Eindrucksvoll Revanche genommen

Bereits am Freitagabend war das Juniorteam in der Wikinghalle im Einsatz. Zu Gast war die HSG Hohn/Elsdorf, eine der beiden Mannschaften also, die unseren Jungs in dieser Spielzeit eine Niederlage zugefügt haben. Die Zeichen standen somit auf Revanche. Die Wikinger-Gruppe war an diesem Abend mit fünf Leuten SEHR übersichtlich, aber die meisten der übrigen „Verdächtigen" waren schon auf dem Weg nach Budapest, um unsere Großen im Europacup zu unterstützen. Mit Ingrid und mir waren aber zwei Wikinger dabei, die auch das Hinspiel gesehen hatten und sich nur zu gut an die teils überharte Gangart des Gegners erinnerten. Wir waren gespannt...

Da die gegnerischen Fans einfach mal „unseren" Tribünenbereich okkupiert hatten, bekamen wir bei den anwesenden A-Jugendlichen Pelle Schilling, Norman Louwers, Finn Dethlefsen und Justin Brand-Heuer Asyl. Danke, Jungs. :-) Zudem gab es an diesem Abend neben Johannes Bongert noch einen weiteren Special Guest und dieser sah sogar sein erstes Juniorteam-Spiel: Grímur, seines Zeichens Wikinger-Maskottchen seit der CL-Reise 2008 nach Island. Warum Grímur noch in Handewitt war und nicht im Bus nach Budapest saß...nun...wer das wissen möchte, fragt am besten Präsi Ingo persönlich. ;-) Dank Ingrid war er jedenfalls einen halben Tag später in Ungarns Hauptstadt und konnte die Großen am Sonntag wie gewohnt unterstützen. Aber hier geht es ja ums Juniorteam...

 

Die Gäste gingen schnell in Führung, doch fast eben so schnell glich Marc „Blocks" Blockus aus. In der Abwehr schnappte sich Thies Jakob Volquardsen den Ball, stürmte nach vorn und legte auf Blocks ab – die erste Führung des Spiels war nach drei Spielminuten geschafft. Dank einer artistischen Einlage konnte Jacob Weidner etwas später einen Abpraller nutzen und seinen ersten Treffer in dieser Partie erzielen. Auf der Gegenseite setzte sein Bruder Paul eine erste Duftmarke, als er einen 7m vereitelte.

Lasse Scharge war zum 4:2 erfolgreich, doch bescherten zwei schnelle Treffer den Gästen den Ausgleich. Völlig unbeeindruckt hiervon holte Morten Dibbert nach neun Minuten die Führung zurück, die wenig später durch zwei von Simon Hennig sicher verwandelte 7m ausgebaut wurde. Einen technischen Fehler der HSG nutzte Blocks dazu, den Ball schnell zu machen und Jannis Koellner anzuspielen, der mit dem 8:4 nach 12 Minuten keine Probleme hatte. Nun war es Morten, der in der Abwehr aufpasste. Mit einem sensationellen Pass bediente Jannis den am Kreis lauernden Simon und der erhöhte weiter. Blocks tankte sich durch die Abwehr, Morten fackelte nicht lang – schon stand es 11:6 nach 14 Minuten.

Paul wehrte einen Wurf ab und nun ging es schnell nach vorn, Thies Jakob legte auf Jacob ab und der konnte nur auf Kosten eines 7m gestoppt werden. Ein 7m mit Schmunzelfaktor. Simon täuschte an, der Torhüter setzte sich auf den Hosenboden, ließ noch ein „Ooooooooooohhhhh" hören und sammelte Sekunden später den Ball aus dem Netz.

Auch der nächste Treffer, es war das 13:6, ging auf Simons Konto, der dabei seinen Gegenspieler vernaschte und sich dadurch eine spontane La Ola der A-Jugendlichen verdiente. Morten und Simon erzielten die nächsten beiden Tore ehe Paul sich gleich zweimal mit starken Paraden auszeichnen konnte. Die beiden auffälligsten Spieler des Tages waren für die Treffer 16 und 17 verantwortlich – zunächst nutzte Blocks einen Abpraller und dann marschierte Morten einfach durch die Abwehr. Bei gerade einmal acht Gegentreffern, sah es nach 22 Minuten richtig gut für die SG aus. Auch die Jungs der A-Jugend waren ganz zufrieden und gemeinsam spekulierten wir, ob ein ähnlicher Spielverlauf am nächsten Tag gegen die Füchse aus Berlin denkbar sei...

Ganz trocken erzielte Morten nach 24 Minuten den nächsten Treffer, ehe sich die Jungs eine fast vierminütige Auszeit beim Torewerfen nahmen. Dann war es Lasse, der per Gegenstoß das 19:11 besorgte. 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts hatte Trainer Klaus Gärtner die grüne Karte bereits in der Hand und war auf dem Weg zum Kampfgericht...doch Morten hatte offenbar keine Lust auf eine Auszeit und hämmerte den Ball zum 20:12 Halbzeitstand in die Maschen.

 

Trotz der deutlichen Führung sahen wir keiner entspannten zweiten Hälfte entgegen. Dafür haben wir einfach zu viele Spiele des Juniorteams in dieser Saison gesehen. ;-) Aber natürlich waren wir optimistisch, dass es mit dem Sieg klappen würde.

