Erfolgreicher Ausflug an die polnische Grenze
15.01.2012 - Am Sonntag nahm auch die A1 der SG wieder den Spielbetrieb auf und das sogleich beim HSV Insel Usedom im weit entfernten Ahlbeck. Aufgrund der relativ langen Anfahrt waren ein Teil der Mannschaft sowie ein paar Eltern bereits am Sonnabend angereist.
Aber...mit übernachten kann ja jeder... ;-) Und so machten sich am Sonntag Trommelqueen Tanja Voigt sowie mit Ingrid, Sven und mir gleich drei unerschrockene Wikinger von Bred- bzw. Nordhackstedt
via Kiel auf den Weg. Zwar zickte die Scheibenwischanlage ein wenig, doch konnte dies unsere gute Laune bei strahlendem Sonnenschein und freien Straßen nicht beeinträchtigen.
Kurz vor Grevesmühlen offenbarte sich ein erstes Reisehighlight, als Tanja auf einem Baum einen Adler ausmachte... Nein, die Flasche Prosecco war zu dem Zeitpunkt noch nicht offen. ;-) Wenig später
wurden wir von einem weißen Kleinbus überholt: Sascha Zollinger, Jürgen Bauer und die restlichen Spieler waren ebenfalls auf dem Weg nach Usedom. Warum man uns allerdings keines Blickes würdigte,
blieb unbeantwortet....püüühhhh... ;-)
Kurz vor Grimmen und hinter Tessin sahen wir ein paar der bekannten weißen Langhals-Adler, die meist in Gruppen auftreten. Ja...Handballreisen bilden! Weniger schön und lustig sah es an der Peene
aus. Übereinstimmend waren wir der Meinung, dass es manchmal doch nicht so schön ist, ein Haus direkt am (bzw. nun im) Wasser zu haben...
In Ahlbeck angekommen, wollten wir nur mal schnell gucken, wo die Halle ist, doch auf dem Parkplatz trafen wir auf Betreuer Jörg Blohme, einen Teil der Mannschaft sowie einige mitgereiste Eltern.
Eine herzliche Begrüßung folgte und schon stiegen wir wieder ein. Wir machten eine kleine Inselrundfahrt, bewunderten dabei großartige Häuser und landeten schlussendlich in Strandnähe in einem
kleinen Café. Dort gesellten sich Maike und Mario Petersen sowie Britta und Leif Witte zu uns, die von einem lustigen Abend in einer gemütlichen Weinbar zu berichten wussten... Nachdem wir uns
gestärkt hatten, machten wir einen kurzen Abstecher an den Strand (man muss doch mal die Ostsee sehen!), kehrten anschließend zur Halle zurück und bezogen den Gästeblock. Dort trafen wir dann auch
Claudia und Steffen Grossmann sowie Jutta und Joachim Pohl. Ja, wir waren ein stattlicher Fanblock! Ehrengäste hatten wir auch: Stamm-Busfahrer Karl und sein Kollege, die dienstlich in der Nähe
waren, hatten es sich nicht nehmen lassen, unseren Jungs einen Besuch abzustatten. Tolle Geste!
Kaum war das Spiel angepfiffen, zappelte der Ball auch schon im Usedomer Netz. Niels-Jonas Simons hatte sich nicht lange bitten lassen. Christopher „Chrosch" Rudeck zeichnete sich sogleich mit
einer Parade aus und nach einer guten Spielminute erhöhte Malte Voigt auf 0:2.
Vor dem Spiel hatten wir die beiden großen Trommeln und die zugehörigen Trommler links neben unserem Block noch belächelt. Doch schon wenige Minuten nach dem Anpfiff gingen sie uns gewaltig auf die
Nerven. Laut ist okay, aber das war nicht mehr feierlich – und monton noch dazu. Unsere Jungs ließen sich hiervon aber zum Glück nicht beeindrucken und standen sicher in der Abwehr. Und wenn dann
noch mal jemand durch kam – so wie der Usedomer Kreisläufer – war Chrosch zur Stelle.
Malte zog aus dem linken Rückraum ab, Chrosch parierte erneut und Tim traf trotz Foul. Schon stand es nach fünf Minuten 0:4 und wir schienen (trotz der Trommeln) einen entspannten Nachmittag vor uns
zu haben...
Doch dann schlichen sich leider viel zu viele Fehlwürfe bei den Zollinger-Jungs ein und obwohl Chrosch sowohl gegen den freien Kreisläufer als auch den Linksaußen hervorragend parierte, hatten die
Usedomer nach rund zehn Minuten ausgeglichen. Ups... Mike Williams fasste sich nun ein Herz, stieg hoch und holte die Führung zurück. Diese währte allerdings nicht lang und plötzlich lagen wir sogar
hinten. Doch dann verwandelte Tim Witte einen Tempogegenstoß trotz Fouls (mit einer Zeitstrafe geahndet) zum 6:6. Bei den Großen wurde er zum Spieler des Monats Dezember gewählt und auf Usedom traf
Malte sicher zum 7:7 nach 16 Minuten.
