Vorbereitung der Jugend läuft (erfolgreich) auf Hochtouren
Der Eulen Cup – jedes Jahr aufs Neue lockt das Jugendturnier der HSG Tarp/Wanderup zahlreiche Mannschaften in den hohen Norden und jedes Jahr aufs Neue ist auch die SG mit ihren Nachwuchsteams am Start. Bei der 20. Auflage in diesem Jahr wurden unsere Farben durch die C1, die B1 sowie die beiden A-Jugendmannschaften vertreten.
Als Fan muss man sich – ebenfalls jedes Jahr aufs Neue – entscheiden, welchen Teams man live vor Ort die Daumen drücken möchte. Alle SG-Spiele zu sehen, lässt der Spielplan leider nicht zu. Da in der B1 mit Torhüter Thore Jöhnck ein Wikinger dabei ist, besitzt diese Mannschaft natürlich Prio1. ;-)
Den Auftakt in das Turnier bildete daher die Partie der B1 gegen den ATSV Habenhausen, die am Samstag um 08:45 Uhr in Eggebek begann. Gleich zu Beginn merkte man deutlich, dass der Schwerpunkt der Vorbereitung bislang auf der Abwehrarbeit lag: hinten stand man sicher, doch vorn lief es nicht wirklich rund. Thore startete mit einer starken Parade ins Turnier und Marvin Frahm erzielte den ersten SG-Treffer beim 1:1 nach drei Spielminuten. Immer wieder zwang man den Gegner zu Fehlern, doch wurden die daraus resultierenden Chancen nicht genutzt. Einzelaktionen, wie die von Finn Klang beim 2:2, mussten helfen. Beim 3:3 durch Marvin sowie dem sicher verwandelten 7m von Finn zum 4:4 nach acht Minuten war man noch gut dabei. Doch taten sich im Anschluss zu große Lücken in der Abwehr auf und die Rand-Bremer konnten sich auf drei Tore absetzen. Marvin reichte es nun und er verkürzte nach elf Minuten auf 5:7. Zwei Minuten später spielte Leon Witte schön auf seinen älteren Zwillingsbruder Nick und der verwandelte sicher zum 6:8. Wenig später konnte Leon nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden, den Finn zum 7:9 in die Maschen setzte. Thore machte im Tor Platz für Jan Phillip Temme und in den Angriff schaltete sich Neuzugang Peer Woyczechowski ein – kaum auf dem Platz traf er zum 8:11. Mit einem seiner berühmten Wackler verkürzte Leon nach 17 Minuten auf 9:11. Dass Peer nicht nur werfen, sondern auch anspielen kann, bewies er wenig später, als er auf Stefan Wilhelm ablegte, der einen 7m für seine Mannschaft heraus holte. Wie so oft traf Finn sicher zum 10:12. Quasi mit dem Pausenpfiff erzielte Leon das 11:13.
Nach dem Seitenwechsel betrat mit Jan Lennart Beering ein weiterer Neuzugang die Platte. Das Problem der vergebenen Chancen bestand aber weiterhin, bevor Peer den Ball zum 12:13 nach 23 Minuten im Tor unterbrachte. Thore war nach der Pause ins Tor zurückgekehrt und konnte sich nun mit einigen Paraden auszeichnen. Nach einer von ihnen brachten seine Mitspieler den Ball schnell nach vorn, Peer legte auf Nick ab und der tunnelte den gegnerischen Torwart zum 13:14 nach 27 Minuten. Gegen den freien ATSV-Kreisläufer war Thore erneut zur Stelle, bevor Jan Lennart den Ball von gut zehn Metern zum 14:15 in die Maschen hämmerte – wow! Die Abwehr stand nun wieder gut und packte hart zu, den Schiris war dies allerdings zu hart und so fand man sich plötzlich in doppelter Unterzahl wieder. Das konnte die Jungs aber nicht wirklich schocken, denn sie ließen in dieser Phase nur einen Gegentreffer zu. Mit einem typischen Michi1-Tor verkürzte Michael „Michi" Nicolaisen auf 15:16, es blieb spannend. Thore parierte und bediente mit einem Sahnepass Nick, der den Ball fing, drei Schritte machte und nach 34 Minuten den 16:16 Ausgleich erzielte. Die SG war endgültig wieder im Geschäft. In den letzten drei Minuten spielte sich Leon in den Vordergrund. Zunächst legte er schön auf Philipp Asmussen ab, der zum 17:18 traf, im nächsten Angriff tankte er sich selbst zum 18:19 nach 38 Minuten durch. Michi stellte beim 19:19 nach 39 Minuten den erneuten Ausgleich her, die Spannung war kaum noch zu überbieten. Eine dreiviertel Minute vor Schluss kaufte Thore dem gegnerischen Linksaußen den Ball ab – plötzlich war der Sieg in greifbarer Nähe. Leon übernahm Verantwortung, ging allein durch und traf 30 Sekunden vor dem Ende zum 20:19. Die erste SG-Führung in diesem Spiel reichte zum Sieg, denn Thore parierte auch den letzten Ball der Habenhausener. Jubel und Erleichterung bei Mannschaft und Fans waren groß – der Start ins Turnier war zwar holprig, aber letztlich erfolgreich.
Im Anschluss an die Partie ging es zügig nach Handewitt, wo die A1 gegen den TuS Esingen im Einsatz war. Freundlicherweise hatte Wikingerin Mary bereits Zwischenstände übermittelt, so dass schon während der Autofahrt klar war, dass es nicht die spannungsreichste Partie des Turniers sein würde. Wer nach sechs Minuten 5:0, nach 14 Minuten 12:3 und nach 17 Minuten 15:4 führt, hat wohl nicht mehr allzu viel Gegenwehr zu erwarten...
