Fürs Derby warm gespielt...

19.02.2012 - Am Sonnabend wehte durch die Wikinghalle Europacup-Luft, als die Großen die Mannschaft von FTC-PLER Budapest mit 32:25 besiegten. Beflügelt von diesem Ergebnis trat die B1 am Sonntag gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld an und wollte einen mindestens ebenso deutlichen Erfolg einfahren. Natürlich wurden sie bei diesem Vorhaben wieder einmal von zahlreichen Eltern und vier Wikingern unterstützt. Wieder dabei waren auch unsere beiden 96er, Stefan Wilhelm und Peer Woyczechowski, die am Wochenende zuvor Kienbaum unsicher gemacht hatten. Verzichten musste Trainer Klaus Gärtner hingegen auf Spielmacher Leon Witte, der aufgrund von Knieproblemen geschont wurde. Gute Besserung!

 

Bereits nach einer halben Minute verwandelte Goalgetter Finn Klang einen Tempogegenstoß zum 1:0. Zwar konnten die Gäste den Ausgleich erzielen, doch zeichnete sich Torhüter Thore Jöhnck anschließend mit zwei Paraden aus. Schon in dieser frühen Phase zeigte sich, dass die Abwehr an diesem Tag den richtigen Biss hatte und vorn war Jan Lennart Beering mit zwei schönen Treffern erfolgreich. Thore war gleich zweimal innerhalb eines HSG-Angriffs zur Stelle und Finn legte sehenswert quer über den Kreis auf Philipp „Fips" Asmussen ab, der zum 4:1 nach fünf Minuten traf. Nun war es Michael „Michi" Nicolaisen, der sich mit zwei trockenen Würfen aus dem Rückraum zu Wort meldete und den Spielstand auf 6:2 änderte. Thore parierte stark und spielte einen schönen Pass nach vorn, doch leider brachte der Gegenstoß nichts ein. Machte aber nichts, da der Wikinger nun auch dem gegnerischen Linksaußen den Ball abkaufte. Jan Lennart konnte nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden, den Finn sicher verwandelte. Mit viel Dampf und ein bisschen Glück war Michi nach 13 Minuten erfolgreich – es stand 8:4. Unter den Augen seines jüngeren Bruders setzte sich Nick Witte prima auf Linksaußen durch und baute die Führung aus. Thore wehrte erneut einen Wurf ab und vorn ließ sich Flügelflitzer Fips den 10. SG-Treffer nicht entgehen.

Nach 17 Minuten ging der Ball im Angriff zwar verloren, doch unterband Stefan mit einer grandiosen Flugeinlage den Schnellangriff der HSG, spielte den Ball weiter zu Finn und dieser hatte – mutterseelenallein am Kreis – keine Mühe mit der 7-Tore-Führung. Nachdem Stefan nur wenige Sekunden später einen Gegenstoß zum 12:4 genutzt hatte, reichte es dem Gästetrainer und er legte die grüne Karte vor Wolfgang Dyck und Frank Jöhnck auf den Kampfgerichtstisch. Genützt hat die Auszeit der HSG allerdings nicht so richtig, da es die SG war, die in Person von Peer, die nächsten beiden Treffer erzielte. Sehenswert war hierbei insbesondere das erste Tor des WG-Bewohners, da er mal eben locker den Block überwarf. Thore parierte gegen den durchgebrochenen Halbrechten und bekam von der Tribüne einen Sonderapplaus.

Mit einem beherzten Griff an den Hals von Jan Mattsen verhinderte die HSG-Abwehr den nächsten SG-Treffer, da der fällige 7m leider nicht verwandelt wurde. Es dauerte allerdings nicht lange, bis dieser Treffer dann doch fiel – Marvin Frahm tankte sich durch die Abwehr und platzierte einen Aufsetzer im Tor. Nach einem schönen Block von Stefan schickte Fips den eingewechselten Jan Thiesen auf die Reise und der erhöhte auf 16:5 nach 22 Minuten. Jan M. startete wenig später ebenfalls zum Gegenstoß, wurde kurz vor dem gegnerischen Kreis jedoch unsanft zu Fall gebracht. Nach langer Beratung entschieden die Schiris auf 2 Minuten und 7m – in unseren Augen die richtige Entscheidung. Leider wurde auch dieser 7m nicht genutzt, in Anbetracht des Spielstands nahmen wir es allerdings gelassen. Der nächste Konter der SG-Youngster endete leider in bester Kasper-Nielsen-Manier unter der Hallendecke, sorgte bei uns aber trotzdem für ein Grinsen. Ja, wir Wikinger haben manchmal einen seltsamen Humor... Eine halbe Minute vor dem Pausenpfiff wehrte Thore einen Wurf des freien Kreisläufers ab, spielte einen langen Pass auf Jan T., der den Ball an Jan M. weitergab, was dieser zum 17:6 nutzte. Dank der Großzügigkeit der Herren in quietsch-orange konnten die Gäste durch einen irregulär ausgeführten Freiwurf in der Schlusssekunde noch auf zehn Tore verkürzen.

