Heimsieg gegen den Tabellennachbarn

23.10.2011 – Am Sonntagnachmittag stand das Heimspiel des Juniorteams gegen den Tabellennachbarn, die HSG Schülp/Westerrönfeld, auf dem Programm. Dies war für eine stattliche Anzahl Wikinger ein guter Grund, um in die Wikinghalle zu kommen. An der Kasse saß dieses Mal A2-Spieler Justin Brand-Heuer, der von Yvonne Kanthak unterstützt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften hatte die HSG einen kleinen, aber lautstarken Fanclub dabei. Für gute Stimmung während der 60 Minuten war also gesorgt.

 

Kaum war das Spiel angepfiffen worden, stand es auch schon 1:0 – Marc „Blocks" Blockus hatte nicht lange gefackelt. Simon Hennig setzte wenig später einen drauf, ehe sich Paul Weidner mit einer ersten Parade auszeichnen konnte. Blocks erhöhte weiter, Paul parierte und Thies-Jakob Volquardsen war per Gegenstoß zum 4:0 nach nur zwei Minuten erfolgreich. Selbst frei vom Kreis scheiterten die Gäste an Paul, die jedoch wenig später zum ersten Mal erfolgreich waren. Mit viel Dampf erzielte Blocks den nächsten SG-Treffer und konnte wenig später eine weitere Parade von Paul bejubeln. Thies-Jakob spielte vorbildlich auf Daniel Finkenstein, der eine große Lücke zum 6:3 nach sieben Minuten nutzte. Erst blockte er erfolgreich und dann traf gegen seine alten Mannschaftskameraden zur ersten 5-Tore-Führung – Morten Dibbert. Die Gärtner-Jungs legten ein unglaubliches Tempo vor und ließen der HSG kaum Luft zum Durchschnaufen. Thies-Jakob, Lasse Scharge, Simon – die Treffer fielen im 30-Sekunden-Takt und nach elf Minuten stand es 10:5. Unter den Zuschauern weilte nicht nur Jan Torben „JT" Ehlers, sondern auch Herr Heinl und auch ihm wird nicht entgangen sein, an wen der nächste Treffer von Daniel nach feinem Anspiel von Morten erinnerte... Fangen – drehen – Tor, das sah nach einer sehr exakten Kopie von Michael V. Knudsen aus. Respekt! :-)

Die HSG konnte in der Folge ein wenig verkürzen und dann kam B1-Spieler Jan Lennart Beering zu seinem ersten Einsatz beim Juniorteam – als Wischer. Nach 15 Spielminuten spielte Blocks schnell auf Rechtsaußen Lasse und der hatte mit dem 12:8 wenig Mühe. Paul wehrte einen weiteren Wurf ab, ehe Blocks mit viel Schwung durch die Abwehr ging. Morten bewies ein gutes Auge, als er dem HSG-Torhüter durch die Hosenträger warf, es war das 14:10.

Paul parierte gegen den frei stehenden Linksaußen, der Ball kam schnell nach vorn und Lasse traf mit wenig Mühe zum 15:10. In einem der folgenden Angriffe ging Blocks mit viel Druck auf die Abwehr, so dass sich der Linksaußen auf ihn konzentrierte. Lasse stand dadurch frei, bekam den Ball und bedankte sich mit dem 16:11 nach 21 Minuten. Den nächsten Treffer erzielte der Kieler Ostufler dann wieder selbst, auch zwei am Arm hängende Gegenspieler konnten ihn nicht davon abhalten. Jacob Weidner rackerte nun am Kreis und Jannis Koellner legte schön ab auf Simon, der mit viel Übersicht zum 18:13 nach 23 Minuten traf. Der HSG wurde mal wieder ein 7m zugesprochen, den Paul an die Latte guckte – oder hatte etwa doch unser „Paul Weidner" Sprechchor den Schützen spontan daran erinnert, WEN er da vor sich hatte, so dass er in Ehrfurcht erstarrte? ;-) Wenig später entschieden die Schiris erneut auf Strafwurf, den Paul abwehren konnte. Beim folgenden Nachwurf war er jedoch machtlos.

Leichtsinnsfehler im Angriff ermöglichten der HSG die Rückkehr ins Spiel, die Jungs vom Kanal verkürzten auf 18:17. Unsere rechte Seite war heute allerdings richtig stark und so setzte Blocks Lasse zwei weitere Mal in Szene und der verwandelte beide Male sicher. Leider war auch die HSG noch zweimal erfolgreich, doch dann nutzte Jannis wieselflink die schnelle Mitte und traf zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 21:19.

 

In der Pause sah man viele zufriedene Gesichter auf der Tribüne. Zwar hatten die Jungs einige Fehler gemacht und das Ergebnis war nicht wirklich deutlich und doch hatte man das Gefühl, dass ein Heimsieg bevorstand.

 

Nach Wiederbeginn konnte Paul sich bei zwei HSG-Angriffen mit tollen Paraden auszeichnen, doch gelang unseren Jungs vorn nicht wirklich viel. Nach 33 Spielminuten fasste sich Blocks ein Herz und erhöhte auf 22:19. Eine Minute später war es Morten, der hoch stieg und abzog, schon lagen wir wieder mit vier Treffern in Front. Paul konnte einen weiteren 7m abwehren und dieses Mal landete der Abpraller nicht wieder beim Gegner. Thies-Jakob verhinderte dies durch eine elegante Flugeinlage. Vorn wurde das Tempo weiter hoch gehalten und Thies-Jakob traf ganz fix zum 24:20 nach 35 Minuten.