Kurz vor der Pause in der altehrwürdigen Wikinghalle angekommen, sah ich noch die Treffer von Finn Dethlefsen und Lukas Blohme, bevor die Esinger den 17:5 Pausenstand herstellten. Den ersten Treffer des zweiten Abschnitts erzielte Simon Freitag nach schönem Anspiel von Finn. Wenig später setzte sich Rick Walder energisch am Kreis durch und verwandelte zum 19:5 nach 24 Minuten. Noch in der selben Minute traf Per Oke Kohnagel per Tempogegenstoß zum 20:5. Spätestens nach den nächsten beiden Treffern von Simon konnten einem die TuS-Spieler ein wenig Leid tun. Per schnappte ihnen den Ball weg, lief einsam nach vorn und traf sicher zum 23:6 nach 27 Minuten. Hinten zeichnete sich Christopher „Chrosch" Rudeck mit zwei tollen Paraden aus und schickte Lukas mit einem langen Ball auf die Reise – 24:6. Rick konnte weiter erhöhen und Chrosch vereitelte eine weitere Möglichkeit der Rand-Hamburger. Den nächsten Ball konnte Rick zwar nicht im Tor unterbringen, bekam aber einen 7m zugesprochen, den Peter Kaulbach sicher versenkte. Kurz darauf wurde Peter nach einem heftigen „Ringelpietz mit Anfassen" durch den Gegner böse zu Fall gebracht – die folgende Zeitstrafe gegen den Esinger war mehr als verdient. Die nächsten beiden Treffer gingen auf das Konto von Tim Witte, der nach 37 Minuten von Finn bedient wurde und kurz darauf einen langen Ball von Chrosch verwertete. Lukas erhöhte auf 29:8 und Chrosch verhinderte den neunten Gegentreffer in artistischer Manier. Den schönsten und zugleich letzten Treffer der Partie erzielte Tim nach Kempa-Anspiel von Mike Williams.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Padborg (nicht nur Bundesligaspieler mögen Faxe Kondi...) ging es zurück nach Eggebek, wo für die B-Jugend das ewig junge Derby gegen den THW Kiel auf dem Programm stand.
Es ging gut los für die Schützlinge von Klaus Gärtner: Philipp traf nach nicht mal 30 Sekunden zum 1:0, Thore parierte, Nick erzielte das 2:1, Finn erhöhte per 7m auf 3:1 und Thore schickte Nick gleich zweimal mit einem langen Ball in Richtung gegnerisches Tor – so stand es nach gerade einmal vier gespielten Minuten 5:1 für die SG. Zwar konnten die Kieler verkürzen, doch stellte Michi den alten Abstand schnell wieder her. Nun zeigte sich, dass die Jungs auch das Angriffsspiel noch beherrschen: Finn legt schön ab auf Rechtsaußen Marvin und der bedankte sich mit dem 6:3 nach sechs Minuten. Kurz darauf war es Kreisläufer Jan Mattsen, der von Finns Auge profitierte und das 8:4 erzielte. Nach neun gespielten Minuten wurde Marvin am Kreis gefoult und Finn verwandelte den fälligen 7m zum 9:5 – noch war die SG-Welt in Ordnung. Doch viele Fehler im Angriff und eine löchrige Abwehr führten dazu, dass der THW nach 14 Minuten zum 9:9 ausgleichen konnte. Sollte das Spiel kippen? Zunächst konnte Finn mit einem weiteren 7m-Treffer die Führung zurückholen, nachdem Philipp nur auf Kosten eines Strafwurfs und einer 2-Minuten-Strafe gestoppt werden konnte. Thore zeigte eine starke Parade, doch konnte auf der Gegenseite der Torwart einen Gegenstoß halten. Im zweiten Anlauf erzielte Nick das 11:10, allerdings gehörten die letzten 2 ½ Minuten der ersten Hälfte dem THW und so wurden mit einem 11:12 aus SG-Sicht die Seiten gewechselt. Dass sich die Jungs nicht kampflos ergeben würden, war klar und dies zeigte sich auch schnell nach Wiederbeginn, als Michi bei zehn Metern hoch stieg und den Ball zum 12:12 genau ins rechte obere Eck zimmerte. Thore verhinderte einen zwei Tore Rückstand und Michi bewies, dass er auch ins linke untere Eck treffen kann – 13:13 nach 23 Minuten. Auf SG-Seite wurde viel gewechselt und jeder wollte seinen Teil zum Erfolg beitragen. Dass es zwischen dem THW und der SG immer mit Biss zur Sache geht, zeigte sich nach 26 Minuten, als Leon unsanft am Wurfarm zu Boden gerissen wurde. Der Kieler wurde zurecht mit einer Zeitstrafe sowie einem 7m, den Finn zum 14:14 verwandelte, bestraft. Thore wuchs nun so langsam über sich hinaus. Zunächst parierte er gegen den freien Linksaußen und entschärfte kurz darauf einen Rückraumkracher. Michi bediente mit einem Ball quer über das gesamte Feld Nick, der zum 15:14 traf. Endlich war die Führung zurück bei der SG. Zwei Minuten später ließ Michi sich auch nicht von zwei Gegenspielern, die an seinem Wurfarm hingen, stoppen und traf zum 16:15. Der THW spielte danach erneut in Unterzahl und die SG nutzte dies in Person von B2-Leihgabe Jakob Habeck, um die Führung auf drei Treffer auszubauen. Thore vereitelte eine weitere THW-Großchance und Jakob traf zum 19:16 nach 32 Minuten. Einen Treffer mit Verzögerung erzielte Michi, die erste vier Tore Führung des Spiels war die Folge. Thore war erneut zur Stelle, bevor Leon vorne hoch stieg und das 21:16 nach 36 Minuten erzielte. Das Spiel der Gärtner-Schützlinge war jetzt sehr, sehr ansehnlich und es zweifelte wohl niemand mehr ernsthaft am zweiten Sieg im zweiten Spiel. Kurz nachdem Thore einen weiteren Wurf aus dem Rückraum pariert hatte, mussten unsere Jungs allerdings noch eine kribbelige Phase überstehen, da sie plötzlich nur noch mit vier Feldspielern auf der Platte standen. Doch außer Ergebniskosmetik war für die Kieler nichts mehr drin. Am Ende hieß es 21:18 für die SG und die Jungs in rot jubelten ausgelassen.