 

Kurz nach Wiederbeginn ging Simon an den 7m-Strich und erhöhte. Thies Jakob hämmerte den Ball ins Eck und Blocks war zum 23:14 nach 34 Minuten erfolgreich. Kurz darauf gab es leicht hämisches Gelächter in unserem Fanblock...tjaja, Stürmerfoul provozieren will gelernt sein, liebe HSG. ;-)

Blocks stellte wieder mal seine Spiellaune unter Beweis und bediente sehenswert Lasse, der keine Probleme beim Abschluss hatte. Wenig später parierte Paul einen Gegenstoß und Simon verwandelte einen von Jacob herausgeholten 7m sicher zum 25:16 nach 37 Minuten. Der Arm der Schiris war schon eine Weile in der Luft, als sich Thies Jakob den Ball schnappte und ihn im gegnerischen Tor unterbrachte. Paul entschärfte einen Wurf aus dem rechten Rückraum, bevor erst Blocks und dann der an diesem Abend groß aufspielende Morten die nächsten Treffer erzielten. Es waren 40 Minuten absolviert und an der Anzeigentafel leuchtete ein 28:19. Alles im grünen Bereich also.

Doch dann kam plötzlich unnötige Hektik auf und die Chancenverwertung ließ deutlich zu wünschen übrig. Uns konnte das aber nicht wirklich schocken, wir wussten, dass die Jungs die Kurve bekommen würden. Den Beweis hierfür trat Blocks an, als er sich ein Herz fasste und die fünfminütige Torflaute mit dem 29:24 beendete. Dass er aber nicht nur werfen, sondern auch anspielen kann, zeigte sich an diesem Abend öfters – so auch als er den frischgebackenen Physiotherapeuten (Glückwunsch!) Brijan Schmidt schön in Szene setzte und dieser sich per Tor bedankte.

Zum zweiten Mal an diesem Abend trat nun B1-Spieler Nick Witte als „Wischerkind" in Aktion. Gut gemacht! :-) Paul entschärfte erst einen Rückraumkracher und hechtete dann dem Ball mit vollem Einsatz in Richtung Seitenlinie hinterher. Wir hatten Sorge um seine körperliche Unversehrtheit, aber es ging alles gut und er hatte den Ball!

Auch von einem Schubser ließ sich Jacob nicht stoppen, nachdem er schön von Blocks angespielt wurde – 31:24 nach 47 Minuten. Der SG-Express war endgültig wieder in der Spur. Die Abwehr stand sehr aufmerksam und nahm dem Gegner immer wieder den Ball ab. Morten legte vorn elegant auf Daniel Finkenstein ab und dieser erzielte souverän den nächsten Treffer. Paul wehrte einen weiteren HSG-Wurf ab und Blocks zog zum 33:26 ab. Ganz, ganz starkes Spiel vom Kieler Blondschopf! Das nächste Tor war eine Co-Produktion unserer beiden Ex-Westerrönfelder: zunächst lenkte Morten den Ball in der Abwehr artistisch ab, Lasse schnappte sich das Spielgerät, startete zum Gegenstoß, legte ab auf Morten und der ließ sich nicht lange bitten. Aus dem linken Rückraum schleuderte Marc den Ball ins Netz und Morten übte kurzfristig für das Europacup-Spiel am Sonntag – er ging an den Kreis.

Paul parierte nun sogar im Sitzen und Simon vollendete einen Pass zum nächsten Treffer. Zippe wünschte sich jetzt die 40, was bei verbleibenden fünf Spielminuten nicht unmöglich erschien. Lasse war es derweil vorbehalten, mit dem 37:27 die 10-Tore-Führung heraus zu holen. Paul fing auch den nächsten Ball im Sitzen und Lasse war per Gegenstoß erfolgreich. Den nächsten Angriff der Gäste beendete Mark Walder, indem er sich den Ball schnappte, von dort gelangte dieser zu Finn Kohnagel, der schickte Lasse und er ließ den Torwart ziiiiiemlich alt aussehen. Frech, aber genial! ;-)

Knapp vier Minuten vor dem Ende war Zippes Wunsch also in greifbarer Nähe, allerdings erwiesen sich die SG-Spieler kurzfristig als Geizhälse – mehrfach wurde der 40. Treffer regelrecht verweigert. Auf Maike Petersens Vorschlag hin kam daher von einer Wikingerin die relativ lautstarke Ansage „Jungs, die Kiste geht auf uns!" Gehört, oder nicht – Marc zog ab und auf der Anzeigentafel leuchtete nach knapp 59 Minuten – endlich – die 40! Geht doch... ;-) Trotz eines heftigen Schubsers spielte Mark einen schönen Pass auf Daniel und der erzielte kurz vor dem Abpfiff den 41:27 Endstand.

 

Es war also am Ende doch eine entspannte zweite Halbzeit – auch mal schön! :-) Nach dem Spiel sah man lauter strahlende Gesichter und Morten bekam von uns noch viele gute Wünsche für den Europacup-Ausflug mit auf den Weg.

Unsere Jungs haben den Platz an der Sonne somit deutlich verteidigt und können am Sonnabend, 25.02., um 16:45 Uhr mit viel Selbstvertrauen bei der HSG Schülp/Westerrönfeld in der Heidesandhölle auflaufen. Viel Erfolg! :-)

 

[Astrid]

 

P.S. Die versprochene Kiste Flens wurde übrigens bereits am Sonnabend an Blocks übergeben. :-)