 

In der Pause erhielten wir dank Denise Behschnitt die Auflösung zum Rätsel „Warum spielen unsere Jungs eigentlich im weißen Auswärts-Trikot?". Sie war recht einfach: der Gegner hatte nur einen Satz Trikots dabei. Wie gut, dass unser Mannschaftsverantwortliche Cord Clausen auf diesen Umstand vorbereitet war und uns somit „Dunkelblau" gegen „Mittelblau" erspart blieb.

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Nach dem Wiederanpfiff machten unsere Jungs dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten: Jan Lennart zog kurz und trocken ab, Michi räumte erst seine Gegenspieler ab und traf anschließend, Thore verhinderte artistisch den nächsten HSG-Treffer – kurz: es lief rund an diesem Nachmittag. Mit seinem vierten Treffer erhöhte Jan Lennart nach 28 Minuten auf 20:7, während Thore auf der Gegenseite handwerkliches Geschick bewies und den Pfosten fest im Boden verankerte. Ein Doppelschlag von Michi sorgte für Jubel auf der Tribüne und hängende Köpfe bei der HSG. Den nächsten Wurf der Gäste wehrte Thore stark mit dem Fuß ab und vorn tanzte Nick seinen Gegenspieler auf dem Weg zum 23:8 nach 30 Minuten ganz elegant aus. Die Tore fielen nun im Halbminutentakt. Jan Lennart aus dem linken Rückraum, Nick per Gegenstoß, Fips von Außen und Michi mit einem Rückraumkracher. Schon stand es 27:8 nach gerade einmal 32 Minuten. Thore wechselte jetzt auf die Bank und Jan Philipp Temme ging zwischen die Pfosten. Mit viel Schwung erzielte Finn den nächsten SG-Treffer, ehe Jan M. einen Gegenstoß locker zur 20-Tore-Führung versenkte. Jan Philipp wehrte einen Wurf ab, doch brachte der folgende Angriff leider nichts ein. Ein starker Block von Finn war nicht nur Beleg für die sehr gute Abwehrarbeit in diesem Spiel sondern leitete auch den nächsten Konter ein, den erneut Jan M. zu nutzen wusste – 30:9 nach 36 Minuten. Jan Philipp konnte sich ein weiteres Mal auszeichnen, so dass die Torausbeute der Gäste zunächst weiterhin im einstelligen Bereich bleib. Klaus Gärtner wechselte nun munter durch, schickte erstmals Hanns Leon Wohlert ins Spiel und besetzte den Rückraum mit Peer, Stefan sowie Marvin. Der ebenfalls aufs Feld zurück gekehrte Bennet Freese nutzte geschickt einen Abpraller, um sich in die Torschützenriege einzureihen. Wenig später war es Stefan, der im linken Rückraum hoch stieg und die Führung ausbaute.

Sven orakelte nun, dass die Gäste den folgenden Angriff für den zehnten Treffer nutzen würden und behielt (leider) Recht. Schocken konnte dieses Tor unsere Jungs aber nicht. Marvin war aus dem zweiten Stock erfolgreich und nach 40 Minuten war es erneut Stefan, der – dieses Mal aus dem rechten Rückraum – zum 34:11 traf. Nick verwandelte einen weiteren Gegenstoß sicher und dann entschieden die Schiris nach einem Foul an Marvin mal wieder auf Strafwurf für die SG. Stefan trat entschlossen an den Strich, spielte mit der Torlatte Doppelpass und erhöhte nach 43 Minuten auf 37:12. ;-) Jan Philipp glänzte mit einer Doppelparade und vorn war Peer erfolgreich. Den Abpraller des eigenen Mittelblocks sicherte Hanns Leon und verwandelte wenig später den Gegenstoß zum 39:13. Einen ausgeben muss Stefan, denn er ging ganz allein durch zum 40. Treffer der Gärtner-Schützlinge. Er war es auch, der gut drei Minuten vor dem Ende mit vollem Körpereinsatz den Ball sicherte und dadurch Hanns Leon einen weiteren Treffer per Gegenstoß ermöglichte. Einfach mitten in die Lücke hinein ging Marvin auf dem Weg zum letzten SG-Treffer. Kurz danach war Schluss und es war sogar noch ein bisschen deutlicher als am Vortag bei den Großen: 42:16 leuchtete es an der Anzeigentafel. Gut gemacht, Jungs!

 

Nach dem sportlichen Händeschütteln mit Schiris und Gegner gab es den Dank an die Haupttribüne sowie „huch, da sitzen ja auch welche auf der Osttribüne" an Denise und die Wikinger. Der von Mama Asmussen gestiftete Zitronenkuchen schmeckte im Anschluss sicher besonders gut.

 

Am kommenden Sonnabend, 25.02.2012, spielt die B1 um 15:00 Uhr in der Kieler Helmut-Wriedt-Halle DAS Spitzenspiel gegen den THW. Nach dem Auftritt gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld kann man nur sagen: „Unsere Jungs sind bereit für die Schlacht!" Auf geht's – viel Erfolg!

 

[Astrid]