Kaum war der Jubel verklungen, beeilten sich alle, zu den Autos zu kommen: die A1 sollte schließlich schon kurz darauf gegen den TBV Lemgo spielen und das wollte sich niemand vom SG-Tross entgehen lassen. Auch Wikinger Dirk hatte sich in der Ur-Hölle Nord eingefunden.
Das 1:0 erzielte Kreisläufer Tobias „Tobi" Grossmann nach nicht einmal 30 Sekunden. Schnell wurde deutlich, dass beide Seiten sehr aggressiv zu Werke gingen. Ob es wohl daran lag, dass viele unserer letztjährigen „Freunde" des TSV Bayer Dormagen mittlerweile beim TBV aktiv sind?! ;-) Der durch einen in Norwegen „erworbenen" Unterarm- und Kahnbeinbruch vorübergehend außer Gefecht gesetzte Norman Louwers saß nicht nur als zweiter Betreuer neben Geburtstagskind Jörg Blohme auf der Bank, sondern bot sich auch als Wischer an – wurde von den Schiris aber gleich wieder vom Feld geschickt. Schade. Nach gut vier Minuten parierte Chrosch beim Stand von 1:1 einen 7m, woran sich sein Gegenüber zum Glück kein Beispiel nahm, denn nur eine Minute später verwandelte Simon einen 7m zur 2:1 Führung. Es war ein zäher Beginn, obwohl Tim schön im linken Rückraum hoch stieg und das 3:2 erzielte sowie Anders Noack auf 4:2 erhöhte. Die Abwehr agierte allerdings nicht nur bissig, sondern auch effektiv. Chrosch konnte Lukas mit einem super Pass bedienen und dieser bedankte sich nach sieben Minuten mit dem 5:2. 60 Sekunden später hatte man auf der Tribüne ein Déja vu – Lukas traf nach langem Pass von Chrosch zum 6:2. Tim und Simon erzielten die nächsten Treffer, bevor Tim nach 12 Minuten auf Tobi ablegte und der zum 9:4 einnetzte. Kurz darauf gab es das nächste Déja vu: Chrosch parierte den zweiten 7m und wenig später traf Simon per 7m zum 10:4. Als Niels-Jonas „Nille" Simons nach 15 Minuten das 11:5 aus dem rechten Rückraum erzielte, war der SG-Express endgültig ins Rollen gekommen. Per machte den Ball schnell, Lukas legte ab auf Tim und der baute den Vorsprung auf sieben Treffer aus. Tim war es dann auch, der ohne Rücksicht auf (eigene) Verluste den 13:5 Pausenstand herstellte. Per führte wieder einmal klug Regie und setzte nicht nur beim 14:6 durch Simon seine Nebenleute gut in Szene. Nachdem Tobi zum 15:6 getroffen hatte, wechselte Lemgo den dritten Torwart ein – aber auch das sollte ihnen nicht entscheidend helfen. Nach 26 Minuten setzte sich Tobi stark gegen zwei TBVer durch und die zehn Tore Führung war perfekt. Auf der Bank lehnte sich derweil Danish Dynamite Pelle Schilling, der aufgrund einer schmerzhaften Nackenverspannung pausieren musste, mit einem Lächeln zurück. Der Sieg war längst in trockenen Tüchern. Die Lemgoer konnten in der Folge ein wenig verkürzen, doch dann erzielte Rechtsaußen Peter einen sehenswerten Treffer zum 17:9. Peter war es auch, der nach 32 Minuten spektakulär an der Mittellinie den Ball erkämpfte und ihn zu Simon spielen konnte. Simon sah Per und der schloss zum 18:9 ab. Rick setzte sich kraftvoll am Kreis durch und Mike traf wenig später zum 20:11. Finn und Per spielten vorbildlich einen Doppelpass, den Finn zum 21:11 nach 35 Minuten verwandelte. Der nächste Treffer ging auf das Konto von Mike, der sich den Ball erspitzelte und den folgenden Konter erfolgreich abschließen konnte. Der zwischenzeitlich eingewechselte Nils Himmelsbach parierte nun einen Wurf mit der Nase und musste blutend ausgewechselt werden. Den letzten Treffer der Partie erzielte Tobi nach einem sehenswerten Anspiel von Per – 24:13 hieß es da auf der Anzeigentafel.
