Formalitäten und Feierlichkeiten

Die Kombination Jahreshauptversammlung mit einer anschließenden Neujahrsfeier hat sich bei den Wikingern bewährt. Die für einen Verein nötigen Regularien lassen sich mit der Aussicht auf lecker Grünkohl oder Schnitzel doch viel besser erledigen.

Der Einladung des Vorstandes waren 75 Wikinger gefolgt – so viele wie lange nicht mehr. Präsi Ingo überlegte in seiner Begrüßung woran das wohl liegen könnte...Am kurzen Weg für die Handewitter Mitglieder? Denn seit gefühlten Ewigkeiten fand die JHV mal wieder in Handewitt – im Gasthof Handewitt - statt. Egal warum, die Freude über die gute Beteiligung war jedenfalls groß. So problemlos konnte die Beschlussfähigkeit einer JHV lange nicht mehr festgestellt werden.

Zu Beginn las Ingo ein Grußwort von Astrid vor, dass diese aus Stockholm geschickt hatte. Für den geschriebenen Dank an den Vorstand für die geleistete Arbeit gab es viel Beifall.

Vor seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr erklärte Ingo den noch nicht so häufig bzw. das erste Mal bei einer JHV anwesenden Wikingern vorsichtshalber, dass nicht jedes seiner Worte ganz so ernst genommen werden sollte.

Und dann nahm er die Wikinger mit auf die Reise durch das Jahr 2019, mit Ergebnissen der SG und besonderen Erlebnissen. Die Übernachtungsfahrt nach Mannheim und die Sonderzugfahrt nach Düsseldorf waren dabei die Highlights zum Ende der Saison 2018/19 – natürlich inclusive der Feierlichkeiten rund um die Deutsche Meisterschaft unserer SG. Aber auch die Sommeraktion und das Abschiedsspiel für unseren Kapitän Tobbe waren besondere Erlebnisse.

Die besonderen Details der in der Saison 2019 bereits durchgeführten Touren holte Ingo mit Hilfe der Berichte auf der Homepage noch einmal in die Erinnerung der Wikinger. Die Zahl der Fahrten wird aber leider auf Grund der Spielplangestaltung immer geringer. Umso beachtlicher, dass es in dieser Saison bereits eine Bustour an einem Donnerstag (!) nach Hannover gegeben hat.

Beim Bericht von Roland ging es weniger um Ergebnisse und Erlebnisse sondern vielmehr um die Finanzen des Fanclubs. Ein Fanclub mit fast 280 Mitgliedern und vielen Touren bewegt einiges an Geld. Das weiß auch Ingo, seit er in Barcelona die Hotelkosten bezahlt hat. Die Kassenprüfer Georg und Harald bestätigten Roland eine einwandfreie Kassenführung und so stand der Entlastung des Vorstandes nichts im Wege.

Danach standen noch die Wahlen an, für die Kristin sich als Wahlleiterin anbot. Ohne Gegenkandidaten und ohne Gegenstimme wurden Per (2. Beisitzer), Roland (Kassenwart) und Marina (2.Vorsitzende) zügig in ihren Ämtern bestätigt. In Person von Maren fand sich auch problemlos eine neue 2. Kassenprüferin.

In Ingos Bericht und auch unter „Verschiedenes“ waren dann noch der Stand zum Hallenausbau, die Probleme mit den Trommeln in auswärtigen Hallen oder die Stimmung in der Flens-Arena Thema. Zudem gab es einen sehr optimistischen Ausblick auf den weiteren Saisonverlauf sowie auf geplante oder zu planende Touren und Aktionen in der zweiten Saisonhälfte.

Um 18.34 Uhr war der formelle aber trotzdem unterhaltsame Teil des Abends beendet.

