Aalborg - Champions League im Nachbarland

Arnor Atlason hatte sich schon beim Hinspiel vergewissert, ob auch reichlich SG-Fans zum Spiel nach Aalborg kommen würden. Das wurde versprochen und natürlich auch gehalten.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine Champions League-Tour ins Ausland kürzer ist als die meisten Fahrten zu Auswärtsspielen in der HBL.

Bei Firma Neubauer hatte man nach dem Wintereinbruch in Flensburg die Busse rechtzeitig wieder „frei geschaufelt“. Daher konnte es am Sonntag losgehen, um die SG beim entscheidenden Spiel um Platz 3 in der Vorrunden-Gruppe der Champions League zu unterstützen. Die Zahl der Anmeldungen war so groß, dass der große Bus ausgebucht war und der VW-Bus von Sven-Uwe auch noch zum Einsatz kam.

Einige krankheits- und sicher auch wetterbedingte abgesagte Plätze konnten kurzfristig wieder besetzt werden.

Pünktlich waren die Wikinger vollzählig – auch die „Schubyer“ hatten daran gedacht, dass sie dieses Mal in Flensburg zusteigen mussten. Einen besonderen Applaus bekam Alex, der sage und schreibe um 2.00 morgens im Süden in den ICE gestiegen war, um diese Auswärtsfahrt mitzumachen. Das ist wahrer Fan-Einsatz!

Lena hatte vorsorglich alle darauf aufmerksam gemacht, dass die Ausweise mitzubringen seien. Aber die Erklärung unseres Busfahrers „alles nur Deutsche im Bus, die wollen zum Handball nach Aalborg“ führte an der Grenze zum Durchwinken. Und das, obwohl das gelogen war, schließlich waren auch Dänen an Bord ;-).

Die Stimmung im Bus war gut. Es wurde viel über alte Zeiten geredet. Und es scheint nicht ausgeschlossen, dass es demnächst mal wieder einen Ghettoblaster im Bus geben könnte. Der Antrag auf Bezahlung von Batterien durch den Fanclub wurde quasi schon gestellt. :-)

Per Liveticker wurden die Mittagsspiele in der HBL verfolgt und besonders die deutliche Niederlage der TSV Hannover Burgdorf in Göppingen sorgte für Erstaunen und Freude.

 

Auf halber Strecke gab es eine Pause mit heißen Würstchen und dann ging es weiter zum Gigantium, wo der Bus der Wikinger direkt hinter dem Mannschaftsbus einparkte. In der Halle bildete sich mit der „Hölle Nord“, den „Nordlichtern“ und der „Alten Garde“ ein beachtlicher Fanblock, der schon vor dem Spiel für Stimmung sorgte.

 

Kurz vor Anpfiff kam es zu einer kurzen „Störung“ der Anfeuerung, da Offizielle von Aalborg Handbold ein Problem mit den Trommeln sahen. Aus Sicherheitsgründen sollten die Wikinger mit den Trommeln sich zunächst vor den Block in den Gang stellen. Das stieß natürlich auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Schließlich kann man im Fanblock am besten Stimmung mit den anderen Fans machen. Dann hieß es, die Trommeln sollten zumindest mitten im Fanblock sein – aber da ist der Platz zum Trommeln beengt. Glücklicherweise hatten die Fans von Aalborg im Nachbarblock keine Sicherheitsbedenken wegen unserer Trommeln und letztendlich durfte alles so bleiben wie es war. Da kann man nur sagen: Tak! In Dänemark kann man Dinge dann doch unkompliziert regeln.

Mit Unterstützung des Fanblocks inclusive Trommeln legte die SG los wie die Feuerwehr und führte schnell 4:1 was den Aalborger Trainer zu einer frühen Auszeit nötigte. Danach wurde das Spiel kurzfristig enger, bis die SG mit einem starken Kevin im Tor und zielstrebigem Angriff wieder das Kommando übernahm. Zur Pause hieß es 11:15. Eine beruhigende Führung. Beunruhigt war man im Fanblock aber wegen der Verletzung von Magnus Rød – was man gesehen hatte, ließ Schlimmes bzw. einen längeren Ausfall befürchten.

Nach der Pause blieb das Spiel der SG souverän und man konnte sicher von Platz 3 in der Gruppe ausgehen. Am Ende stand ein souveränes 24:31 auf der Anzeigentafel und später erhöhte sich die Zahl der SG-Tore magischerweise auf über 40 ;-). Daher war auch das parallel laufende Spiel von Kristianstad in Zagreb interessant. Und der Spielverlauf war ganz im Sinne der Wikinger: Kristianstad gewann schließlich in Zagreb und stand damit als Achtelfinal-Gegner für die SG fest. Ein neues Reiseziel in der CL, gut mit dem Bus zu erreichen und somit mit kurzer Vorlaufzeit relativ einfach planbar. Noch im Gigantium fand eine kurze Vorstandssitzung für erste Planungen statt. Und auf der Rückfahrt im Bus konnten bereits erste Anmeldungen für die Tour nach Schweden entgegen genommen werden. Aber nun gilt es erst einmal mit der SG in der Bundesliga Punkte zu sammeln.

[Marina]