Anstatt einen kurzen Abstecher nach Jarplund zu machen und ein paar Minuten A2 gegen die JSG Hastedter TSV / HC Bremen zu gucken, entschieden Mary und ich uns dafür nach Eggebek zu fahren und dort die Sonne zu genießen, bevor es zum Spiel des VfL Fredenbeck gegen die B1 wieder in die Halle ging. Vor dem Anpfiff rieb man sich auf der Tribüne verwundert die Augen ob der sehr jungen Schiedsrichter. Der Eindruck mag getäuscht haben, aber sie wirkten jünger als manch Spieler...
Klaus Gärtner setzte in diesem Spiel auf Rotation und brachte vor allem die Jungs ins Spiel, die bislang nur wenige Einsatzzeiten bekommen hatten. Es dauerte ein bisschen, bis sich die Jungs gefunden hatten, doch dann ging es los... Der erste Treffer resultierte aus einer Neuzugang-Co-Produktion: Peer kreuzte mit Jan Lennart und Letzterer versenkte den Ball mit Schwung zum 1:3 nach vier Minuten im gegnerischen Tor. Jan Philipp parierte prima und drei Minuten später war der Ausgleich geschafft, als Jan Thiesen von Jakob in Szene gesetzt wurde. Die nächsten beiden Treffer gingen auf Peers Konto, der vom Gegner einfach nicht zu halten war – 5:4 nach knapp zehn Spielminuten. Der VfL blieb jedoch dran und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Jan T. bediente mustergültig Kreisläufer Jan M., der zum 6:5 traf. Den nächsten Treffer erzielte Jan T. dann wieder selbst. Es folgte eine starke Parade von Jan Philipp, bevor Peer auf den kurzfristig zum Kreisläufer mutierten Jan Lennart ablegte, der mit dem 8:6 die erste zwei Tore Führung für die SG heraus warf. Nach 13 Minuten fing Jan T. einen Pass des Gegners ab und verwandelte den anschließenden Gegenstoß sicher zum 9:6. Noch in der gleichen Minute traf er ein weiteres Mal, ehe sich Jan Philipp erneut auszeichnen konnte. Peer erhöhte auf 11:6 und dann reihte sich auch der dritte B1-Neuzugang, Bennet Freese, in die Torschützenriege ein. Der Schweriner holte kurz darauf zudem eine Zeitstrafe sowie einen 7m heraus, den Stefan sicher zum 13:7 im Tor unterbrachte. Beim 13:8 wurden die Seiten gewechselt. Stefan erzielte auch gleich den ersten Treffer des zweiten Abschnitts, dieses Mal allerdings aus dem Rückraum. Jan Philipp verhinderte einen Gegentreffer und bediente Bennet mit einem langen Pass – das 15:8 war die Folge. Auch am nächsten SG-Tor war Bennet beteiligt, zunächst blockte er einen Fredenbecker Wurf mit nur einem Arm, um anschließend in den Lauf von Hanns Leon Wohlert zu spielen. Nun war auch Finn im Spiel und erzielte ganz cool das 17:8 nach 25 Minuten. Der folgende Treffer ging wieder auf Stefans Konto, der nicht lange fackelte. Nach einer weiteren Parade von Jan Philipp war es Finn vorbehalten, für die erste zehn Tore Führung des Spiels zu sorgen, nachdem er sich den Ball selbst vorgelegt hatte. Der 20. SG-Treffer fiel mit freundlicher Unterstützung des Innenpfostens, wurde aber Stefan gutgeschrieben. Rechtsaußen Jakob bewies in der Folge, dass er es auch aus dem Rückraum kann und zeichnete für den 21. Treffer verantwortlich. Nach 33 Minuten sperrte Bennet den Weg für Philipp frei, der so leicht und locker das 22:11 erzielen konnte. Stefan fing einen Ball ab und passte in Bennets Lauf, der dank einer artistischen Einlage doch noch zum 23:12 traf. Die Tore fielen nun im Minutentakt. Stefan tankte sich durch und Bennet verwandelte einen weiteren Gegenstoß – 25:12 nach 36 Minuten. Die letzten vier Treffer gingen allesamt auf Jakobs Konto: einmal aus dem Rückraum, zweimal vom Kreis und einmal ganz cool per 7m, nachdem Bennet nur zu Lasten einer Zeitstrafe sowie eben eines 7m gestoppt werden konnte. Am Ende hieß es 29:15 für die Gärtner-Truppe und das 0:3 vom Anfang war ganz weit weg. Der Gruppensieg war genauso unter Dach und Fach wie das Viertelfinale und man blickte in lauter strahlende Gesichter.
Abschließend noch ein Wort zu den sehr jungen Schiris: sie haben ihren Job prima gemacht und waren wesentlich überzeugender als manch älteres Gespann.
Für mich war der erste Tag des Eulen Cups nun beendet, da beim Schindler Cup in Hamburg mit Torge Johannsen, Jakob Thoustrup, Nikolaj Veje Rasmussen sowie Erik Veje Rasmussen alte Bekannte „auf mich warteten".
Die B1 gewann ihr Viertelfinale souverän mit 21:17 gegen den TBV Lemgo, während die A1 beim 30:17 Viertelfinalsieg mit der gastgebenden HSG kurzen Prozess machte. Schade, dass die Viertelfinalbegegnungen der A2 (17:19 gegen den VfL Bad Schwartau) und der C1 (12:17 gegen den THW Kiel) nicht auch so gut ausgingen.