 

Die Wartezeit bis zur Eröffnung des Grünkohl- und Schnitzel-Buffets verbrachten etliche Wikinger mit Blick auf ihre Smartphones. So ganz ohne Handball geht es bei einem Fanclub eben nicht. Während der JHV wurde schon verfolgt, dass Johannes Golla sich mit dem DHB-Team den 5. Platz sichern konnte. Und nun wurde den Norwegern im Spiel um Bronze gegen Ex-SG-Coach Ljubo mit Slowenien die Daumen gedrückt. Mit Erfolg.....Einziger Wermutstropfen war, dass Magnus Rød sich seine Bronzemedaille an Krücken laufend abholen musste.

Medaillen gibt es bei den Wikingern nicht, aber Pins für langjährige Mitgliedschaft. An diesem Abend konnten einige Wikinger so einen Pin persönlich in Empfang nehmen: Gerald, Herbert, Ingrid und Ralf für 15 Jahre, Heike für 10 Jahre, Bianca, Thomas, Hans-Jürgen, Petra und Lena für 5 Jahre. Einige Ehrungen gab es mit Verspätung, so an Jörg für 5 Jahre. Und bei Per und Maren gab es die Ehrung für 10 Jahre mit doppelter Verspätung. Erst hatten sie im letzten Jahr spontan absagen müssen und dann wurden sie – trotz fester Versprechungen – dieses Jahr zunächst vergessen. Aber letztendlich gab es den 10 Jahres-Pin an diesem Abend auch für die beiden.

Neben den Ehrungen und dem leckeren Essen gab es für den weiteren Abend im Gegensatz zur JHV nicht mehr viele Programmpunkte. Im Vorwege wurde den Teilnehmern angeraten, das Smartphone nicht zu Hause zu lassen. Warum – das erklärte Per. Die Wikinger sollten zeigen, dass sie im digitalen Zeitalter angekommen sind und sich auch noch gut mit Handball auskennen.

Er hatte gemeinsam mit Marina ein Quiz vorbereitet, dass online per Smartphone gespielt wird. Es wurden Zweierteams gebildet und schon bald erschienen auf der Teilnehmer-Liste 28 Teams mit phantasievollen Namen wie „Lemminge“, „Nix-Checker“, „Echte Wikinger“, „3aus7“....

Richtig und schnell die richtige der 4 Antworten auf die 25 Fragen auszuwählen war die Aufgabe. Wann wurde die 1. Handball-Bundesliga eingleisig? Wie viele Tore warf Jacob Heinl in seinem ersten Profijahr? Wie viele Tore warf Tobbe in seinem Abschiedsspiel? Hinter welchem tierischen Namen verbarg sich ein früherer Nationaltorwart?

In Echtzeit konnte nach jeder Frage die Rangliste verfolgt werden. Lange lagen die „Echten Wikinger“ in Front, um am Ende noch von „Akinya“ abgefangen zu werden. Spannung herrschte dann, wer sich hinter den Team-Namen verbarg. Das Siegerteam „Akinya“ bestand aus Schlau-Schmidt-Roland und Kristin. Für das Wissen gab es natürlich auch Belohnungen für das beste Team und die nachfolgend Platzierten. Henrik Toft-Hansen hatte seine Trikots nicht alle mit nach Paris genommen, ein Torwart-Trikot, dass sich nicht entscheiden konnte ob es für Mattias Andersson oder für Kevin Møller sein sollte oder Kissen, Becher, Tisch-Sets zur Deutschen Meisterschaft 2019 – oder doch nur die „eutsche Meisterschaft“? Einen Trostpreis gab es für das Schlusslicht und für ein Team, dass aus dem Netz geflogen war. Den „Trick“ mit dem Rausfliegen hätten im Nachhinein gerne auch andere Teams angewandt.

Danach war Gelegenheit, das eine oder andere Getränk zu sich zu nehmen und den Abend ausklingen zu lassen. Bis kurz vor Mitternacht hatten die Wikinger noch reichlich Gesprächsstoff rund um die SG und den Fanclub.

 

Bilder gibt es von diesem Abend leider nicht. Sonst-immer-da-Fotografin Ingrid war genauso wie Astrid in Stockholm. Und Marina hat leider vergessen, den mitgebrachten Fotoapparat zu nutzen.

 

Text: Marina