfolgreich war. Nach 35 Minuten betrat Nils Himmelsbach das Spielfeld und übernahm Chroschs Job im Tor. Nach einem tollen Pass von Mike hatte Tobi ein ganz ungewohntes Gefühl: er stand völlig frei am Kreis und konnte unbedrängt einwerfen.

Nach 37 Spielminuten brandete Applaus auf: nach langer Verletzungspause gab Norman Louwers sein Comeback und zeigte sofort die gewohnte Präsenz am Kreis. Nils wehrte einen Ball ab und vorn ging Anders einfach durch – 24:20. Kaum war er da, war er wieder weg: Nach nur 90 Sekunden musste Norman das Spielfeld „dank" einer Zeitstrafe wieder verlassen. Die frechen Sprüche nach Spielschluss hat er uns aber bestimmt verziehen. ;-)

Plötzlich standen die SG-Youngster nur noch zu viert auf der Platte und Sascha Zollinger sah zudem den gelben Karton. Genau wie er war er jedoch auch der gegnerische Trainer der Meinung, dass die beiden Spielleiter eine klare Linie vermissen ließen, was es für die Jungs nicht gerade einfach machte. Überhaupt fanden wir den Herrn Neumann sehr sympathisch – und er hatte mit uns auch seinen Spaß. Ich sag nur „Abfangen – Gegenstoß – Tor!" ;-)

Nach 42 Minuten kehrte Chrosch ins Tor zurück und parierte sogleich einen Ball. Per Gegenstoß war Mike erfolgreich, was auch bitter nötig war, hatten die Gäste doch zwischenzeitlich ausgeglichen. Ein starkes Anspiel von Mike auf Tobi leitete das 26:24 ein und trug zu unserer Nervenberuhigung bei. Chrosch wehrte einen Ball ab, war beim Nachwurf aber machtlos. Vorn schnappte sich Tim den Ball und ging auf eigene Faust durch – 27:25 und noch 15 Minuten zu absolvieren.

Weniger schöne Szenen gab es nun auf der Flensburger Bank zu sehen... Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit den eigenen Spielern wäre manchmal angezeigt...

Ohne Mutti nervös zu machen, versenkte Malte den Ball vom 7m-Strich im Netz, doch verkürzten die Gäste postwendend erneut auf ein Tor. Genau ins rechte obere Eck zimmerte Tim den Ball zum 29:27 nach 49 Minuten. Aus dem linken Rückraum zog Nille mit extrem viel Dampf ab und erhöhte weiter. Chrosch glänzte mit einer weiteren Parade, doch vorn ging der Ball leider verloren. Per Oke Kohnagel passte aber in der Abwehr super auf und fing einen Pass ab, schnell ging es nun wieder nach vorn und nach 53 Minuten erzielte Nille das 31:27, das der Torwart wohl eher gehört, als gesehen hat... ;-)

An Minihandball fühlten wir uns erinnert, als Lukas beim Gegenstoß an der Mittellinie gelegt wurde und die Schiris der Meinung waren, dass mit einem Händeschütteln der beiden Spieler alles gut sei. Interessante Regelauslegung.

Am Kreis führte Tobi einen Plausch mit der Nummer 4 der Gäste, so richtig einig war man sich augenscheinlich nicht. Lustig, dass nur wenige Sekunden später Tobi einen 7m zugesprochen bekam. Verursacht durch – tata – die Nummer 4. ;-) Malte zeigte sich wenig beeindruckt und verwandelte sicher zum 32:28 nach 55 Minuten. Nur eine Minute später fand er sich selbst im Infight mit zwei Gegnern wieder, ließ sich aber nicht am Torerfolg hindern. Chrosch wehrte einen Kracher aus dem linken Rückraum ab und vorn traf Lukas zum 34:30. Die Jungs der Handballakademie hatten derweil erkannt, dass sie keine Chance mehr hatten. Ungerührt nahm Mike ihnen den Ball ab und schloss den Gegenstoß zum 35:30 selbst ab. Kurz vor dem Ende durften wir ein weiteres Mal jubeln, als sich Anders trotz Foul zum 36:32 Endstand durchsetzte.

 

Der nächste Sieg des Tages war in trockenen Tüchern und wir feierten ihn gemeinsam mit den Jungs. Nun galt es, sich ein wenig die Beine zu vertreten, ehe es für die B1 gegen Stockelsdorf ernst wurde.

 

Die A1 hat nun erstmal ein Auswärtsspiel in Hannover zu absolvieren, ehe es am 03.12. in der Fördehalle gegen den MTV Braunschweig geht. Durch die Überschneidung mit dem Europapokalheimspiel der Großen gegen Banik Karvina ist leider nicht mit Unterstützung aus dem Wikingerlager zu rechnen. Aber Ihr packt das auch ohne uns, Jungs! :-)

 

[Astrid]