Als das Ergebnis „der Großen" vom Heide Cup in Lüneburg bekannt wurde (29:27 Sieg gegen den TBV Lemgo), lieferte Nick das abschließende Zitat des Tages per SMS: „Ganz schön blöd für Lemgo, spielen heute dreimal gegen die SG und verlieren dreimal!" ;-)
Wer Sonntag morgens um kurz vor acht in der Schafflunder Sporthalle mit den Worten „Du hast doch auch kein Leben. Mal ehrlich...du brennst doch!" begrüßt wird, weiß, dass er alles richtig gemacht hat und sich das frühe Aufstehen für die C1 gelohnt hat. In diesem Sinne: Vielen Dank, Melle, du alter Charmeur – ich hab mich auch gefreut, dich zu sehen. ;-) Bei der C1 handelt es sich (für uns Fans) um viele neue Gesichter, ergänzt um die alten C1-Hasen Melf Voigt, Magnus Asmussen und Marlon Runow sowie Neu-Trainer Sven Witting. Ich war gespannt, wie sich die neuformierte Truppe nach der Viertelfinalniederlage am Vortag schlagen würde und hatte mich deswegen zu nachtschlafender Zeit auf den Weg gemacht. Gegner war der TuS Aumühle/Wohltorf, dessen Spieler offensichtlich besser aus dem Bett gekommen waren, als unsere Jungs. Schnell lag man 0:2 hinten bis Tim Siebert nach guten zwei Minuten den ersten Treffer erzielen konnte. Sowohl Angriff als auch Abwehr wirkten noch ein wenig schläfrig, so dass Magnus erst nach fünf Minuten der Anschluss zum 2:4 gelang. Nach sieben Minuten betrat Melf das Spielfeld und versenkte kurz darauf einen Gegenstoß zum 4:5. Torhüter Hannes Petersen war gegen den freien Kreisläufer zur Stelle und auf der Gegenseite verwandelte Melf einen 7m zum Ausgleich. Magnus erzielte nach neun Minuten die erste Führung, die Dänemark-Import Niklas Jepsen wenig später auf 7:5 ausbaute. Melf bewies ganz viel Auge, als er dem Torhüter den Ball zur drei Tore Führung ganz sanft über die Finger legte, unverständlich, dass nicht alle im SG-Fan-Lager erkennen wollten, dass dies mit voller Absicht geschah. ;-) Allerdings war die SG-Herrlichkeit schnell wieder vorbei und man ging nur mit einem 9:8 in die Pause.
Der Eckernförder Jung' Tim drückte diesem Spiel seinen Stempel auf, ob als Kreisläufer, Gegenstoßsprinter oder Rückraumschütze – immer wieder war er für seine Farben erfolgreich. Als Tom Cordes nur zu Lasten einer Zeitstrafe sowie eines 7m gestoppt werden konnte, verwandelte Melf sicher zum 12:10 nach 20 Minuten. Er war der andere herausragende Akteur und bewies kurz darauf, dass er es auch von Linksaußen kann. Der 14. SG-Treffer ging auf das Konto von Robin Breitenfeld, der den Konter am eigenen Kreis startete und sich auch von zwei Gegenspielern nicht beirren ließ. Hannes parierte einen weiteren Ball und vorn legte Robin schön ab auf Niklas Latendorf, der sich das 15:10 nicht entgehen ließ. Das schönste Tor erzielte Johannes Krüger nach Kempa-Anspiel durch Robin, es war das 17:13 nach 26 Minuten. Auch Marlon wollte sich jetzt noch in die Torschützenliste eintragen, dies gelang ihm mit gleich zwei Treffern, bevor Tom in bester Billardmanier den 20:13 Endstand herstellte.
Das Spiel um Platz 5 war erreicht und wurde später am Tag souverän mit 15:14 (8:6) gegen den TSV Rudow Berlin gewonnen.
Gut gelaunt ging es nach Tarp, wo das Halbfinale zwischen der B1 und dem NTSV Strand 08 auf dem Programm stand. Endlich mal wieder ein Strandspaziergang... Neben den erneut zahlreich erschienenen Eltern reihte sich an diesem Tag auch Denise Behschnitt bei den Hallen-Hoppern ein. Schön. :-) Die ersten Minuten der Partie gestalteten sich ausgeglichen, Finn traf aus der zweiten Etage zum 1:1, Michi glich zum 2:2 aus. Im Anschluss zeichnete sich Torhüter Thore gleich zweimal aus und Finn sorgte nach fünf Minuten für die erste SG-Führung des Spiels. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass Strand am Ausgleich schnuppern konnte... Unwiderstehlich spielten sich die Gärtner-Jungs in den folgenden sieben Minuten förmlich in einen Rausch. Die Abwehr stand sattelfest und wenn doch mal ein Wurf durch kam oder ein Gegner allein auf ihn zustürmte, war Thore zur Stelle. Vorne trafen die SG-Youngster fast nach Belieben, Michi gleich mehrfach, Marvin von Rechtsaußen, Stefan per 7m, Nick ganz lässig und Jan M. nach Anspiel von Michi. Beim Stand von 10:2 gingen in der Treenehalle 2 kurz die Lichter aus – eine großartige Symbolik für die Jungs aus Strand... Allerdings konnten sie in der Folgezeit ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben und bis auf vier Tore heran kommen. Dann allerdings sah Leon seinen Kreisläufer Jan M. und der ließ sich auch durch eine herzhafte Umklammerung nicht vom 11:6 nach 17 Minuten abhalten. Zwei Minuten später verwandelte Philipp einen 7m sicher zum 12:7, alles war wieder im Lot. Thore parierte einen weiteren Kracher aus dem Rückraum und hechtete dem Ball bis zur Seitenlinie hinterher. Dass es dann doch statt Abwurf vom SG-Tor Einwurf für Strand gab, hat er leider, leider erst ein wenig später mitbekommen. Der folgende Augenaufschlag und das „Ach so!?" waren filmreif... Allerdings waren die Schiri-Mädels dagegen völlig immun. ;-) Nichtsdestotrotz blieb es beim 12:7 und Klaus