Mit einem verdeckten Wurf aus dem Rückraum hatten die Gastgeber zum Glück keinen Erfolg, da Chrosch hellwach war und den Ball fing. Das Spiel wogte nun hin und her, ohne dass bei einer Mannschft
Zählbares herauskam. Nach unserem Geschmack blieben in dieser Phase zu viele Fouls, z. B. an Lukas Blohme und Tobias „Tobi" Wickert-Grossmann ungeahndet. Insgesamt haben die beiden Herren in türkis
aber eine gute Partie abgeliefert.
Es waren 20 Minuten absolviert, als Tobi trotz größter Bedrängnis per Gegenstoß die Führung zurück zur SG holte. Mit einem schicken Kempa-Anspiel legte Mike auf Malte ab und der traf ohne Probleme
zum 7:9.
Sascha Zollinger und Jürgen Bauer wechselten nach der folgenden Auszeit fast wie beim Eishockey. Lediglich Chrosch und Lukas, der nach gut zehn Minuten für den an diesem Tag leider glücklosen Peter
Kaulbach ins Spiel gekommen war, blieben auf der Platte – alle anderen gingen runter und wurden durch Pelle Schilling, Finn Dethlefsen, Per Oke Kohnagel, Anders Svensson Noack und Norman Louwers
ersetzt. Der HSV ging nun „etwas" rabiat zu Werke, was auch bestraft wurde, doch konnten unsere Jungs gleich zwei 7m nicht nutzen. Ärgerlich...
Nach 26 Minuten war es dann erneut passiert: der HSV hatte ausgeglichen. Technische Fehler und Fehlwürfe der SG-Youngsters sorgten dafür, dass wir wenig später wieder in Rückstand gerieten. Dann
allerdings holte Norman einen 7m heraus, den Pelle zum 10:10 nach 29 Minuten in die Maschen setzte. Der letzte Wurf vor dem Pausenpfiff gehörte zwar den Gastgebern, doch wehrte Chrosch ihn ab.
In der Pause waren wir uns einig, dass es nur besser werden konnte mit unseren Jungs und waren alle sehr zuversichtlich, dass dies auch passieren würde. Zudem schwelgten einige von den
mitgereisten Mamis kurz mal in Weihnachtsstimmung, als über die Lautsprecher „3 Haselnüsse" zu uns kamen. ;-)
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Sascha Zollinger schickte die Formation der letzten Minuten zurück aufs Parkett und schon ging es weiter. Die Insulaner hatten Anwurf, konnten aber nicht in Führung gehen, da Chrosch einen Wurf aus dem rechten Rückraum sicher parierte. Auf der anderen Seite stieg Finn einfach mal hoch, zog ab und traf.
Die Usedomer Trommeln grenzten mittlerweile an Körperverletzung, nicht nur in unserem Block hielt man sich die Ohren zu… Wir trommelten allerdings auch fröhlich weiter und begleiteten so Lukas auf
seinem schnellen Weg zum 10:12. Die Abwehr stand nun richtig gut und gestattete den Gastgebern kaum noch einen Wurf. Lukas schnappte sich den Ball und schickte Pelle auf die Reise. Kurz vorm
gegnerischen Kreis wurde der dänische Flügelflitzer allerdings extrem bösartig gelegt und musste erstmal behandelt werden. Mit entschlossenem Gesicht stand er wieder auf und marschierte an den
7m-Strich. Auf der Tribüne unkte man, ob das wohl gut gehen würde – es ging sogar ganz wunderbar und schon wehte der Danebrog durch die Pommernhalle. Drei Tore vor, das Spiel entwickelte sich
deutlich in die richtige Richtung.
Chrosch wehrte erneut einen Ball ab und nach gut 34 Minuten spielte Tim schön auf Pelle, der erneut gefoult wurde – er traf trotzdem zum 11:14. In den folgenden drei Minuten sorgte allein Chrosch auf
Seiten der SG für Jubel – erst kaufte er dem Rechtsaußen den Ball ab und dann parierte er einen Gegenstoß. Dann fasste sich Finn zweimal bei 9m ein Herz und erhöhte auf 11:16. Solche Würfe würden wir
sehr gern öfter von ihm sehen! :-) Sein gewohnt gutes Auge bewies Per, als er Norman anspielte, was dieser zum nächsten SG-Treffer nutzte. Auch am nächsten Tor war unser Kreisläufer indirekt
beteiligt, da er sich nur auf Kosten einer Zeitstrafe und eines 7m stoppen ließ. Pelle ließ dem HSV-Torhüter keine Chance und wir bejubelten das 13:18 nach 40 Minuten.