Gleich dreimal in Folge konnte sich Paul mit einer tollen Parade auszeichnen. Stark! Allerdings bedeutete dies auch, dass unsere Jungs in der Zwischenzeit keinen eigenen Treffer erzielt hatten. Dies hatte ein Ende, als Thies-Jakob nach 38 Minuten am Kreis Daniel sah und der zum 25:21 traf. Daniel war es auch, der sich kurz darauf in der Abwehr den Ball schnappte. Er gab ihn schnell an Simon und der spielte ihn weiter zu Blocks, der den Gegenstoß erfolgreich zum 26:23 abschloss. Prima Spiel von ihm! Auch auf Seiten der HSG lieferte jemand ein prima Spiel ab: der Rechtshänder, der als Rechtsaußen immer wieder unsere Torhüter narrte. Es sollte verboten werden, dass jemand mit der „falschen" Hand von Außen wirft! ;-)

Morten stieg hoch in den 2. Stock, zog ab und traf zum 27:24, doch in den folgenden zwei Minuten unterliefen unseren Jungs zu viele Fehler und so hatte die HSG nach 43 Minuten plötzlich ausgeglichen. Wie später ein gut gelaunter Blondschopf zu Protokoll gab, drohte in dieser Situation aber keine Gefahr. Vielmehr wollte die Mannschaft damit lediglich den Fanblock zu noch mehr Lautstärke animieren. Experiment geglückt, behaupte ich mal. ;-)

Thies-Jakob übernahm in dieser (subjektiv) brenzligen Situation Verantwortung und marschierte allein durch die Abwehrreihen. Kurz zuvor eingewechselt, konnte sich Leon Höck sogleich mit einer Parade auszeichnen. Thies-Jakob wiederholte seine vorige Aktion und schon waren wieder zwei Tore zwischen SG und HSG. Auf der Tribüne atmete man ein bisschen durch...

Der HSG-Kreisläufer kam frei zum Wurf, scheiterte aber an Leon. Thies-Jakob schnappte sich den Ball, sprintete nach vorn und spielte im richtigen Moment quer auf Lasse, der den Ball zum 30:27 nach 46 Minuten in die Maschen hämmerte. Auch der nächste Treffer ging auf sein Konto, nachdem Jannis ihm schön in den Lauf gespielt hatte.

Während seine Kollegen im Angriff beschäftigt waren, hatte Leon Zeit, den herab gefallenen Fuchs wieder im Tor zu befestigen. Ein Maskottchen, das so viel Glück bringt, hatte diese besondere Behandlung aber auch verdient.

Lasse warf und traf an diesem Tag aus allen Lagen – 32:28. Starke Vorstellung des ehemaligen HSG-Spielers. Jacob zeigte vollen Körpereinsatz, als er nach 49 Minuten in den Kreis hechtete und einen Abpraller ins Tor faustete. Leon parierte zweimal, wobei insbesondere die Aktion gegen den freien Linksaußen sehenswert war. Kaum zurück auf dem Spielfeld griff sich Blocks den Ball und traf zum 34:29. Das hohe Tempo brachte den Gegner offenbar an den Rand der Belastbarkeit; als einer von ihnen mit einem Krampf in Leons Kreis liegenblieb, betätigte sich dieser sportlich fair als Physio und setzte nicht Wikinger-Präsi Ingos Rat um...

Thies-Jakob traf zum 35:30, ehe Leon zunächst mit einer starken Parade einen Gegenstoßtreffer verhinderte und wenig später auch einen 7m abwehren konnte. Auf der Gegenseite schraubte sich Blocks in die Höhe und traf fünf Minuten vor dem Ende zum 36:31. Lasse gelang an diesem Tag fast alles, nicht nur vorn war er erfolgreich sondern lief jetzt auch noch einen Gegenstoß des Gegners ab. Klasse!

Leon glänzte nun mit drei Paraden – zweimal aus dem Spiel heraus und einmal bei einem 7m. Wie viel Respekt er sich durch seine Glanztaten erarbeitet hatte, zeigte sich, als der erste potentielle Schütze kurz vor dem Strich abdrehte und den Ball schnell weitergab. Nützte der HSG aber auch nichts. ;-)

Jannis tanzte seinen Gegenspieler aus, der zuvor bereits von Brijan Schmidt verwirrt worden war, und traf zum 37:33. Es war noch eine Minute auf der Uhr und Wikinger Roland ließ sich zu der gewagten Prognose „Das ist gelaufen!" hinreißen. ;-) Er sollte Recht behalten und wie schon in der ersten Halbzeit erzielte Jannis den letzten Treffer vor dem Abpfiff. An der Anzeigentafel leuchtete ein 38:33, das von Mannschaft und Fans gemeinsam gefeiert wurde. Ein Spiel, das durch viele kluge Wechsel auf Seiten der SG sowie ein extrem hohes Tempo geprägt war, war zu ende. Diesem Tempo waren auch die vielen Gegentreffer geschuldet. Wenn man selber an die 70 Angriffe spielt, hat der Gegner eben auch trotz zweier hervorragender SG-Torhüter viele Chancen...

 

Skandal nach Spielschluss: der (Spar)Fuchs wurde am Tor vergessen. Das arme Ding. Schlussendlich erbarmte sich Leon und holte ihn zurück zur Mannschaft. ;-)

Die Mannschaften trafen sich im Eingangsbereich zum Bier und die Wikinger machten sich auf den Heimweg – teilweise mit „Umweg" beim gemeinsamen Essen.

 

Am kommenden Samstag, 29.10.2011, steht bereits das nächste Heimspiel für das Juniorteam auf dem Programm, um 19:30 Uhr ist die Mannschaft der SG Hamburg-Nord zu Gast. Der Wikinger-Block wird vermutlich kleiner sein, als gegen die HSG, denn „die Großen" spielen am gleichen Tag beim SC Magdeburg. Deshalb schon mal auf diesem Weg: Viel Erfolg, Jungs!

 

[Astrid]