Gärtner konnte seine Taktiktafel zurück in den Rucksack stecken. Nach Wiederbeginn leistete man sich zu viele Fehler, so dass die Strander auf 9:12 verkürzen konnten. Nun reichte es Peer, er fasste sich ein Herz, stieg hoch und traf zum 13:9 nach 26 Minuten – und wiederholte dies nur wenig später. Thore konnte sich bei einem Gegenstoß auszeichnen, bevor Jakob 7m würdig am Wurf gehindert wurde. Finn traf sicher zum 15:10 nach 30 Minuten. Peer bediente Nick, Marvin schloss einen Gegenstoß erfolgreich ab und Peer schraubte sich erneut in die Luft – 18:11 nach 32 Minuten. Hinten vernagelte Thore das Tor und vorn nutzte Nick geschickt einen Abpraller. Kurz darauf nahm er einen langen Ball seines Torhüters auf und traf zum 20:11. Finn spielte beim Gegenstoß per Tipppass auf Michi und der ließ sich nicht lange bitten. Auch der 23. SG-Treffer ging auf das Konto des großen Nordfriesen. Jakob stellte nach 39 Minuten mit freundlicher Unterstützung des NTSV Torwarts den 24:12 Endstand her, da Thore auch die letzte Chance des Gegners vereitelte. Er und seine Mannschaftskollegen hatten in beeindruckender Weise umgesetzt, was er (nach Aussage von Klaus Gärtner) vor dem Spiel als Motto ausgegeben hatte: „Wir legen uns wie ein Bettlaken über Strand" – und in der Tat war am Ende nichts mehr von den Strandern zu sehen, während die Gärtner-Jungs obenauf waren. ;-)
Apropos Klaus Gärtner: dieser verließ nun Tarp, um eine Mischung aus Juniorteam und SG 3 beim Knutzen Cup in Hürup zu betreuen. Die B1, viele Eltern sowie Denise und ich verließen ebenfalls Tarp, um die A1 bei ihrem Halbfinale in Sieverstedt zu unterstützen. Nachdem sich der VfL Bad Schwartau im ersten Halbfinale der A-Jugend gegen den THW Kiel durchgesetzt hatte, stand für unsere Jungs das Halbfinale gegen die JSG Hastedter TSV / HC Bremen mit Trainer „Schildkröte" (wer hierzu Näheres wissen möchte, wende sich bitte vertrauensvoll an Per...) auf dem Programm. Leider hatte es im Spielplan Verzögerungen gegeben, so dass das Spiel erst mit ca. 20 Minuten Verspätung angepfiffen wurde. Schnell lag man durch Tobi 1:0 in Front und in Anbetracht der Tatsache, dass die JSG nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatte, sahen alle dem Spiel recht entspannt entgegen. Mike erzielte die nächsten beiden Treffer inkl. verwandeltem Gegenstoß. Für die 4:1 Führung nach drei Minuten war Simon per 7m verantwortlich. Es schien alles nach Plan zu laufen, doch drei Minuten später hatten die Bremer ausgeglichen. Trotz eines tollen Tors von Simon schlichen sich nun immer mehr Fehler in den Angriff ein – hatte man den Gegner unterschätzt? Lukas brachte seine Farben beim 6:5 erneut in Front und Nils parierte stark. Doch plötzlich lag man hinten und auf der Tribüne wurde man leicht nervös. Anders sorgte mit seinem Treffer vom Kreis für ein wenig Beruhigung. Es blieb eng, nicht zuletzt weil die Abwehr immer wieder große Löcher aufwies. Nils war es zu verdanken, dass diese Löcher nicht allzu oft bestraft wurden. Kurz vor der Pause trat Per zweimal stark in Erscheinung. Zunächst spielte er in höchster Bedrängnis auf Tobi, der im Fallen zum 9:9 traf. Kurz vor der Pause fing Per dann einen Ball ab und vollendete den Gegenstoß sicher zum Halbzeitstand von 10:9. Die B1 verließ die Halle, das Endspiel wartete. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Simon und Nils parierte. Nun wollte auch Maike Petersen mitspielen – oder lag ihr Kurzauftritt auf derPlatte doch nur an der nicht richtig geschlossenen Tür am Spielfeldrand? ;-) Die JSG agierte immer wieder am Rande des Zeitspiels, machte dies aber so geschickt, dass es nicht abgepfiffen wurde. Am Tag zuvor noch komplett außer Gefecht, betrat jetzt ein von oben bis unten getapter Pelle das Spielfeld und konnte gleich mal den Alleingang von Per zum 12:11 bejubeln. Nils hatte einen richtig tollen Tag erwischt und wehrte in dieser Phase Bälle am Fließband ab. Per nach Anspiel von Mike und im Anschluss Tim mit einem starken Rückraumwurf sorgten beim 14:12 nach 35 Minuten für einen fast beruhigenden Vorsprung. Nachdem Per einen Fehler des Gegners zum 15:13 genutzt hatte, waren noch drei Minuten auf der Uhr und durch die Halle hallten „Flensburg!" Rufe. Wenn mich nicht alles täuscht, wurden sie zunächst von THW Spielern angestimmt... Hiervon angetrieben erzielte Tobi nach feinem Anspiel von Mike 1 1/2 Minuten vor dem Ende das 16:14. Das sollte doch wohl reichen...oder etwa nicht?! Die Bremer konnten erneut verkürzen und Sekunden vor dem Ende rutschte Nils der letzte Wurf der JSG unglücklich über die Finger: 16:16 und somit Verlängerung. Leider konnten Denise und ich sie uns nicht mehr ansehen, da es uns zum B-Jugend-Finale nach Tarp zog. Dort hatte es allerdings auch Verzögerungen im Spielplan gegeben, so dass uns Maikes Anruf noch vor der Halle im Sonnenschein erreichte: „Mit einem Tor im 7m Werfen gewonnen. Chrosch hat den zweiten 7m gehalten. Leider ist Per fürs Finale gesperrt, weil er am Ende der Verlängerung ein taktisches Foul begangen und direkt Rot gesehen hat." Durchatmen...