Kraftvoll tankte sich Per nun durch die Abwehr – erneut entschieden die Schiris auf Strafwurf. Dieses Mal trat Malte an und verwandelte ebenfalls sicher. Leider hagelte es in dieser Phase einige
Zeitstrafen und 7m gegen uns, so dass die Gastgeber doch noch mal ein wenig verkürzen konnten. Zudem agierten die Usedomer mit einer Manndeckung gegen Tim. Nach 44 Minuten nützte ihnen dies aber
wenig, als Per erneut durchging, erneut gefoult wurde und Malte erneut traf – 16:20. Ein paar Fehlwürfe vorn und ein bisschen Unaufmerksamkeit hinten sorgten dafür, dass wir noch mal ein bisschen
zitterten. Doch dann war Chrosch wieder einmal zur Stelle und verhinderte den Anschlusstreffer. Genau wie von uns bekam er auch von seinem Torwart-Kollegen Nils Himmelsbach, der tags zuvor beim
Juniorteam geglänzt hatte, reichlich Applaus.
Die Abwehr unserer Jungs gab nun noch einmal alles. Dies galt auch für die Gastgeber, doch konnte auch eine Hand im Gesicht Tobi nicht vom 18:21 nach 48 Minuten abhalten. Mit einer mächtigen Klebe
sorgte Tim für den nächsten Treffer, ehe sich Chrosch ein weiteres Mal auszeichnen konnte. Tim wiederholte seine Aktion einfach mal und schon stand es nach 50 Spielminuten 18:23. Zwar brachte der
nächste Angriff unserer Jungs nichts ein, doch fiel auch auf der Gegenseite kein Tor, da Tobi einen Tempogegenstoß in allerletzter Sekunde und nur wenige cm vor dem eigenen Kreis unterband.
Stark!
Ganz offensichtlich wollten die SG-Youngsters uns nun noch etwas bieten, denn mit einem traumhaften Kempa bediente Mike Malte und der erhöhte auf sechs Treffer Vorsprung. Nach 54 Minuten zog Tim
geschickt zwei Abwehrspieler auf sich, so dass Malte plötzlich ganz viel Platz und umso weniger Mühe mit dem 19:25 hatte. Mike setzte nun Per in Szene und nur wenige Momente später schnappte sich Tim
in der Abwehr den Ball, welchen Lukas per Gegenstoß sicher zum 20:27 verwandelte. Das (für mich) schönste Tor des Tages fiel nach 57 Minuten, als Lukas quer durch den Raum auf den heran fliegenden
Tim spielte und dieser die erste achte Tore Führung erzielte. Der in diesem Spiel wieder einmal bärenstarke Chrosch entnervte die Gastgeber endgültig und vorn bediente Tim schön den frei stehenden
Tobi. Mike verwandelte noch einen Gegenstoß und Chrosch wehrte noch einen Ball ab, ehe wir endgültig und lautstark jubeln durften.
21:30 hieß es an der Anzeigentafel und mit der zweiten Hälfte waren wir Fans so richtig zufrieden. Wie Tobi es später richtig formulierte „Alle haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen!“ Endlich
waren die Usedomer Trommeln verstummt und wir genossen die Welle mit der Mannschaft und einem kräftigen „Auswärtssieg!“ (das man euch aber alles vorsagen muss, Jungs… ;)).
Am Halleneingang trafen wir wenig später auf frisch geduschte Strahlemänner, die sich brav für die Unterstützung bedankten und mit Begeisterung das Zuckerdepot wieder auffüllten.
Ein Teil der Reisegruppe suchte gemeinsam die Goldene Möwe in Greifswald auf, von wo es gut gestärkt und zufrieden auf die letzten „paar“ km Heimreise ging. Am Ende waren sich alle einig, dass es
nicht nur ein erfolgreicher sondern auch ein richtig schöner Ausflug an die Ostsee gewesen war.
Am kommenden Wochenende muss die A1 erneut in der Ferne antreten, dann aber „nur“ beim HSV Hamburg (Sonntag, 14:30 Uhr). Das nächste Heimspiel der Zollinger-Bauer-Jungs wartet am Sonntag, 29.01.,
wenn um 14 Uhr der VfL Potsdam seine Visitenkarte in der Fördehalle abgibt.
Auch hier noch mal der Hinweis: Chrosch wurde für die Wahl zum Flensburger Talent des Jahres nominiert! Wer für ihn abstimmen möchte (und das möchten wir doch alle!), ruft die (50 Cent / Festnetz) an oder sendet eine SMS (50 Cent) an die Nummer 52020 mit dem Text „sport fl 13“.
[Astrid]