In der Treenehalle 1 machten nun die Mädchen das Spielfeld frei und das Finale der männlichen B-Jugend konnte angepfiffen werden. Und was war das für ein Finale... Zum Erstaunen aller SG-Anhänger traf kurz vor Spielbeginn Klaus Gärtner in der Halle ein. Er war zurück vom Knutzen Cup und wollte seinen Jungs im Endspiel zur Seite stehen. Gut so!
Hatte man im Gruppenspiel die Kieler noch relativ sicher im Griff gehabt, lag man nun prompt 0:1 hinten. Finn glich aber postwendend aus, wenig später glänzte er als Anspieler, als er Philipp schön in Szene setzte. Die Abwehr präsentierte sich nicht so sicher wie noch in den Spielen zuvor. Nick konnte aber erneut ausgleichen und Michi sorgte nach fünf Minuten für die erste SG-Führung. Thore parierte gegen die Jungs aus seiner Heimatstadt, konnte aber nicht verhindern, dass seine Mannschaft plötzlich mit 4:6 hinten lag. Finn sorgte mit einem Doppelschlag für den Anschluss. Thore konnte zwei Bälle aus dem Rückraum abwehren und Philipp erzielte den Ausgleichstreffer nach 10 Minuten. Nick sorgte nach einem Fehler der THWer per Gegenstoß endlich mal wieder für die Führung. Doch dann brachen so ziemlich alle Dämme und die Kieler konnten einen Konter nach dem anderen laufen. Jan M., zweimal nach Anspiel von Peer, und Finn sorgten mit ihren Toren zumindest dafür, dass beim Pausenstand von 11:15 noch nicht alles verloren war.
Philipp und Finn konnten weiter verkürzen und hinten lenkte Torhüter Jan Phillip einen Gegenstoß mit einem starken Reflex an den Pfosten. Nach 25 Minuten war durch einen weiteren Treffer von Finn der 14:15 Anschluss hergestellt. Peer war hellwach, als er einen Abpraller zum 15. SG-Tor nutzen konnte. Doch wollte der Ausgleich einfach nicht gelingen, im Gegenteil – nach 30 Minuten lag der THW erneut mit drei Toren in Front. Michi holte die Keule raus und Nick verwertete einen langen Pass von Jan Phillip mit tollem Einsatz zum 17:18. Schade, dass die übrigen SG-Spieler nur jetzt einmal kurz aufwachten und ihre Vereinskollegen lautstark unterstützten. Das kannte man aus den letzten Jahren anders, Jungs... Michi fühlte sich hierdurch offensichtlich motiviert und erzielte das 18:18. Finn konnte zwar eine Überzahlsituation nutzen, doch ließ sich der THW nicht beirren und ging kurz darauf mit zwei Treffern in Führung. Zweimal Michi und einmal Finn waren die Garanten dafür, dass beim 22:22 nach 38 Minuten noch alles drin war. Allerdings ging der THW eine Minute vor Schluss erneut in Führung. Die Spannung war – Vorbereitungsturnier hin oder her – kaum noch auszuhalten. Marvin zeigte sich hiervon unbeeindruckt und traf 20 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten 23:23. Verlängerung...und ein guter Stresstest für die Fannerven. Denise meinte weise, dass sich in der Verlängerung zeigen würde, wer dem Druck besser standhalten könnte... Der THW startete mit einem Fehlwurf, auf der Gegenseite zog Leon einfach mal ab und holte die 24:23 Führung. Der THW agierte nun hektisch und machte erneut einen Fehler. Finn traf abgeklärt zum 25:23 nach drei Minuten der fünfminütigen Verlängerung. Der THW konnte 60 Sekunden vor Schluss noch einmal verkürzen, aber das war es dann auch. 25:24 – der Jubel auf Seiten der SG kannte keine Grenzen. Während sich unsere Jungs in den Armen lagen, ließen die Kieler verständlicherweise die Köpfe hängen. Sie waren soooo nah dran gewesen, doch in der Verlängerung hatten ihnen die Nerven den Dienst versagt. Großes Kompliment an dieser Stelle an Lukas Wucherpfennig vom THW, der schon kurz nach dem Abpfiff den Sieg der SG neidlos anerkannte und die Fehler der eigenen Mannschaft klar benannte. Großes Kompliment aber auch an die Gärtner-Jungs, die nie aufgesteckt hatten und am Ende das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite hatten. Der erste „Titel" der Saison war in trockenen Tüchern und entsprechend vergnügt fand man sich kurz darauf im Gastronomiebereich der Treenehalle ein, um die Akkus wieder aufzufüllen. Die Anhänger machten es sich derweil im Schatten vor der Halle bequem und genossen das schöne Sommerwetter.
Zum Abschluss des Turniers wartete noch das Endspiel der männlichen A-Jugend. Unsere Jungs gegen den VfL Bad Schwartau. Eine Mannschaft, die nicht nur wegen Trainer und Betreuerin stark an den NTSV Strand 08 erinnert. Es ist schon etwas speziell, wenn man als Trainer inklusive Spielerstamm den Verein wechselt, weil man sich mit dem eigenen Verein nicht für die A-Jugend-Bundesliga qualifiziert hat. Aber gut...jeder wie er mag. Maikes Vorhersage hatte sich leider bewahrheitet und Per musste dem Spiel von der Seitenlinie aus folgen. Sicherlich eine sehr bittere Pille für ihn, aber wer weiß, ob die A1 überhaupt ins Finale gekommen wäre, wenn er sich nicht „geopfert" hätte. Insofern: Alles richtig gemacht, Per!
Es ging gut los für die Jungs von Sascha Zollinger – 1:0 durch Tim. Chrosch hatte sich von seinen Magen-Problemen im Halbfinale erholt und stand wieder zwischen den Pfosten. Die Schwartauer agierten extrem aggressiv und neben dem Spielfeld entbrannte ein Sängerwettstreit... Wie im Spiel der B1 produzierte auch die A1 im Angriff viele Fehler, die dem VfL Konter ermöglichten. Zwei schöne Tore von Lukas ließen die SG beim 3:5 nach sieben Minuten noch Tuchfühlung halten, zumal Chrosch im Anschluss toll parieren konnte. Tobi konnte weiter verkürzen, doch nach 13 Minuten musste Tim bereits zum zweiten Mal auf die Strafbank. Es mag die Vereinsbrille sein, aber für mich war es zweierlei Maß mit dem die Schiris agierten. Die Rand-Lübecker nutzten die Überzahl, um wieder mit zwei Treffern in Führung zu gehen, bevor Nille verkürzen konnte. Lukas erzielte noch einen Treffer für die SG, doch dann lag man plötzlich mit 6:10 hinten. In dieser Phase schickte Sascha Zollinger Justin „Justus" Heuer aufs Feld, der aber leider auch nicht die Wende erzwingen konnte. Kurz vor der Pause konnte Nille noch mal treffen, doch wechselte man mit einem 7:11 die Seiten.
Bei den Fans machte man sich damit Mut, dass die B1 zur Pause ebenfalls mit vier Treffern zurück gelegen hatte – das Endergebnis war bekannt. Nils stand nun wieder im Tor und startete mit einer Parade. Pelle hatte seine Schmerzen endgültig vergessen (ein Hoch auf die Pharmaindustrie!) und traf mit einem verzögerten Wurf zum 8:11. Nille und erneut Pelle hielten die SG beim 10:13 nach 24 Minuten in Schlagdistanz. Leider wurde es dem VfL aber immer noch zu leicht gemacht, eigene Tore zu erzielen. Daran änderte auch ein von Nils gehaltener Gegenstoß nicht viel. Peter wurde bei einem Wurfversuch ins Gesicht geschlagen und dem Gegner wurde der Ball zugesprochen – interessante Regel... Nils schickte Pelle mit einem langen Ball auf die Reise und der dänische Flügelflitzer traf sicher zum 11:15. Auch Tim reihte sich bei den Torschützen ein, bevor Nils sich erneut auszeichnen konnte. Pelle rockte nun auch vom 7m Strich dänisch – 13:16 und noch neun Minuten zu spielen. Doch das war es dann auch schon wieder und der VfL konnte sich die fünf Tore Führung zurückholen, ehe Mike und Peter auf 15:18 verkürzten. Tim warf mit dem Mute der Verzweiflung, musste aber kurz danach das Spielfeld endgültig verlassen. 90 Sekunden vor Schluss traf Mike für die SG, es war der letzte Treffer für die Zollinger-Schützlinge, die sich am Ende 17:22 geschlagen geben mussten. Die Schwartauer hatten leider verdient gewonnen.
Die Siegerehrung wurde in diesem Jahr mit Unterstützung von Jan Holpert durchgeführt, der den Mannschaften Urkunden und Pokale überreichte. Eine besondere Ehre wurde Finn Klang zuteil, der aus Jans Hand T-Shirt und Urkunde für den besten Spieler des männlichen B-Jugendturniers erhielt. Selten war eine Auszeichnung verdienter... Auch an dieser Stelle noch mal: Glückwunsch, Finni! :-) Ebenfalls noch mal Glückwunsch an die B1 und die A1 für die tollen Platzierungen und ein großes Kompliment an die C1, die sich nach der Viertelfinalniederlage nicht hat hängen lassen, sondern noch einen guten 5. Platz erreicht hat. Die A2 hat es nach ihrer unglücklichen Viertelfinalniederlage am Sonntag etwas ruhiger angehen lassen und belegte am Ende den 8. Rang. Alles in allem war es eine tolle Vorstellung, die die SG beim 20. Eulen Cup abgeliefert hat. Die einzelnen Mannschaften wissen nun, woran sie noch arbeiten müssen und werden sicher noch zielgerichteter auf die neue Saison hinarbeiten.
Auf jeden Fall kann man sich als Fan schon jetzt auf die kommende Spielzeit mit unseren Nachwuchsteams freuen. Wie bereits in den letzten Jahren machen die Jungs einfach Spaß und zeigen tollen Handball. Vorbeischauen lohnt sich!
Die einzelnen Spieltermine werden rechtzeitig auf der Wikinger-Homepage bekannt gegeben.
[Astrid]